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Bau eines Fischerei-Terminals im Hafen von Egersund, Norwegen - Photo: Vestbetong AS
01.07.2022

Nachhaltige Lösungen für die Bauinfrastruktur

EcoSheetPile™ Plus-Reihe von ArcelorMittal

ArcelorMittal hat einen weiteren Meilenstein auf seinem Weg zur angestrebten Klimaneutralität im Jahr 2050 gesetzt. Mit der EcoSheetPile™ Plus-Reihe präsentierte ArcelorMittal Europe – Long Products auf der Bauma vom 24. bis 30. Oktober in München Stahlspundwände mit einem deutlich reduzierten CO₂-Fußabdruck. EcoSheetPile™ Plus wird bereits erfolgreich in einigen großen europäischen Infrastrukturprojekten eingesetzt.

Die EcoSheetPile™ Plus-Produktreihe von Stahlspundwänden ist Teil von ArcelorMittals Marke XCarb®, einem recycelten und erneuerbar hergestellten Stahl. Die Produkte werden in einem Elektrolichtbogenofen aus 100 Prozent recyceltem Material und mit 100 Prozent erneuerbarer Energie aus Wind- und Solarquellen hergestellt.

Zertifiziert durch eine spezielle Umweltproduktdeklaration (Environmental Product Declaration, EPD), verursacht die Produktion der EcoSheetPile™ Plus-Reihe nur 370 kg CO₂-eq. pro Tonne Stahl. Im Vergleich dazu lagen die durchschnittlichen CO₂-Emissionen in der weltweiten Stahlindustrie für alle Produktionswege (konventionell und elektrisch) im Jahr 2020 bei etwa 1,85 Tonnen CO₂-eq. pro Tonne produzierter Stahlprodukte. Darüber hinaus ist ein unabhängig ausgestellter Herkunftsnachweis für den erneuerbaren Strom enthalten.

„Die Bauindustrie ist eines der anspruchsvollsten Industriesegmente in Bezug auf die Dekarbonisierung. Die Vorschriften werden immer strenger, vor allem im öffentlichen Sektor. Neue Projekte werden nur genehmigt, wenn der CO₂-Fußabdruck den Anforderungen entspricht“, sagt Tapas Rajderkar, Chief Marketing Officer von ArcelorMittal Europe – Long Products.

„Einige Länder, wie die Niederlande, haben damit begonnen, Umweltkriterien in ihre Ausschreibungsverfahren für neue öffentliche Infrastrukturen einzubeziehen. Die Umweltleistung der verschiedenen Angebote wird fair bewertet und monetarisiert, wodurch nachhaltigere Lösungen einen Vorteil erhalten. Wir sind stolz darauf, der weltweit führende Hersteller von warmgewalzten Stahlspundwänden zu sein und auch bei der Innovation und dem Angebot von Spundwandprodukten mit einem deutlich reduzierten CO₂-Fußabdruck eine führende Rolle zu spielen.“

Gemäß seiner eigenen Net-Zero-Strategie und in Übereinstimmung mit den Kundenanforderungen setzt ArcelorMittal die Stahlspundbohlen der EcoSheetPile™ Plus-Reihe bereits erfolgreich in mehreren europäischen Großprojekten ein, zum Beispiel beim Bau eines neuen Fischerei-Terminals im Hafen von Egersund, Norwegen. Dort werden 2.200 Tonnen geradlinige Spundbohlen des Typs AS 500 zu großen, kreisrunden Zellenstrukturen verbaut. Sie werden mit dem vor Ort ausgebaggerten Sand gefüllt, um den Tiefgang des Hafens zu erhöhen und Transportemissionen zu vermeiden.

Der CO₂-Fußabdruck einer neuen Kaimauer in Ribécourt am künftigen Seine-Nord-Europa-Kanal in Frankreich wird dank der EcoSheetPile™ Plus-Reihe erheblich reduziert. Die neue Wasserstraße wird Frankreich mit dem nordeuropäischen Netz verbinden und den Wassertransport anstelle des Straßentransports fördern: Einige Lastkähne transportieren so viel Fracht wie 220 Lastwagen. Das kombinierte HZ®/AZ®-Wandsystem von ArcelorMittal wird für den Bau einer 200 Meter langen Kaimauer verwendet. Insgesamt werden 910 t HZ 880M A-12 Königspfähle und AZ 13-770 Zwischenspundbohlen verwendet. Nach Fertigstellung wird der Ribécourt-Kai für die Anlieferung von Baumaterialien für den weiteren Kanalbau genutzt.

Auf der Bauma können die Besucher auch erfahren, was die Zukunft der "Smart Sheet Piles" bringt. Die intelligenten Spundwandlösungen – zum Beispiel in Kaimauern, Hochwasserschutzwänden oder Brücken eingebaut – verfügen über verschiedene Arten von Sensoren, die in Echtzeit Daten sammeln und an KI-Systeme übertragen. Die Daten helfen, Wartungspläne zu verbessern und damit kostensparender zu agieren – und sie sorgen für eine längere Lebensdauer der Infrastruktur. Nicht zuletzt spielt auch der erhöhte Sicherheitsaspekt eine große Rolle. Mit Hilfe von Alarmsystemen können potenzielle Zwischenfälle früher erkannt und beispielsweise Überschwemmungen verhindert werden.

„Eine Live-Demonstration des technischen Konzepts – Sensoren, die mit Spundwänden verbunden sind und Daten aus der Ferne in ein Echtzeit-Überwachungs-Dashboard einspeisen – wird das Herzstück unseres Standes auf der Bauma sein“, erklärt Tapas Rajderkar.

(Quelle: ArcelorMittal)

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