Forschung
Dr. James P. Best (in der Mitte, sechste Person von links) ist Leiter der Gruppe "Mechanik an chemischen Grenzflächen" am Max-Planck-Institut für Eisenforschung und wurde von der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde mit dem Georg-Sachs-Preis 2023 ausgezeichnet. - Photo: Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH
27.07.2023

Dr. James P. Best gewinnt Georg-Sachs-Preis 2023

Die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde (DGM) verleiht den Georg-Sachs-Preis 2023 an Dr. James P. Best, Leiter der Gruppe "Mechanik an chemischen Grenzflächen" am Düsseldorfer Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE). Der Preis würdigt Bests Beitrag zur Weiterentwicklung von Struktur- und Funktionswerkstoffen. Seine Forschung deckt auf wie die lokale chemische Zusammensetzung von Legierungen deren Mikrostruktur und mechanisches Verhalten beeinflusst.

„Es ist eine große Ehre diese Anerkennung von der DGM zu erhalten, und ich bin der Community dankbar für die Würdigung meiner Arbeit, die ich zusammen mit meinen Studentinnen und Studenten und Mitarbeitern realisiert habe“, sagt Best.

Best analysiert mit Hilfe modernster Elektronenmikroskope Werkstoffe im Mikro- und Nanometerbereich und prüft, wie sie sich bei Verformung verhalten. Bests jüngste Forschung beschäftigt sich mit metallischen Gläsern aus Zirkonium, die durch additive Fertigung hergestellt werden. Diese Gläser weisen bemerkenswerte Eigenschaften wie hohe Festigkeit, Elastizität und Korrosionsbeständigkeit auf, was sie zu idealen Strukturwerkstoffen für medizinische Implantate, Zahnräder und Bauteile in Elektromotoren macht.

Darüber hinaus analysiert Best momentan wie die chemische Zusammensetzung an den Korngrenzen von Kupfer und Wolfram deren mechanisches Verhalten beeinflusst, vor allem in Hinblick auf enthaltene Verunreinigungen in den Materialien.

„Wir freuen uns sehr, dass James den angesehenen Georg-Sachs-Preis gewonnen hat. Seine außergewöhnliche Expertise Hochenergie-Röntgendiffraktion, Elektronenmikroskopie und miniaturisierte Mechanik zu nutzen und damit die komplexen Zusammenhänge zwischen Materialstruktur, Chemie und Mechanik zu entschlüsseln, ebnen den Weg für praktische Anwendungen. Neben seinem exzellenten und breiten Fachwissen zeichnet sich James durch eine großartige Persönlichkeit aus. Er hat stets ein offenes Ohr für alle Belange seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bleibt auch in hektischen Situationen immer ruhig“, erklärt Prof. Gerhard Dehm, Direktor der Abteilung "Struktur und Nano-/Mikromechanik von Materialien" am MPIE.

Best promovierte in Chemie-Ingenieurwesen an der Universität von Melbourne (Australien) und arbeitete anschließend als Postdoktorand an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) in Thun (Schweiz) und an der University of New South Wales (Australien), wo er seine Forschungen über additiv-hergestellte metallische Gläser begann.

Der Georg-Sachs-Preis, der gemeinsam vom Stifterverband Metalle e.V. und dem Fachverband der Nichteisen-Metallindustrie Österreichs ausgeschrieben wird, zeichnet seit 1967 herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus, die bahnbrechende Ergebnisse auf dem Gebiet der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik erzielt haben. Der Preis wird maximal einmal im Jahr verliehen, wenn eine geeignete Person gefunden wurde.

(Quelle: Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH)

Schlagworte

Additive FertigungAustralienDüsseldorfEisenforschungEnergieEntwicklungErgebnisEUForschungGesellschaftIndustrieINGLegierungenMax-Planck-InstitutMetallindustrieMPIeNachwuchsStrukturwerkstoffTechnikUSAWerkstoffWerkstoffeWerkstofftechnik

Verwandte Artikel

Feier zur Inbetriebnahme JSW
06.11.2026

Zweite Säureregenerationsanlage bei JSW Steel Coated Products in Betrieb

Die Anlage wurde bei JSW Steel Coated Products Limited am Standort Vasind im indischen Bundesstaat Maharashtra vom Technologiekonzern Andritz erfolgreich in Betrieb genom...

ANDRITZ AG Anlagen Beizlinie Bund EU Gesellschaft Inbetriebnahme Indien Industrie Säureregenerationsanlage Stahl Umwelt Unternehmen Verkauf Zink
Mehr erfahren
Das Tata Steel Kalinganagar und das SMS group Team feiern die erfolgreiche Inbetriebnahme der Anlage
06.11.2026

Tata Steel nimmt Brammengießanlage in Betrieb

Tata Steel und SMS group haben im Stahlwerk Nr. 1 von Tata Steel Kalinganagar die dritte Zweistrang-Brammengießanlage in Betrieb genommen. Nach kurzer Zeit erreichte sie...

2016 ABB Anlagen Automatisierung Bramme Entwicklung Ergebnis EU Inbetriebnahme ING KI Ltd Ltd. Partnerschaft Produktion Schmelze Schmelzen SMS SMS group Stahl Stahlwerk USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Mitarbeiter von Nucor Steel Berkeley, Primetals Technologies und Clecim an der neuen Kontinuierlichen  Verzinkungsanlage in Huger, South Carolina, nach der erfolgreichen Produktion des ersten  Premiumklasse-Coil.
05.11.2026

Nucor produziert ersten Bund auf Durchlaufverzinkungsanlage

Die Anlage produziert Automobil-Außenstähle in Sichtqualität und höchstfeste Stähle (AHSS). Die firmeneigenen Technologien Rapid Cooling und Querfeld-Induktionserwärmung...

Aluminium Anlagen Automatisierung Automobil Brenner Brennertechnik Bund Entwicklung Ergebnis EU HZ Inbetriebnahme Indien ING Japan Lieferung Montage Nordamerika Primetals Produktion Service Stahl Strategie Technik Unternehmen USA Walzwerk Zink Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Von links: Jacobus Steyn, Leiter des Geschäftsbereichs Energie bei Alleima; Hanhee Lee, Vizepräsidentin der Abteilung Wachstum/Beschaffung bei Doosan Enerbility; Göran Björkman, Geschäftsführer bei Alleima; Alistair Black, Vizepräsident für den Geschäftsbereich Großbritannien bei X-Energy; Robert Leone, leitender Direktor für die Lieferkette bei X-Energy; und Carl von Schantz, Leiter des Geschäftsbereichs Rohre bei Alleima.
05.11.2026

Alleima erhält ersten Auftrag für Rohrleitungen für Kernreaktoren

Alleima hat von Doosan Enerbility seinen ersten Auftrag über Dampferzeugerrohre für einen heliumgekühlten kleinen modularen Reaktor (SMR) der nächsten Generation erhalten...

Elektrifizierung Energie Entwicklung EU Getriebe Industrie Investition Kernenergie Produktion Rohre Sandvik Schweden Temperatur Tube Unternehmen USA Werkstoff Werkstoffe Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Visualisierung der Direktreduktionsanlage von thyssenkrupp Steel in Duisburg: Der angepasste Förderbescheid schafft eine verlässliche Grundlage für die weitere Umsetzung des Dekarbonisierungsprojekts tkH2Steel.
03.11.2026

Förderung stärkt Dekarbonisierungsprojekt tkH2Steel

thyssenkrupp Steel hat den Änderungsbescheid zur Förderung seines Dekarbonisierungsprojekts tkH2Steel erhalten. Diese bereits angekündigte Anpassung der Förderauflagen is...

Anlagen Anpassung CO2 Dekarbonisierung Direktreduktion Duisburg Emissionen Entwicklung Erdgas EU EU-Kommission Europa Förderung Hochofen IBU Industrie ING Klima Klimaziel Klimaziele Lieferketten Marktbedingungen Produktion Schmelze Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Stahlwerk Thyssen thyssenkrupp Thyssenkrupp Steel Europe Thyssenkrupp Steel Europe AG Transformation Transport Unternehmen Vorstand Wasserstoff Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren