Unternehmen
Juan Carlos Valladares Eichelmann und Olaf Voss, CEO von thyssenkrupp Materials de Mexico - Photo: thyssenkrupp Materials Services
21.09.2022

34-Millionen-Euro-Investition in Mexiko

thyssenkrupp Materials Services setzt Wachstum in Nordamerika fort

thyssenkrupp Materials Services setzt seine Erweiterung in Nordamerika fort und plant einen neuen Standort für den Geschäftsbereich Materials de Mexico in San Luis Potosí. In der zentralmexikanischen Stadt investiert das Unternehmen rund 34 Mio. Euro (ca. 37 Mio. US-Dollar) in ein Servicecenter, das die Zukunftsfähigkeit der in dieser Region stark wachsenden Automobilzulieferindustrie unterstützen wird. Der neue Standort wird Arbeitsplätze für rund 65 Mitarbeiter schaffen. Mit diesem Schritt stärkt der größte werksunabhängige Werkstoffhändler und -dienstleister der westlichen Welt seine führende Position auf dem nordamerikanischen Markt und richtet sein Servicegeschäft weiter auf die sich wandelnden Kundenbedürfnisse aus.

„Die Bedürfnisse und Anforderungen der Industrie ändern sich rasant“, sagt Martin Stillger, CEO von thyssenkrupp Materials Services. „Vor dem Hintergrund der großen Transformationsthemen Elektromobilität, Nachhaltigkeit und Supply Chain Resilienz ist Mexiko für uns ein klarer Wachstumsmarkt. Hier können wir unsere Kunden mit unserer „Materials as a Service“-Strategie genau in diesen Schlüsselbereichen unterstützen.“ Insgesamt hat thyssenkrupp Materials Services in den letzten zwölf Monaten rund 100 Mio. Euro in den nordamerikanischen Markt investiert.

Das Herzstück des neuen Standorts ist eine Schuler-Stanzanlage, auf der Aluminium- und hochfeste Stahlplatinen für die Automobilindustrie geschnitten werden. Aluminium trägt durch sein geringes Gewicht zur Reduzierung von Emissionen bei und wird häufig in Elektrofahrzeugen eingesetzt. Die Automobilindustrie reagiert damit auf die steigende Nachfrage, die durch den schnelleren Übergang zur Elektromobilität und die von der US-Regierung geplanten strengeren Emissionsstandards ausgelöst wird. Für die mexikanischen Zulieferer sind die USA der mit Abstand größte Absatzmarkt – rund 80 Prozent des Umsatzes werden in dieser Region erzielt.

Der Minister für wirtschaftliche Entwicklung Juan Carlos Valladares Eichelmann erklärt: „San Luis Potosí wird aufgrund der enormen Vorteile seiner Infrastruktur und seiner industriellen Ausrichtung ein wichtiger Standort für dieses internationale Unternehmen sein, um den Bundesstaat zu erreichen.“

„Mit der Eröffnung der Anlage können wir unsere einzigartige Position bei dieser Anarbeitungsdienstleistung auf dem mexikanischen Markt weiter ausbauen“, sagt Olaf Voss, CEO von
thyssenkrupp Materials de Mexico. „Wir schätzen die gute Zusammenarbeit mit dem Sekretariat für wirtschaftliche Entwicklung von San Luis Potosí bei diesem wichtigen Projekt.“

Der neue Standort in San Luis Potosí wird zusammen mit dem bestehenden Servicecenter des Unternehmens in Silao, das knapp 170 km entfernt liegt und bereits über eine Aluminiumschneideanlage verfügt, die einzige Einrichtung im Land sein, die diesen Service anbietet. Alle Aluminiumzuschnitte für die Automobilindustrie, die nicht an diesen Standorten hergestellt werden, müssen als vorgefertigte Teile aus den USA importiert werden.

thyssenkrupp Materials de Mexico verfügt derzeit über drei Servicecenter im Land, die sich in Saltillo, Silao und Puebla in unmittelbarer Nähe zu zahlreichen OEMs und Zulieferern der Automobilindustrie befinden. Insbesondere in der Region im nördlichen Zentralmexiko (El Bajío), wo die neue Niederlassung entsteht, planen weitere Unternehmen, ihre Aktivitäten auszubauen. Die kurzen Lieferwege und der Anschluss an eine Eisenbahnlinie am neuen Standort in San Luis Potosí ermöglichen nicht nur einen kosteneffizienten, sondern auch einen nachhaltigen Betrieb, und das alles bei "just in time"-Lieferung. Die Kapazitäten und das Supply Chain Management können flexibel an die Kundenbedürfnisse angepasst werden.

„Die neue Tochtergesellschaft leistet einen entscheidenden Beitrag zu unserer Zukunftsstrategie „Materials as a Service“ in Nordamerika“, sagt Ilse Henne, Chief Transformation
Officer von thyssenkrupp Materials Services. „Wir bieten neue Dienstleistungen an, erweitern unser Serviceportfolio und nutzen unser Know-how in der Bearbeitung von Aluminium am Standort Silao, um unser Geschäft zu skalieren und neue Kundengruppen zu erschließen.“

Der neue Standort in San Luis Potosí soll Mitte 2023 in Betrieb gehen.

(Quelle: thyssenkrupp Materials Services)

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