Trendthema
Abb.: Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbandes (DWV)
27.04.2022

Studie zum Rechtsrahmen für den Einsatz von Wasserstoff und Förderansätze zur Defossilisierung der Stahlerzeugung veröffentlicht

Die Fachkommission HySteel des DWV veröffentlicht heute ein Gutachten zum rechtliches Status Quo in der Stahlindustrie in Deutschland. Daraus werden Empfehlungen zur Entwicklung des regulatorischen Rahmens und zu Politikinstrumenten für die Förderung der Erzeugung von grünem Stahl in Deutschland abgeleitet. Autor der Studie ist die Rechtsanwaltskanzlei Becker Büttner Held (Mitglied der BBH-Gruppe).

Folgende Themen werden innerhalb der Studie untersucht:

- Beschaffungsoptionen und Bezugsverhalten der Stahlhersteller in Bezug auf grünen Wasserstoff
- Sicherer und wirtschaftlicher Zugang zu erneuerbarem Strom und grünem Wasserstoff: EEG-Umlage, Stromsteuer, Energiesteuer, Strom- und Gasnetzentgelte   
- Hochskalierung der Schlüsseltechnologien: Regulierung von Wasserstoffnetzen, Beimischung, leitungsgebundene Wasserstoffinfrastrukturen
- Identifikation von Hemmnissen und Empfehlungen: Transportbedarf, Regulierungsrahmen für den netzgebundenen Wasserstofftransport, Netzzugang, Kostenverteilung 
- Rechtliche Randbedingungen für den Import von grünem Wasserstoff aus anderen europäischen Ländern sowie aus Drittstaaten

Die Studie beinhaltet zudem eine ausführliche Analyse verschiedener Anreizinstrumente zur emissionsarmen Stahlherstellung. Diese Instrumente sind z.B. eine mögliche Quote/THG-Minderungsverpflichtung, das Labelling (Kennzeichnung) grüner Stahlprodukte und verschiedene Ausgestaltungsvarianten von Klimaschutzverträgen (CfD/CCfD). Clemens Orlishausen, Projektleiter HySteel bewertet die Ergebnisse so: „Die Betriebsmehrkosten der grünen Stahlerzeugung müssen fair und WTO-konform in einer geeigneten OPEX-Förderung reflektiert werden.​ Der zügige Aufbau einer grünen Wasserstoff-Marktwirtschaft muss durch den Abbau der herrschenden Hemmnisse und Barrieren unterstützt werden.“

Die Gesamtstudie finden Sie unter diesem Link.

(Quelle: Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbandes (DWV))

Schlagworte

ABBBundDeutschlandEnergieEntwicklungErgebnisEUFörderungIndustrieINGKlimaKlimaschutzPolitikStahlStahlerzeugungStahlherstellungStahlindustrieTransportWasserstoffWirtschaftWTOWV

Verwandte Artikel

31.03.2026

VDE-Hinweis zu Netzrückwirkungen kommt Elektrostahlwerken entgegen

Eine jetzt veröffentlichte Broschüre von VDE FNN ist eine wertvolle Unterstützung für den Netzanschluss von elektrischen Anlagen mit EAFs größerer Leistung

Anlagen Elektrostahlwerk Elektrotechnik EU Industrie Klima Lichtbogenofen Netzanschluß Neubau Produktion Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Stahlwerk Strategie Technik Transformation VDEh
Mehr erfahren
: Clarissa Odewald (CEO von thyssenkrupp Rasselstein) mit der neuen Weißblechdose aus bluemint® Steel
30.03.2026

Henkel setzt auf CO₂-reduzierte Verpackung aus CO2-reduziertem Stahl

Der Verpackungsstahlhersteller thyssenkrupp Rasselstein unterstützt Henkel bei der weiteren Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks seiner Verpackungen.

Blech Deutschland Emissionen EU Hochofen Industrie ING Klima Metallverpackung Nachhaltigkeit Recycling Rohstoffe Schrott Stahl Stahlherstellung Thyssen thyssenkrupp Thyssenkrupp Rasselstein Transformation Unternehmen USA Verpackungsstahl Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Vertragsunterzeichnung bei Steel Authority of India (SAIL)
30.03.2026

SAIL bestellt Kokereitechnik für das Burnpur-Projekt

SMS group hat zusammen mit dem Konsortialpartner MCK Kutty Engineers Pvt. Ltd. einen Auftrag über die Lieferung von zwei Trockenlöschanlagen erhalten

Automation Betriebssicherheit Digitalisierung Emissionen Energie Energieeffizienz EU Hochofen Inbetriebnahme Indien ING KI Kokerei Koks Koksofen Koksofenbatterie Lieferung Ltd Ltd. Modernisierung Montage Nachhaltigkeit Partnerschaft Paul Wurth Service Stahl Stahlerzeugung Stahlwerk Umwelt USA Wurth Zusammenarbeit
Mehr erfahren
27.03.2026

Globale Stahl-Überkapazitäten sind ernsthafte Gefahl für Europas Industrie

Die jüngsten OECD-Zahlen bestätigen die existenzielle Gefahr für Europas Stahlindustrie. EUROFER drängt die EU zu handeln.

Ergebnis Essen EU EUROFER Handel HZ Industrie ING Investition Paris Produktion Stahl Stahlhandel Stahlmarkt Stahlproduktion
Mehr erfahren
Die Werke von thyssenkrupp Electrical Steel in Gelsenkirchen und Isbergues stellen kornorientiertes Elektroband her – ein Schlüsselmaterial für Transformatoren in Umspannwerken und Windkraftanlagen. Aufgrund der sich weiter verschärfenden Importkrise reagiert thyssenkrupp Steel mit weiteren Produktionskürzungen. Daher wird der Standort Isbergues von Juni bis September komplett geschlossen
27.03.2026

Importkrise bei kornorientiertem Elektroband

Die Importkrise auf dem Markt für kornorientiertes Elektroband verschärft sich weiter. thyssenkrupp Steel reagiert darauf mit weiteren Produktionskürzungen.

Anlagen Elektroband Energie Energiewende Energiewirtschaft Entwicklung EU EU-Kommission Gesellschaft Handel HZ ING KI Produktion Stahl Studie Thyssen thyssenkrupp Transport Unternehmen Werkstoff Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren