Unternehmen
Eine Walzmaschine der Ruwa AG - Photo: Kaltenbach-Solutions GmbH
01.02.2022

Schweizer Ruwa AG steigert die Performance von Walzwerken digital

Die Ruwa Drahtschweißwerke AG hat gemeinsam mit der Kaltenbach.Solutions GmbH ein Digitalisierungsprojekt an Walzwerken umgesetzt. Durch objektives Festhalten von relevanten Daten im laufenden Betrieb erhält das Unternehmen heute alle Auswertungen digital auf einen Blick und ohne Zeitverzögerung. Die exakte Messung mittels IoT und die übersichtliche Darstellung helfen dabei, passende Entscheidungen mit dem Ziel einer nachhaltigen Steigerung der Performance zu treffen.

1962 wurde die Ruwa Drahtschweißwerk AG in Sumiswald gegründet. Heute ist sie ein führender Hersteller von innovativen Stahlbewehrungen für die Bauwirtschaft in der Schweiz mit rund 100 Mitarbeitern. Neben Matten-Produkten und Bewehrungssystemen für Stahlbetonkonstruktionen bietet das Unternehmen umfassende Beratungsleistungen an.  

Der hier verarbeitete Stahl wird ausschließlich elektrisch im Lichtbogenverfahren hergestellt, um so im Vergleich zur herkömmlichen Rohstahlerzeugung etwa 55% an Energie einzusparen.

Geschäftsführer Thomas Huldi und Betriebsleiter Rudolf Heiniger hatten sich zum Ziel gesetzt, die objektive Leistung der im Unternehmen vorhandenen Walzwerke digital zu messen. Bisher wurden die Auswertungen der Walzanlagen manuell vorgenommen, was mit größerem Aufwand verbunden war. Außerdem standen die Berichte erst zeitversetzt zur Verfügung. Diese Verzögerung erschwerte sowohl die Ursachenanalyse als auch das anschließende Performance-Management. Die Walzwerke bei Ruwa profilieren den angelieferten Stahldraht und geben ihm so die für den Betonstahl notwendige Struktur. Zudem werden die großen Stahldrahtrollen auf kleinere sogenannte „Coils“ umgewickelt, damit sie für die weitere Verarbeitung in Betonstahlmatten und Körbe geeignet sind.

Als Umsetzungspartner für das Digitalisierungsprojekt wählte Ruwa die Kaltenbach.Solutions GmbH. Durch Einsatz des digitalen Messgerätes „BoosterBOX“ wird die tatsächliche Leistung mittels IoT im laufenden Betrieb festgehalten und in grafischen Benutzeroberflächen übersichtlich dargestellt. Mit der dazugehörenden „Timer App“ lassen sich auch die Drahtstärken und das Gewicht der produzierten Stahldrahtrollen schichtweise erfassen. Damit hat die Ruwa AG jederzeit einen exakten Überblick über die Performance der angeschlossenen Walzwerke und kann diese schrittweise steigern. 

Quelle: Kaltenbach.Slotutions GmbH)

Schlagworte

AnlagenBetonstahlBundCoilsDigitalisierungDrahtEnergieEssenEUKALTENBACH.SOLUTIONS GmbHKonstruktionMesseMessungStahlStahlerzeugungUnternehmenWalzanlageWalzwerkWirtschaft

Verwandte Artikel

Im Foyer des Eingang Nord wendet sich die High Potential Area speziell an den Nachwuchs
10.03.2026

wire & Tube 2026 mit High Potential Area und ecoMetals

Das Düsseldorfer Fachmesseduo präsentiert zwei Initiativen, die es in sich haben

Draht Düsseldorf Industrie Kabel Messe Nachwuchs Rohstoffe Stabstahl Tube Unternehmen
Mehr erfahren
09.03.2026

wire 2026 mit prallem Forumsprogramm

Als Teil des Rahmenprogramms der Fachmesse für Draht und Kabel sind auf der ‚Forum Stage Cable & Wire‘ spannende Tagesforen und Diskussionsrunden geplant

Anlagen Anlagenbau Draht Entwicklung Essen EU Industrie Innovation Italien Kabel Messe Nachhaltigkeit Tube USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Rechtsanwältin Melina Jenkner von Heidemann Küthe Rechtsanwälte
09.03.2026

HOK Maschinenbau übernimmt Vermögenswerte der SCHUBERT GROUP

Mit Wirkung zum 1. März 2026 übernimmt die HOK Maschinenbau GmbH aus Hückeswagen im Rahmen einer übertragenden Sanierung die Vermögenswerte sowohl der Schubert Maschinen-...

Anlagen Anlagenbau Automation Automobil Bonn Bund Deutschland Energie Ennepetal Erfolgsfaktor Ergebnis Essen EU Gesellschaft Handel Industrie ING KI Lieferung Mannheim Maschinenbau Messtechnik Metallverarbeitung Modernisierung Optimierung Presse Pressen Reparatur Restrukturierung Sanierung Service Stabstahl Stahl Steuerung Technik TEMA Umformen Umformtechnik Unternehmen Wirtschaft
Mehr erfahren
Primetals Technologies wird eine Pelletieranlage, drei Pfannenöfen und zwei RH-Entgaser an SAIL IISCO liefern. Das Foto zeigt Vertreter beider Unternehmen bei der Vertragsunterzeichnung.
05.03.2026

SAIL IISCO kooperiert mit Primetals Technologies

Steel Authority of India Limited (SAIL), ein führender indischer Stahlproduzent, erweitert sein IISCO-Stahlwerk in Burnpur und wählte dafür Primetals Technologies als Lie...

Anlagen Antrieb Deutschland Digitalisierung Draht EU Greenfield-Projekt HZ Indien Industrie ING KI Legierungen Lieferung Ltd Ltd. Metallurgie Optimierung Partnerschaft Primetals Produktion Prozessoptimierung Sensoren Spezialstahl Stahl Stahlindustrie Stahlwerk Steuerung Temperatur Unternehmen USA Vakuumpumpe Zusammenarbeit
Mehr erfahren
David Algermissen, Abteilungsleiter Sekundärrohstoffe/Schlackenmetallurgie im FEhS – Institut für Baustoff-Forschung, welches das Projekt koordiniert hat: „Die Arbeiten mit diesem großartigen Konsortium waren sehr erfolgreich. Es konnte sowohl Basiswissen rund um die Elektroroheisenschlacke aufgebaut werden bis hin zu Pilotversuchen zur Erzeugung von Hüttensand 2.0 im Tonnenmaßstab und die Prüfung im Zement und Beton. Nächste Schritte sind die normativen und rechtlichen Rahmenbedingungen, damit das Material auch zeitnah seinen Weg in den Markt finden kann, sobald die Schlacke bei thyssenkrupp entsteht.“ Das im Jahr 2021 gestartete Forschungsvorhaben „SAVE CO2“ von thyssenkrupp Steel, Heidelberg Materials, dem Institut für Technologien der Metalle der Universität Duisburg-Essen, Fraunhofer UMSICHT und FEhS-Institut wurde im Rahmen der Fördermaßnahme KlimPro-Industrie vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie der Europäischen Union/NextGenerationEU gefördert und durch den DLR Projektträger betreut.
05.03.2026

Schlacken aus dekarbonisierter Stahlherstellung für Zement geeignet

Neue Schlacken, die bei der dekarbonisierten Stahlherstellung auf der Direktreduktionsroute im Einschmelzer entstehen, eignen sich als latent hydraulische Bindemittel in...

Bund CO2 CO2-Emissionen Direktreduktion Duisburg Einsatzstoffe Eisenschwamm Emissionen Energie Ergebnis Essen EU Forschung Forschungsprojekt Fraunhofer Hochofen Industrie ING Klima Metallurgie Produktion Roheisen Rohstoffe Schmelze Stahl Stahlherstellung Technik Thyssen thyssenkrupp Umwelt Wirtschaft
Mehr erfahren