Statement
Photo: © unsplash
30.04.2026

Energiekrise: EU schafft mehr Handlungsspielraum für Entlastungen

Die EU-Kommission hat einen neuen, befristeten Beihilferahmen als Reaktion auf die sich zuspitzende Energiekrise infolge des Nahost-Konflikts beschlossen. Mit dem Middle East Crisis Temporary State Aid Framework erhalten Mitgliedstaaten erweiterte Möglichkeiten, um besonders betroffene Branchen bis zum Jahresende bei Energiekosten zu entlasten.

Dazu Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl:
„Mit dem neuen Krisenrahmen im Energiebereich schafft die EU-Kommission erweiterte Spielräume zur dringend notwendigen Entlastung energieintensiver Industrien. Insbesondere die vorgesehene Möglichkeit, Strompreiskompensation und Industriestrompreis zumindest teilweise zu kombinieren, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Denn das ist heute schlicht nicht möglich, weshalb die aktuelle, nationale Regelung zum Industriestrompreis für die Stahlindustrie bislang ins Leere läuft. Jetzt kommt es darauf an, dass die Bundesregierung diesen Spielraum schnell nutzt, um die international noch immer nicht wettbewerbsfähigen Strompreise für die Unternehmen weiter zu senken.

Gleichzeitig gilt: Die strukturell zu hohen Stromkosten sind für unsere Branche kein kurzfristiges Krisenphänomen. Deshalb braucht es dauerhafte Lösungen. Strompreiskompensation und Industriestrompreis müssen auch über die akute Krise hinaus vollständig kombinierbar sein und für den gesamten Stromverbrauch gelten.

Politisches Ziel muss ein verlässlicher Strompreis für die Industrie von 50 EUR/MWh all in sein – also inklusive aller Abgaben, Entgelte und Steuern. Damit wird die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts gestärkt und eine wesentliche Grundlage für den Umbau zur Klimaneutralität geschaffen.“

(Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl

Schlagworte

BundEUEU-KommissionHZIndustrieINGKlimaStahlStahlindustrieUnternehmenWettbewerbWirtschaftWirtschaftsvereinigung

Verwandte Artikel

19.06.2026

thyssenkrupp-Aufsichtsrat stimmt für Verselbstständigung von tk accelis

tk accelis (vormals thyssenkrupp Materials Services) soll im Wege einer Abspaltung als eigenständiges Unternehmen aufgestellt werden und an die Börse geführt werden.

Distribution DSV Entwicklung EU Getriebe Handel IBU Industrie ING Lieferketten Service Strategie Thyssen thyssenkrupp Thyssenkrupp AG Thyssenkrupp Materials Services Transformation Unternehmen Verteidigung Vorstand Werkstoff
Mehr erfahren
Von links: Herbert Eibensteiner, CEO der voestalpine AG und Franz Kainersdorfer, Mitglied des Vorstandes der voestalpine AG und Leiter der Metal Engineering Division
19.06.2026

voestalpine: greentec steel im Zeitplan

Die voestalpine nimmt an ihrem Standort Donawitz in knapp einem Jahr wie geplant einen Elektrolichtbogenofen (EAF) in Betrieb und kombiniert so Elektrostahlproduktion mi...

Aufsichtsrat CO2 CO2-Emissionen Donawitz Einsparung Elektrolichtbogenofen Emissionen EU Hochofen Inbetriebnahme Industrie ING Investition Kernaggregate Klima Klimaschutz Lichtbogenofen Logistik Metallurgie Montage Produktion Schrott Schulung Sinter Sinteranlage Stahl Stahlproduktion Stahlwerk Strategie Transformation Umwelt Voestalpine AG Vorstand Weiterbildung
Mehr erfahren
Hauptgeschäftsstelle Berlin
18.06.2026

Gesamtmetall meldet Verluste an Arbeitsplätzen

M-E-Beschäftigung sinkt seit nunmehr zweieinhalb Jahren ununterbrochen. Arbeitsplatzverluste bislang trotzdem nur halb so hoch wie Produktionsrückgang. Ausrüstungsinvesti...

ABB Bund Deutschland EU IBU Industrie ING Investition Produktion Unternehmen Wettbewerb Zahlen
Mehr erfahren
Vormaterial-Lager, Burbach
18.06.2026

SHS erhält Auszeichnung für Klimaschutz

SHS-Gruppe erhält erneut Bestnote für klimafreundliches Lieferketten-Engagement.

Auszeichnung CDP Dekarbonisierung Dillinger EU Europa ING Klima Klimaschutz Lieferketten Nachhaltigkeit Saarstahl SHS – Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA Stahl Strategie Transformation Unternehmen
Mehr erfahren
Marcel Hergarten, Geschäftsführer der Hergarten Gruppe
17.06.2026

Hergarten Gruppe wird zur emissionsfreien Spedition

Bis 2031 vollständige Umstellung auf emissionsfreie Fahrzeuge geplant .

Antrieb Bund Dekarbonisierung Deutschland Digitalisierung Einsparung Elektrifizierung Energie Entwicklung EU Hergarten GmbH HZ Industrie ING Investition Klima Lieferketten Logistik Managementsystem Nachhaltigkeit Produktion Produktionsprozess Profile Software Spedition Stahl Stahlindustrie Stahlspedition Steuerung Strategie Technik Transformation Transport Unternehmen Wettbewerb Wirtschaft Zahlen
Mehr erfahren