Das tschechische Stahlunternehmen Nová Huť in Ostrava baut die Zusammenarbeit mit bewährten Lieferanten aus, zu denen nun auch das slowakische Hüttenwerk Železiarne Podbrezová gehört. Dessen Knüppel gehören zu den Rohstoffen, die in der Mittelprofil-Walzstraße von Nová Huť weiterverarbeitet werden. Hochwertiges Vormaterial ist eine der grundlegenden Voraussetzungen für eine stabile Produktion und die Qualität der daraus hergestellten Stahlprodukte.
Die aus der Slowakei gelieferten Knüppel erfüllen die erforderlichen Produktionsstandards und tragen zum reibungslosen Ablauf und zur Stabilität der Produktion bei. Železiarne Podbrezová stellt Stahl aus recyceltem Stahlschrott in einem Lichtbogenofen her. Anschließend wird er in einem Pfannenofen weiterverarbeitet, wo seine chemische Zusammensetzung präzise angepasst wird, um die erforderlichen Qualitätsparameter zu erreichen.
„Für unsere Produktion ist nicht nur die Qualität des Rohstahls wichtig, sondern auch die Zuverlässigkeit der Versorgung. Unsere Partnerschaft mit Železiarne Podbrezová ist für uns in beiden Punkten sinnvoll. Ein weiterer Vorteil ist die geografische Nähe, die es uns ermöglicht, flexibel auf die Bedürfnisse der Produktion und unserer Kunden einzugehen“, sagt Radek Strouhal, Geschäftsführer von Nová Huť.
Die Nähe der beiden Produktionsstätten bedeutet zudem kürzere Logistikwege und einen schnelleren Materialtransport. In Zeiten schwankender Nachfrage kann eine flexible Logistik somit ein entscheidender Faktor bei der Planung der Produktion und der Kundenlieferungen sein.
Die Zusammenarbeit mit Železiarne Podbrezová ist Teil des langfristigen Konzepts von Nová Huť, das auf stabilen Lieferantenbeziehungen und der Auswahl hochwertiger, bewährter Partner basiert.
„In der Stahlindustrie ist die Zuverlässigkeit der Partner genauso wichtig wie die Qualität des Materials. Mit Železiarne Podbrezová bekommen wir beides“, fügt Radek Strouhal hinzu.
Neues Elektrostahlwerk geplant
Nová Huť übernahm im Oktober 2025 das Hauptwerk von Liberty Ostrava aus der Insolvenz. Die Upstream-Bereiche des vormals integrierten Hüttenwerks – Hochöfen, Stahlwerk und Kokerei – sind stillgelegt. Die Produktion im Rohrwerk, Warmbandwerk und das Langproduktwalzwerk läuft weiter.
Um wieder über eine eigene Rohstahlproduktion zu verfügen, plant Nová Huť den Bau eines Lichtbogenofens mit einer Kapazität von bis zu 1,5 Millionen Tonnen Stahl pro Jahr neben kleineren strategischen Investitionen.
(Quelle: NOVÁ HUŤ s.r.o)
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