Produkte
In dieser Woche wurde das erste Stahlcoil an das hauseigene Stahlzentrum in Schwerte geliefert. - Foto: Niedax
01.07.2023

Niedax bezieht erstmals CO2-reduzierten Stahl

In dieser Woche wurde das erste Stahlcoil an das hauseigene Stahlzentrum in Schwerte geliefert, das von der Niedax-Tochtergesellschaft Boecker Stahl-Service betrieben wird. Die CO2-Emissionen bei der Herstellung der 22 Tonnen schweren, feuerverzinkten Coils wurden im Zuge eines unabhängig zertifizierten Insetting-Prozesses um 85 Prozent reduziert. Das entspricht einer CO₂-Einsparung von etwa 45 Tonnen – vergleichbar mit den jährlichen Emissionen von 33 Pkw.

Der CO2-emissionsreduzierte Stahl ermöglicht es der Niedax Group, Kabelmanagementsysteme für große Infrastrukturprojekte im eigenen Stahl-Service-Center mit einer deutlich günstigeren Klimabilanz herzustellen. In den kommenden Wochen erwartet die Niedax Group weitere Lieferungen des Optemis® Carbon Lite-Stahls.

Optemis® Carbon Lite ist ein vollständig zertifiziertes Konzept, das von den unabhängigen Zertifizierungsstelle DNV, einer Organisation für Wirtschaftsprüfung und Risikomanagement, verifiziert wurde. 

Bruno Reufels, CEO der Niedax Group, sieht in der Verarbeitung dieser Stahlcoils im eigenen Stahl-Service-Center einen bedeutenden Schritt in Richtung Emissionsreduktion und einer nachhaltigeren Zukunft:
„Als einer der weltweit führenden Hersteller von Kabelmanagementsystemen sind wir verpflichtet, nachhaltig zu wirtschaften und den CO2-Fußabdruck unserer Produkte zu reduzieren. Daher investieren wir in neue Technologien und freuen uns über die Zusammenarbeit mit Tata Steel UK im Rahmen der Initiative für kohlenstoffreduzierte Stahlprodukte. Wir verzeichnen bereits ein erstes Interesse aus verbrauchernahen Branchen wie dem Baugewerbe oder der Automobilindustrie. Perspektivisch möchten wir deren Nachfrage nach emissionsreduziertem Stahl gezielt bedienen.“

Tata Steel UK ist sich des Ausmaßes an derzeit noch unvermeidlichen CO2-Emissionen im Stahlherstellungsprozess bewusst und möchte mit dem von neutraler Seite zertifizierten Insetting-Prozess eine Vorreiterrolle bei der Produktion von emissionsreduziertem Stahl einnehmen. Das Unternehmen investiert dazu in zahlreiche Projekte zur Reduzierung seiner CO2-Emissionen.

Die Einsparungen aus diesen Projekten können über den Optemis® Carbon Lite-Stahl an die Kunden weitergegeben werden, sodass diese unmittelbar Einsparungen innerhalb ihrer Wertschöpfungskette bei den Scope-3-Emissionen gemäß GHG-Protocol erzielen können.  

Anil Jhanji, Chief Commercial Officer von Tata Steel UK, betont:
„Wir haben uns verpflichtet, unsere Emissionen zu reduzieren: Unser Ziel ist es, bis zum Jahr 2045 eine CO2-neutrale Stahlproduktion zu erreichen und die Emissionen bis zum Jahr 2030 um mindestens 30 Prozent zu senken“, betont Anil Jhanji, Chief Commercial Officer von Tata Steel UK. Jede Tonne Carbon Lite-Stahl, die wir verkaufen, trägt dazu bei, weitere CO₂-sparende Projekte zu finanzieren, was unseren Wandel zur Dekarbonisierung beschleunigt.

Deshalb ist diese erste Lieferung an ein international führendes Unternehmen wie die Niedax Group ein wichtiger Schritt auf unserem Weg zu einem kohlenstoffneutralen Stahlangebot."

(Quelle: Niedax Gruppe)

Schlagworte

AutomobilCO2CoilsDekarbonisierungEinsparungEmissionenEUGesellschaftGroßbritannienIndustrieINGKlimaLieferungManagementsystemProduktionServiceStahlStahlcoilStahlherstellungStahlproduktionTata SteelUnternehmenUSAVerkaufWirtschaftZusammenarbeit

Verwandte Artikel

Im Foyer des Eingang Nord wendet sich die High Potential Area speziell an den Nachwuchs
10.03.2026

wire & Tube 2026 mit High Potential Area und ecoMetals

Das Düsseldorfer Fachmesseduo präsentiert zwei Initiativen, die es in sich haben

Draht Düsseldorf Industrie Kabel Messe Nachwuchs Rohstoffe Stabstahl Tube Unternehmen
Mehr erfahren
09.03.2026

wire 2026 mit prallem Forumsprogramm

Als Teil des Rahmenprogramms der Fachmesse für Draht und Kabel sind auf der ‚Forum Stage Cable & Wire‘ spannende Tagesforen und Diskussionsrunden geplant

Anlagen Anlagenbau Draht Entwicklung Essen EU Industrie Innovation Italien Kabel Messe Nachhaltigkeit Tube USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Rechtsanwältin Melina Jenkner von Heidemann Küthe Rechtsanwälte
09.03.2026

HOK Maschinenbau übernimmt Vermögenswerte der SCHUBERT GROUP

Mit Wirkung zum 1. März 2026 übernimmt die HOK Maschinenbau GmbH aus Hückeswagen im Rahmen einer übertragenden Sanierung die Vermögenswerte sowohl der Schubert Maschinen-...

Anlagen Anlagenbau Automation Automobil Bonn Bund Deutschland Energie Ennepetal Erfolgsfaktor Ergebnis Essen EU Gesellschaft Handel Industrie ING KI Lieferung Mannheim Maschinenbau Messtechnik Metallverarbeitung Modernisierung Optimierung Presse Pressen Reparatur Restrukturierung Sanierung Service Stabstahl Stahl Steuerung Technik TEMA Umformen Umformtechnik Unternehmen Wirtschaft
Mehr erfahren
Primetals Technologies wird eine Pelletieranlage, drei Pfannenöfen und zwei RH-Entgaser an SAIL IISCO liefern. Das Foto zeigt Vertreter beider Unternehmen bei der Vertragsunterzeichnung.
05.03.2026

SAIL IISCO kooperiert mit Primetals Technologies

Steel Authority of India Limited (SAIL), ein führender indischer Stahlproduzent, erweitert sein IISCO-Stahlwerk in Burnpur und wählte dafür Primetals Technologies als Lie...

Anlagen Antrieb Deutschland Digitalisierung Draht EU Greenfield-Projekt HZ Indien Industrie ING KI Legierungen Lieferung Ltd Ltd. Metallurgie Optimierung Partnerschaft Primetals Produktion Prozessoptimierung Sensoren Spezialstahl Stahl Stahlindustrie Stahlwerk Steuerung Temperatur Unternehmen USA Vakuumpumpe Zusammenarbeit
Mehr erfahren
David Algermissen, Abteilungsleiter Sekundärrohstoffe/Schlackenmetallurgie im FEhS – Institut für Baustoff-Forschung, welches das Projekt koordiniert hat: „Die Arbeiten mit diesem großartigen Konsortium waren sehr erfolgreich. Es konnte sowohl Basiswissen rund um die Elektroroheisenschlacke aufgebaut werden bis hin zu Pilotversuchen zur Erzeugung von Hüttensand 2.0 im Tonnenmaßstab und die Prüfung im Zement und Beton. Nächste Schritte sind die normativen und rechtlichen Rahmenbedingungen, damit das Material auch zeitnah seinen Weg in den Markt finden kann, sobald die Schlacke bei thyssenkrupp entsteht.“ Das im Jahr 2021 gestartete Forschungsvorhaben „SAVE CO2“ von thyssenkrupp Steel, Heidelberg Materials, dem Institut für Technologien der Metalle der Universität Duisburg-Essen, Fraunhofer UMSICHT und FEhS-Institut wurde im Rahmen der Fördermaßnahme KlimPro-Industrie vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie der Europäischen Union/NextGenerationEU gefördert und durch den DLR Projektträger betreut.
05.03.2026

Schlacken aus dekarbonisierter Stahlherstellung für Zement geeignet

Neue Schlacken, die bei der dekarbonisierten Stahlherstellung auf der Direktreduktionsroute im Einschmelzer entstehen, eignen sich als latent hydraulische Bindemittel in...

Bund CO2 CO2-Emissionen Direktreduktion Duisburg Einsatzstoffe Eisenschwamm Emissionen Energie Ergebnis Essen EU Forschung Forschungsprojekt Fraunhofer Hochofen Industrie ING Klima Metallurgie Produktion Roheisen Rohstoffe Schmelze Stahl Stahlherstellung Technik Thyssen thyssenkrupp Umwelt Wirtschaft
Mehr erfahren