Wirtschaft
Ulrich Flatken, WSM-Präsident: - Photo: Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM)
18.02.2026

Klares „Ja“ zum Local Content - kein Protektionismus, sondern Realismus

Ein klares „Ja“ zum „Local Content“ kommt vom Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM). Der Verband, der sich stets für freien Handel eingesetzt hat, sieht angesichts internationaler Barrieren nur diesen Weg:

Auf die gegen die Europäische Industrie gerichtete Handelspolitik aus den USA und China müssen wir angemessen reagieren: mit breiten europäischen Local Content Regelungen – auch für den privaten Beschaffungssektor. Sie sichern Produktion und Wertschöpfung, Arbeit und Steueraufkommen für ein resilientes Europa“, so Hauptgeschäftsführer Christian Vietmeyer.

Der Verband fordert die Regierung auf, sich in Brüssel für ein Rahmenwerk im Sinne von „Buy European“ einzusetzen, das verbindlich, praxistauglich und strategisch ausgerichtet ist. Und die Fairness zurückbringt.

„Wenn andere ihre Märkte abschotten bzw. auf die europäischen Märkte drängen, gibt es für uns genau diesen Weg“

„Unser Wunsch erwächst nicht aus protektionistischen Zielen, sondern aus dem Realismus. Wir dürfen nicht naiv sein,“ so Vietmeyer.

Der WSM sieht eine breite EU-Content-Vorgabe als einzige Lösung, solange EU-Produzenten global deutlich schlechtere Wettbewerbsbedingungen haben:

„Wenn andere ihre Märkte abschotten bzw. auf die europäischen Märkte drängen, gibt es für uns genau diesen Weg“,

so die Vertreter von rund 5.000 mittelständischen Stahl- und Metall verarbeitenden Unternehmen. Faire Wettbewerbsbedingungen, eine gesicherte industrielle Wertschöpfung und die Unabhängigkeit von stark subventionierten Importen sind für die Industrie überlebenswichtig.

 

Prämien nur für E-Autos aus europäischer Fertigung

Mit Blick auf Local Content fordert der WSM auch, Prämien ausschließlich für E-Autos aus europäischer Fertigung zu geben.
 
„Es macht wenig Sinn, dass andere Wirtschaften von Subventionen profitieren, die hiesige Steuerzahler finanzieren. Die Mittel sollten der europäischen Wirtschaft zugutekommen“, so WSM-Präsident Ulrich Flatken.
 

Kein Rückzug aus globalem Handel – Mittel, um Marktverzerrungen entgegenzutreten

Der WSM versteht die Bedenken gegenüber Local Content hinsichtlich Umsetzung und potenzieller internationaler Handelskonflikte. Für den Verband ist eine moderne Local Content Strategie aber „kein Rückzug aus dem globalen Handel, sondern ein Mittel, um Marktverzerrungen entgegenzutreten und Innovationskraft in Europa zu halten.  Der Ansatz sollte europäisch koordiniert und international eingebunden sein. Und dabei Liefer- und Wertschöpfungsketten schonen.“
 
(Quelle: Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V.)

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BundChinaEssenEUHandelHandelskonfliktIndustrieINGInnovationMesseMetallverarbeitungPolitikProduktionStahlStrategieUnternehmenUSAWettbewerbWirtschaftWirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V.WSM

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