Unternehmen
Vor Europas größtem Oberflächenzentrum für Rohre: Ulrich Müller, Leiter Oberflächentechnik Werk Schloss Neuhaus, Thomas Michels, Chief Operating Officer (COO), Christian Wiethüchter, Chief Executive Officer (CEO), und Ralf Mathis, Vice President Geschäftsfeld Industrie und Handel, alle BENTELER Steel/Tube - Photo: Benteler
15.10.2022

Europas größtes Oberflächenzentrum für Rohre in Betrieb

Benteler hat am Standort Schloß Neuhaus eine neue Verzinkungsanlage für Hydraulik-Leitungsrohre in Betrieb genommen. Dafür investierte das Unternehmen 1,7 Millionen Euro in das Rohrwerk. Mit der neuen Anlage entsteht das größte Oberflächenzentrum für Rohre in Europa. Nachdem das Unternehmen bereits 2018 in eine Großrohrverzinkungsanlage für Hydraulik-Leitungsrohre investiert hatte, ist die neue Anlage nun speziell auf Kleinrohrabmessungen ausgelegt.

Die Nachfrage nach umweltfreundlichen Oberflächenbeschichtungen ist insbesondere bei kleineren Rohrdurchmessern (10 - 16 mm) in letzter Zeit stark gestiegen. Um dem Bedarf der Kunden gerecht zu werden, hat das Unternehmen nun in eine neue Verzinkungsanlage für Kleinrohrabmessungen investiert. Innerhalb von nur neun Monaten wurde die Verzinkungsanlage in Eigenregie konstruiert und in Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region aufgebaut. Neben den technischen Möglichkeiten stand Ressourcenschonung im Mittelpunkt des Bauvorhabens und so zeichnet sich die neue Anlage im Betrieb durch einen vergleichsweise geringen Strom- und Wasserverbrauch aus.

Durch die Erweiterung des Oberflächenzentrums werden zusätzliche Kapazitäten geschaffen.  Die neue Anlage kann bis zu 12.000 Kilometer Rohr pro Jahr verzinken – das entspricht beinahe dem Erddurchmesser – und gewährleistet damit Versorgungssicherheit für die Kunden.

Christian Wiethüchter, CEO Benteler Steel/Tube:
„Als Metall-Prozess-Spezialist mit mehr als 140 Jahren Erfahrung nutzen wir unsere umfassende Expertise, um erstklassige effiziente Fertigungsverfahren zu entwickeln. Uns ist es wichtig, sowohl technisch als auch werkstoffkundlich stets auf dem neuesten Stand zu sein. Das gilt auch bei der Anwendung verschiedener Technologien von der Stahlherstellung über die Warm- und Kaltformung bis zu diversen Anarbeitungsverfahren wie der Oberflächenbeschichtung. Als führendes Unternehmen bieten wir Kompetenz über die gesamte Wertschöpfungskette aus einer Hand, von der unsere Kunden und Partner in jeder Hinsicht profitieren“.

Durch die Erweiterung des Oberflächenzentrums erfüllt das Unternehmen den Bedarf der Kunden und stärkt zudem den Standort Schloß Neuhaus durch die Schaffung von rund zehn neuen Arbeitsplätzen. Hierfür werden Mitarbeiter aus der eigenen Aus- und Weiterbildung für den Einsatz an der Anlage qualifiziert. 

Die im Oberflächentechnikzentrum in Schloß Neuhaus produzierten Beschichtungssysteme, etwa ZISTA® Seal und ZISTAPLEX®, sind weltweit gefragt. Dabei arbeitet BENTELER nach dem Leitsatz: maximale Qualität und optimale Umweltverträglichkeit. Das gilt auch für den Korrosionsschutz.

„Unsere Oberflächenbeschichtungen sind besonders umweltfreundlich. Bereits seit 2016 produzieren wir Chrom VI-freie Beschichtungen der neuesten Generation. Somit entsprechen unsere Produkte sowohl den Anforderungen unserer Kunden, die immer höhere Korrosionsschutzvorgaben erfüllen müssen, als auch den EU-Vorgaben“, erklärt Thomas Michels, COO Benteler Steel/Tube.

Die Oberflächenlösungen schützen Bauteile wie Hydraulikleitungsrohre vor Korrosion und verlängern so die Lebensdauer von beispielsweise Bau- oder Landmaschinen. Durch die Erweiterung des Standorts Schloß Neuhaus können sich Produzenten unter anderem in Europa, Asien und den USA auch weiterhin auf die bewährte Qualität von beschichteten Rohren verlassen.

(Quelle: Benteler)

 

Schlagworte

2016AnarbeitungBentelerINGMesseMessungRohreStahlStahlherstellungTechnikTubeUmweltUnternehmenUSAVerzinkenWeiterbildungWerkstoffZusammenarbeit

Verwandte Artikel

Im Foyer des Eingang Nord wendet sich die High Potential Area speziell an den Nachwuchs
10.03.2026

wire & Tube 2026 mit High Potential Area und ecoMetals

Das Düsseldorfer Fachmesseduo präsentiert zwei Initiativen, die es in sich haben

Draht Düsseldorf Industrie Kabel Messe Nachwuchs Rohstoffe Stabstahl Tube Unternehmen
Mehr erfahren
Rohrfertigung bei Corinth Pipeworks
10.03.2026

Corinth Pipeworks übernimmt Rohrwerk in England

Der griechische Rohrhersteller hat die Rohrproduktionsanlage der Liberty Pipe im nordenglischen Hartlepool erworben

Dekarbonisierung Energie EU Handel Industrie Liberty Lieferketten Lieferung Ltd Offshore Produktion Rohre Saipem Stahl Unternehmen Wasserstoff
Mehr erfahren
09.03.2026

wire 2026 mit prallem Forumsprogramm

Als Teil des Rahmenprogramms der Fachmesse für Draht und Kabel sind auf der ‚Forum Stage Cable & Wire‘ spannende Tagesforen und Diskussionsrunden geplant

Anlagen Anlagenbau Draht Entwicklung Essen EU Industrie Innovation Italien Kabel Messe Nachhaltigkeit Tube USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Rechtsanwältin Melina Jenkner von Heidemann Küthe Rechtsanwälte
09.03.2026

HOK Maschinenbau übernimmt Vermögenswerte der SCHUBERT GROUP

Mit Wirkung zum 1. März 2026 übernimmt die HOK Maschinenbau GmbH aus Hückeswagen im Rahmen einer übertragenden Sanierung die Vermögenswerte sowohl der Schubert Maschinen-...

Anlagen Anlagenbau Automation Automobil Bonn Bund Deutschland Energie Ennepetal Erfolgsfaktor Ergebnis Essen EU Gesellschaft Handel Industrie ING KI Lieferung Mannheim Maschinenbau Messtechnik Metallverarbeitung Modernisierung Optimierung Presse Pressen Reparatur Restrukturierung Sanierung Service Stabstahl Stahl Steuerung Technik TEMA Umformen Umformtechnik Unternehmen Wirtschaft
Mehr erfahren
David Algermissen, Abteilungsleiter Sekundärrohstoffe/Schlackenmetallurgie im FEhS – Institut für Baustoff-Forschung, welches das Projekt koordiniert hat: „Die Arbeiten mit diesem großartigen Konsortium waren sehr erfolgreich. Es konnte sowohl Basiswissen rund um die Elektroroheisenschlacke aufgebaut werden bis hin zu Pilotversuchen zur Erzeugung von Hüttensand 2.0 im Tonnenmaßstab und die Prüfung im Zement und Beton. Nächste Schritte sind die normativen und rechtlichen Rahmenbedingungen, damit das Material auch zeitnah seinen Weg in den Markt finden kann, sobald die Schlacke bei thyssenkrupp entsteht.“ Das im Jahr 2021 gestartete Forschungsvorhaben „SAVE CO2“ von thyssenkrupp Steel, Heidelberg Materials, dem Institut für Technologien der Metalle der Universität Duisburg-Essen, Fraunhofer UMSICHT und FEhS-Institut wurde im Rahmen der Fördermaßnahme KlimPro-Industrie vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie der Europäischen Union/NextGenerationEU gefördert und durch den DLR Projektträger betreut.
05.03.2026

Schlacken aus dekarbonisierter Stahlherstellung für Zement geeignet

Neue Schlacken, die bei der dekarbonisierten Stahlherstellung auf der Direktreduktionsroute im Einschmelzer entstehen, eignen sich als latent hydraulische Bindemittel in...

Bund CO2 CO2-Emissionen Direktreduktion Duisburg Einsatzstoffe Eisenschwamm Emissionen Energie Ergebnis Essen EU Forschung Forschungsprojekt Fraunhofer Hochofen Industrie ING Klima Metallurgie Produktion Roheisen Rohstoffe Schmelze Stahl Stahlherstellung Technik Thyssen thyssenkrupp Umwelt Wirtschaft
Mehr erfahren