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Das Werk von Feralpi Stahl in Riesa - Photo:  Feralpi Stahl / Albatros-Film
21.05.2026

Feralpi Stahl baut Produktionskapazität aus

Ein Jahr nach der Inbetriebnahme des neuen Spooler-Walzwerks treibt Feralpi Stahl den Ausbau seiner Produktionskapazitäten am Standort Riesa voran.

Perspektivisch soll die Stahlproduktion von bislang rund einer Million Tonnen auf bis zu 1,3 Millionen Tonnen pro Jahr steigen. Grundlage dafür ist der fortschreitende Hochlauf des neuen Spooler-Walzwerks, mit dem das Unternehmen zugleich ein neues Produkt für automatisierte Anwendungen im Markt etabliert.

„Wir haben mit dem neuen Spooler-Walzwerk die Voraussetzung geschaffen, unsere Produktion auf ein neues Niveau zu heben“, sagt Uwe Reinecke, General Manager von Feralpi Stahl.

„Der Hochlauf verläuft planmäßig, die Qualität stimmt, und wir sehen, dass sich das neue Produkt im Markt etabliert.“

Vom Start in den Regelbetrieb

Das Spooler-Walzwerk wurde am 15. Mai 2025 offiziell eingeweiht. Nach dem Start im Einschichtbetrieb wird die Anlage inzwischen im Zweischichtbetrieb gefahren. Parallel zur Produktion laufen weiterhin Performance-Tests in Zusammenarbeit mit dem Anlagenbauer Danieli. Ziel ist es, im Sommer das Final Acceptance Certificate der Anlage zu erreichen.

„Bereits in der Hochlaufphase zeigen sich die gewünschten Materialeigenschaften. Wir sehen, dass sich die Anlage zunehmend stabilisiert. Die Prozesse greifen, und wir erreichen eine sehr konstante Produktqualität“, sagt Dariusz Sosin, Direktor für Produktion, Instandhaltung, Technologie und Werkslogistik bei Feralpi Stahl.

Am Standort Riesa betreibt Feralpi Stahl bereits ein bestehendes Walzwerk, das aktuell rund 850.000 Tonnen Baustahl pro Jahr produziert. Mit dem neuen Spooler-Walzwerk kommt zusätzliche Kapazität hinzu, die sich im Zuge des Hochlaufs schrittweise entwickelt.

Auf dem Weg zu 1,3 Millionen Tonnen

Perspektivisch sollen im neuen Spooler-Walzwerk jährlich rund 400.000 bis 450.000 Tonnen Spooler-Produkte entstehen. Insgesamt ergibt sich daraus perspektivisch eine Produktionskapazität von bis zu 1,3 Millionen Tonnen Stahl pro Jahr am Standort Riesa.

Mit dem geplanten Übergang in den Dreischichtbetrieb ab 2027 wird hierfür die Grundlage geschaffen. Voraussetzung dafür ist neben dem fortschreitenden Hochlauf der Anlage insbesondere die Nachfrageentwicklung im Markt. Zudem werden die Investitionen in die Schrottaufbereitung weiter fortgesetzt.

Das neue Spooler-Walzwerk ist Teil eines umfassenden Investitionsprogramms der Feralpi Group in Höhe von insgesamt über 220 Millionen Euro am Standort Riesa. Neben dem Ausbau der Walzkapazitäten umfasst dieses auch Maßnahmen in der Schrottaufbereitung sowie in der Energie- und Infrastruktur.

Technologisch setzt das Spooler-Walzwerk neue Maßstäbe: Es arbeitet im Scope 1 emissionsfrei und ermöglicht durch den Einsatz induktiver Prozesse eine besonders energieeffiziente Produktion.

(Quelle: Feralpi)

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