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Photo: Daimler Truck
30.04.2026

ArcelorMittal liefert CO₂-armen Stahl für Daimler-Truck-Konzept

Der Stahlhersteller ArcelorMittal unterstützt das Konzeptfahrzeug „reECONIC“ von Daimler Truck mit CO₂-reduziertem Stahl. Das Projekt zeigt, wie sich Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in der industriellen Produktion von Nutzfahrzeugen umsetzen lassen.

Das batterieelektrische Abfallsammelfahrzeug wurde gemeinsam mit 33 Partnern entlang der automobilen Wertschöpfungskette entwickelt. Ziel ist es, den Einsatz von recycelten Materialien deutlich zu erhöhen und gleichzeitig Anforderungen an Sicherheit, Haltbarkeit und Leistung vollständig zu erfüllen.

Eine TÜV-zertifizierte Analyse zeigt, dass künftig bis zu 80 Prozent der eingesetzten Materialien – darunter Stahl, Aluminium, Glas und Kunststoffe – durch recycelte, biobasierte oder erneuerbare Alternativen ersetzt werden könnten. Zusätzlich könnten die CO₂-Emissionen in der Fahrzeugproduktion um bis zu 36 Prozent reduziert werden.

 „ArcelorMittal hat XCarb® recycelten und erneuerbar produzierten Stahl für zentrale Strukturkomponenten des reECONIC Konzeptfahrzeugs geliefert. Wir sind stolz darauf, dass unser Angebot mit hohem Anteil zirkulärer Materialien die Umweltziele von Daimler Truck unterstützt und zu einer nachhaltigeren Mobilität beiträgt“, sagt Paul Brettnacher, CMO Automotive, ArcelorMittal Europe – Flat Products.

In den eingesetzten Komponenten wurde ein durchschnittlicher Recyclinganteil von rund 88 Prozent erreicht. Im Vergleich zu konventionellen Produktionsrouten reduziert dieser Ansatz die CO₂-Emissionen des eingesetzten Stahls um etwa 60 bis 70 Prozent (Cradle-to-Gate). Der Stahl kommt in sicherheitsrelevanten Bauteilen wie Längsträgern sowie in Strukturkomponenten des Aufbaus zum Einsatz.

Ein zentrales Ergebnis des Projekts ist die industrielle Skalierbarkeit: Die Integration von CO₂-reduziertem Stahl erfordert keine grundlegenden Änderungen an bestehenden Fahrzeugdesigns oder Fertigungsprozessen.

Die Materialien erfüllen vollständig die Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Haltbarkeit im Nutzfahrzeugbereich und sind bereits heute in Serienmengen verfügbar.

Die Zusammenarbeit zwischen ArcelorMittal und Daimler Truck geht über eine klassische Lieferantenbeziehung hinaus. Sie basiert auf transparentem Carbon Accounting, zertifizierten Materialdaten und der gemeinsamen Entwicklung skalierbarer Lösungen für eine emissionsärmere Mobilität.

Projekte wie reECONIC zeigen, dass die Dekarbonisierung im Nutzfahrzeugsektor nicht nur durch alternative Antriebe vorangetrieben wird, sondern auch durch Materialien, Lieferketten und Produktionsprozesse.

Der reECONIC wird erstmals auf der Umwelttechnologiemesse IFAT in München vorgestellt und anschließend unter realen Bedingungen erprobt. Die Projektpartner prüfen derzeit, wie sich Materialien, Prozesse und Lieferketten aus dem Konzept in die Serienproduktion überführen lassen.

(Quelle: ArcelorMittal)

 

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