Unternehmen
Ein Grund zum Feiern: Die OTH Oberflächentechnik Hagen hat die Zertifizierung EN 9100:2018 für Luft- und Raumfahrt und Verteidigung erreicht. Im Bild die Geschäftsführer Katharina (Mitte) und Udo Gensowski mit der internen Auditorin Saniya Karadal (li.) - Photo:  OTH Oberflächentechnik Hagen
15.07.2026

OTH Hagen setzt hochfliegende Pläne um

Die OTH Oberflächentechnik Hagen hat die Zertifizierung EN 9100:2018 für den hochsensiblen Sektor Luft- und Raumfahrt und Verteidigung erreicht. Ein echter Meilenstein für das nordrhein-westfälische Familienunternehmen, das seine Spezialisierung damit weiter vorantreibt.

Der Zertifizierungsprozess für Qualitätsmanagement-Norm EN 9100:2018 ist anspruchsvoll. Dazu gehören kontinuierliche Mitarbeiterschulungen, interne Überprüfungen, Pflichtaudits bei Lieferanten und ein mehrstufiges finales Audit. Die Zertifizierer durchleuchten den Bewerber im Detail. Um mögliche Risiken – Missverständnisse, Abweichungen, Fakes etc. – zu vermeiden, sind ausgereifte gelebte Prozesse Grundvoraussetzung. Die OTH Hagen hat alle Hürden genommen.

„Für uns ist die EN 9100:2018 ein weiterer konsequenter Schritt Richtung Qualität und Spezialisierung“, freuen sich Katharina und Udo Gensowski aus der Geschäftsleitung. „Unsere Motivation ist es, den Weg als Spezialist weiterzugehen. Durch die Zertifizierung wird unser Potential und Spezialwissen für die Außenwelt sichtbarer. Wir sind in der weltweiten Datenbank OASIS gelistet und für mögliche Neukunden aus dem Bereich der Luftfahrtzuliefererbranche bzw. den OEMs leichter zu finden.“

Das Unternehmen arbeitet seit Jahren für die Luftfahrtzulieferindustrie. Auch das war eine Voraussetzung für das Zertifikat. Die OTH Hagen ist zudem schon lange ISO 9001-zertifiziert – dies diente als Basis für die EN 9100. In den Voraudits hatte OTH, bedingt durch die langjährige Branchenerfahrung, bereits einen hohen Erfolgsgrad und nur sehr wenige Abweichungen.

Mitarbeiterschulungen und das tägliche konsequente Praktizieren von notwendigen Prozessen waren ein zentraler Kern des Zertifizierungsprozesses. Menschliche Fehler können im Bereich Luftfahrt massive Konsequenzen haben. Deshalb muss jeder im Unternehmen alle Pflichten jederzeit hundertprozentig mittragen.

„Das Anforderungsprofil reicht von absolut leserlichen handschriftlichen Notizen bis zu exakten Verhaltensregeln. Jeder Mitarbeiter muss hochsensibel mit Produkten umgehen und Fälschungen sofort erkennen. Selbst die Verschrottung von Teilen ist ein strikt festgelegter Prozess, der die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden erfordert,“ erklärt Katharina Gensowski.

Um dieses Produktionslevel dauerhaft zu halten, stehen auch künftig kontinuierlich Schulungen und Audits auf dem Programm. Nur so lässt sich die Arbeit auf dem hohen Niveau der Norm EN 9100 dauerhaft sichern.

(Quelle: OTH Oberflächentechnik Hagen)

Schlagworte

EssenEUIndustrieINGKILeuchtenProduktionSchrottSchulungTechnikUnternehmenUSAVerteidigungZertifikatZulieferindustrieZusammenarbeit

Verwandte Artikel

Eisenerzmine und Pelletieranlage von Mesabi Metallics in Minnesota, USA
05.10.2026

Mesabi Metallics plant den Bau eines Elektrostahlwerks in Iowa, USA

Investition in Höhe von 18 Milliarden US-Dollar zur Schaffung eines vollständig integrierten amerikanischen Stahlunternehmens, das das Bergwerk in Minnesota und den Stahl...

Bund Direktreduktion Energie Essen EU Indien Industrie Innovation Investition Lichtbogenofen Logistik Produktion Produktionsprozess Schrott Sinter SSAB Stahl Stahlunternehmen Stahlwerk Unternehmen USA
Mehr erfahren
Visualisierung der ersten Direktreduktionsanlage von thyssenkrupp Steel am Standort Duisburg
02.10.2026

Jacobs Solutions hat weiter die Bauleitung für die neue Direktreduktionsanlage in Duisburg

Der Vertrag des US-Industriedienstleisters für Aufgaben beim Bau der Direktreduktionsanlage von thyssenkrupp Steel in Duisburg wurde erweitert

Dekarbonisierung Deutschland Direktreduktion Duisburg Eisenerze Energie Energiewende Ergebnis EU Industrie ING Klima Logistik Montage Produktion Projektmanagement Rahmenvertrag Stahl Stahlproduktion Thyssen thyssenkrupp Transformation Umwelt USA Wasserstoff Wasserstoffbasiert Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Mit der Neuausrichtung werden die Kompetenzen für Lenkung, Dämpfung sowie Achs- und Systemlösungen gebündelt
02.10.2026

thyssenkrupp Automotive Technology richtet Fahrwerksgeschäft neu aus

Neue Aufstellung verbindet globale Technologiekompetenz mit stärkerer regionaler Verantwortung.

Anpassung Automobil Automotive Bund China Ennepetal Entwicklung Essen EU Europa Forschung Industrie ING Nordamerika Produktion Steuerung Unternehmen Verlag Wettbewerb Zulieferindustrie
Mehr erfahren
02.10.2026

Vorläufige Netzentgelte: Haushaltszuschuss zu den Übertragungsnetzkosten darf nicht gekürzt werden

Die Wirtschaftsvereinigung Stahl warnt vor den Folgen der geplanten Kürzung des Haushaltszuschusses und fordert, die erst Anfang des Jahres erreichten Entlastungen dauerh...

Deutschland Energie EU Industrie Stahl Stahlindustrie Unternehmen Wettbewerb Wirtschaft Wirtschaftsvereinigung Zahlen
Mehr erfahren
Dr. Tim M. Schwarz erhält einen DGM-Nachwuchspreis 2026 für seine Arbeiten zur atomgenauen Untersuchung von flüssig-fest Grenzflächen und Flüssigkeiten. Diese sind unter anderem für biologische, Batterie- und Katalysatormaterialien relevant. Überreicht wurde ihm der Preis von Prof. Gunther Eggeler (links) und Prof. Till Schneiders, Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM).
01.10.2026

Deutsche Gesellschaft für Materialkunde zeichnet Tilmann Hickel und Tim Schwarz aus

Max-Planck-Wissenschaftler erhalten DGM-Pionier- und DGM-Nachwuchspreis 2026

ABB Auszeichnung Automatisierung Bund Digitalisierung Eisenforschung Entwicklung Essen EU Forschung Gesellschaft HZ IMU Industrie ING Legierungen Materialforschung Max-Planck-Institut Nachwuchs Optimierung Stahl Strategie Studie USA Wasserstoff Werkstoff Werkstoffe
Mehr erfahren