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Arbeiten am Hochofen A - Photo: © Salzgitter AG/ neon4
22.09.2026

Letzter Abstich an Hochofen A bei HKM in Duisburg

Für die Mitarbeitenden der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) war es ein emotionaler Moment des Abschieds und gleichzeitig ein wichtiges Signal für die Zukunft. Nach mehr als 53 Produktionsjahren erfolgte am vergangenen Samstag auf dem HKM-Gelände in Duisburg der letzte Abstich an Hochofen A. Die 1973 erstmals in Betrieb genommene Anlage wurde im Zuge der Umstellung auf eine nahezu CO2-neutrale Stahlproduktion dauerhaft stillgelegt. Damit treibt die Salzgitter AG ihre Transformationsstrategie auch bei ihrer Konzerntochter HKM weiter konsequent voran. Zukünftig soll in Duisburg ab 2029 mit einem Elektrolichtbogenofen CO2-reduzierter Stahl produziert werden.  

Mit einem Abstichgewicht von 285 t und einer Kapazität von bis zu 2,5 Mio. t pro Jahr wird die neue Anlage der größte Elektrolichtbogenofen Deutschlands und der zweitgrößte innerhalb der Europäischen Union. Das Vorhaben wird mit 200 Mio. Euro im Rahmen des Förderprogramms „Bundesförderung Industrie und Klimaschutz“ durch den Bund und das Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Die konkrete Umsetzung des Bauprojekts hat im August 2026 begonnen. Die Fertigstellung des Elektrolichtbogenofens ist für 2029 geplant.  

Bis dahin wird Hochofen B für eine reibungslose Fortsetzung der Produktion in Duisburg sorgen. Die Anlage wurde vor wenigen Wochen nach mehrmonatiger Zustellung wieder hochgefahren. Im vergangenen Jahr hatten die beiden Hochöfen der HKM zusammen etwa 4 Mio. t Roheisen produziert. In diesem Jahr wird aufgrund der Zustellung von Hochofen B sowie der jetzt erfolgten Außerbetriebnahme von Hochofen A mit einer Roheisenproduktion von etwa 3 Mio. t kalkuliert. Ab 2027 beträgt die Kapazität jährlich bis zu 2,5 Mio. t, zunächst mit einem Hochofen und später dann mit einem Elektrolichtbogenofen.    

Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, kommentiert:
„Mit der Außerbetriebnahme des Hochofens A bei HKM in Duisburg kommen wir unserem Ziel, einen entscheidenden Beitrag zum Erreichen der deutschen Klimaziele zu leisten, wieder einen Schritt näher. Als Salzgitter AG wollen wir die Transformation hin zu einer nahezu CO2-neutralen Stahlproduktion bis Mitte der 2030er Jahre abgeschlossen haben. Mit dem Bau des Elektrolichtofenbogens als Ersatz für die klassische Hochofenroute setzen wir daher auch in Duisburg die Strategie des Salzgitter-Konzerns konsequent um und stärken unsere Position als führender Anbieter von grünem Stahl für industrielle Wertschöpfungsketten. Ich möchte mich ausdrücklich bei allen Mitarbeitenden bedanken, die in den vergangenen Jahren mit ihrem Einsatz am Hochofen A die Basis für den Erfolg der HKM und eine positive Zukunft des Unternehmens gelegt haben. Ich kann nachvollziehen, dass der Abschied von dieser Anlage für viele von ihnen sehr emotional ist.“  

Andreas Betzler, Sprecher der Geschäftsführung der HKM, ergänzte:
„Für viele Kolleginnen und Kollegen ist die dauerhafte Außerbetriebnahme von Hochofen A ein emotionaler Abschied, denn die Anlage steht für industrielle Leistungsfähigkeit und den großen ganzer Generationen bei HKM.  

Sebastian Tauchert, Leitung Produktion Hochofen bei HKM:
„Für meine Mannschaft und mich ist der letzte Abstich an Hochofen A ein besonderer Moment. Viele Kolleginnen und Kollegen haben einen großen Teil ihres Berufslebens an dieser verbracht und sie bis zuletzt mit hohem Engagement und großer Professionalität gefahren. Wir sind stolz darauf, was wir mit Hochofen A über Jahrzehnte gemeinsam geleistet haben. Und gleichzeitig sind wir bereit, den Weg hin zu einer zukunftsfähigen, nahezu CO₂-neutralen Stahlproduktion mit gleicher Einsatzbereitschaft weiterzugehen.“ 

Hochofen Seine erste Ofenreise hatte am 2. Mai 1973 begonnen. Seitdem wurden mit der Anlage in fünf Reisen etwa 93 Mio. t Roheisen erzeugt. Der Hochofen besaß einen Stelldurchmesser von 10,3 Metern, ein Nutzvolumen von 2449 m3 sowie zwei Abstichlöcher. Wenige Tage vor dem letzten Abstich am vergangenen Samstag hatten die Hüttenwerke Krupp Mannesmann bereits die Batterie 2 der Kokerei außer Betrieb genommen. Auch den dort Beschäftigten dankt der Vorstand der Salzgitter AG ausdrücklich für den Einsatz und die Leistung in den vergangenen Jahren. Zusammen mit dem Start des Bauprojekts für den Elektrolichtbogenofen hat der Transformationsprozess bei HKM damit Fahrt aufgenommen. 

(Quelle: Salzgitter AG)

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