Unternehmen
Frank Koch, CEO der Swiss Steel Group - Photo: Swiss Steel Group
31.05.2022

Konformitätsbestätigung von TÜV SÜD erhalten

Im Rahmen ihrer Dekarbonisierungsstrategie hat die Swiss Steel Group, bei ihrem Schweizer Werk Steeltec AG und deren Töchtern in Deutschland und der Türkei, die Kohlenstoffbelastung ihrer Produktion verifizieren lassen und erzielt dabei ein Ergebnis, das sich sehen lässt. Im Fokus der Baseline Referenz-Betrachtung stand der gesamte Produktionsprozess von Stahlschmelze bis zur Blankstahlproduktion an den Steeltec Standorten.

Ausgerichtet auf die speziellen Bedürfnisse jedes einzelnen Herstellers, bildet das VERIsteel-Verfahren von TÜV SÜD alle relevanten Prozesse und Materialflüsse ab, um die CO2-Emissionen des Produktionsprozesses zu validieren. Dieser komplexe Ansatz zur Erfassung der CO2-Emissionen schafft eine transparente Messbasis sowohl für einzelne Maßnahmen als auch für den gesamten Dekarbonisierungsprozess. Das VERIsteel-Verfahren basiert auf der ISO/IEC 17029 und relevanten internationalen Standards zur Berichterstattung von Treibhausgasemissionen (wie ISO14064 und 14067 usw.). Steeltec hat im Rahmen des VERIsteel-Verfahrens nun erfolgreich die Baseline Referenz-Betrachtung erstellt und legt damit einen relevanten Grundstein für die weiteren Dekarbonisierungsschritte.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Während die Branche im Schnitt pro produzierter Tonne Rohstahl aus dem Hochofenprozess rund zwei Tonnen CO2 emittiert, liegt der Wert beim Stahlwerk der Steeltec bei gerade einmal 63kg (Scope 1 und 2) respektive 260kg (Scopes 1, 2 und 3 Upstream). Selbst bei der Betrachtung über die gesamte Produktion liegen die Steeltec Emissionswerte sehr deutlich unter denjenigen des weltweiten Branchenschnitts. Der Nachweis reduzierter CO2-Emissionen im Produktionsprozess ist ein Wettbewerbsvorteil für die gesamte Swiss Steel Group. Damit wird signalisiert, dass sie nachweislich aktive Maßnahmen zur Bewältigung der Klimakrise ergriffen hat und ihren Kunden heute schon Produkte mit deutlich tieferen CO2-Emissionen anbietet.

Dazu erklärte Frank Koch, CEO der Swiss Steel Group: „Die nachhaltige Stahlproduktion auf Basis der EAF-Technologie ist Teil unserer DNA. Wir werden den Wandel zu grünem Stahl in Europa anführen. Unsere führende Position in der ökologischen Stahlherstellung ausbauen und gleichzeitig die Effizienz deutlich steigern. Die Steeltec zählt schon heute zu den effizientesten Herstellern von CO2-reduziertem Stahl.  Nachhaltigkeit ist für uns nicht nur eine geschäftliche Aufgabe sondern auch eine gesellschaftliche Verpflichtung“. So Frank Koch weiter.

(Quelle: Swiss Steel Holding AG)

Schlagworte

BlankstahlCO2CO2-EmissionenDekarbonisierungDeutschlandEmissionenErgebnisEUFrank KochGesellschaftHochofenINGKlimaNachhaltigkeitProduktionProduktionsprozessSchmelzeStahlStahlherstellungStahlproduktionStahlwerkSteeltecStrategieSwiss Steel GroupSwiss STeel HoldingTürkeiWettbewerb

Verwandte Artikel

31.03.2026

VDE-Hinweis zu Netzrückwirkungen kommt Elektrostahlwerken entgegen

Eine jetzt veröffentlichte Broschüre von VDE FNN ist eine wertvolle Unterstützung für den Netzanschluss von elektrischen Anlagen mit EAFs größerer Leistung

Anlagen Elektrostahlwerk Elektrotechnik EU Industrie Klima Lichtbogenofen Netzanschluß Neubau Produktion Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Stahlwerk Strategie Technik Transformation VDEh
Mehr erfahren
Vertragsunterzeichnung bei Steel Authority of India (SAIL)
30.03.2026

SAIL bestellt Kokereitechnik für das Burnpur-Projekt

SMS group hat zusammen mit dem Konsortialpartner MCK Kutty Engineers Pvt. Ltd. einen Auftrag über die Lieferung von zwei Trockenlöschanlagen erhalten

Automation Betriebssicherheit Digitalisierung Emissionen Energie Energieeffizienz EU Hochofen Inbetriebnahme Indien ING KI Kokerei Koks Koksofen Koksofenbatterie Lieferung Ltd Ltd. Modernisierung Montage Nachhaltigkeit Partnerschaft Paul Wurth Service Stahl Stahlerzeugung Stahlwerk Umwelt USA Wurth Zusammenarbeit
Mehr erfahren
: Clarissa Odewald (CEO von thyssenkrupp Rasselstein) mit der neuen Weißblechdose aus bluemint® Steel
30.03.2026

Henkel setzt auf CO₂-reduzierte Verpackung aus CO2-reduziertem Stahl

Der Verpackungsstahlhersteller thyssenkrupp Rasselstein unterstützt Henkel bei der weiteren Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks seiner Verpackungen.

Blech Deutschland Emissionen EU Hochofen Industrie ING Klima Metallverpackung Nachhaltigkeit Recycling Rohstoffe Schrott Stahl Stahlherstellung Thyssen thyssenkrupp Thyssenkrupp Rasselstein Transformation Unternehmen USA Verpackungsstahl Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Die Werke von thyssenkrupp Electrical Steel in Gelsenkirchen und Isbergues stellen kornorientiertes Elektroband her – ein Schlüsselmaterial für Transformatoren in Umspannwerken und Windkraftanlagen. Aufgrund der sich weiter verschärfenden Importkrise reagiert thyssenkrupp Steel mit weiteren Produktionskürzungen. Daher wird der Standort Isbergues von Juni bis September komplett geschlossen
27.03.2026

Importkrise bei kornorientiertem Elektroband

Die Importkrise auf dem Markt für kornorientiertes Elektroband verschärft sich weiter. thyssenkrupp Steel reagiert darauf mit weiteren Produktionskürzungen.

Anlagen Elektroband Energie Energiewende Energiewirtschaft Entwicklung EU EU-Kommission Gesellschaft Handel HZ ING KI Produktion Stahl Studie Thyssen thyssenkrupp Transport Unternehmen Werkstoff Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren
27.03.2026

Globale Stahl-Überkapazitäten sind ernsthafte Gefahl für Europas Industrie

Die jüngsten OECD-Zahlen bestätigen die existenzielle Gefahr für Europas Stahlindustrie. EUROFER drängt die EU zu handeln.

Ergebnis Essen EU EUROFER Handel HZ Industrie ING Investition Paris Produktion Stahl Stahlhandel Stahlmarkt Stahlproduktion
Mehr erfahren