Technik
Das mit dem österreichischen Staatspreis Innovation ausgezeichnete Team von Primetals Technologies bei der Preisverleihung in Wien. - Foto: Primetals Technologies
06.12.2023

Primetals erhält Staatspreis Innovation 2023

Primetals Technologies wurde vom österreichischen Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft (BMAW) mit dem "Staatspreis Innovation" ausgezeichnet. Der Staatspreis wurde am 16. November 2023 im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in Wien verliehen. HYFOR (Hydrogen-Based Fine Ore Reduction) ist ein grundlegend neues, wasserstoffbasiertes Direktreduktionsverfahren, das schon bald breite Anwendung finden wird.

Mit dem Staatspreis Innovation werden außergewöhnliche Leistungen österreichischer Unternehmen zur nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung des Landes ausgezeichnet. Bereits seit 2016 arbeitet das Expertenteam von Primetals Technologies Austria an der Entwicklung von HYFOR und nahm 2021 eine Pilotanlage in Donawitz in Betrieb, in der seither schon zahlreiche erfolgreiche Testkampagnen durchgeführt wurden.

Innovative Wirbelschichttechnologie

HYFOR ist ein wegweisendes Direktreduktionsverfahren ohne vorgeschaltete Agglomerationsschritte wie Sintern oder Pelletieren. Das Verfahren besteht aus drei Anlageteilen: einer Vorwärm-Oxidationseinheit, in der das Feinerz auf etwa 900 Grad erhitzt wird, einer Reduktionseinheit, in der durch Wirbelschichttechnologie und Wasserstoff die Sauerstoffpartikel aus dem Eisenoxid entfernt werden, um metallisches Eisen zu erzeugen, sowie einer Abgasaufbereitungsanlage, die den bei der Reduktion entstehenden Staub recycelt.

Im vergangenen Dezember unterzeichnete Primetals Technologies eine Absichtserklärung mit seinen Partnern Fortescue und voestalpine Bei Fortescue handelt es sich um ein weltweit führendes Unternehmen in der Bergbau- und Schwerindustrie, voestalpine ist ein global agierender Vorreiter im Bereich der Stahlerzeugung.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, auf Basis der Primetals-Technologies-Lösungen HYFOR und Smelter eine Prototypanlage für eine Net-Zero-Eisenproduktion im industriellen Maßstab zu realisieren. Bei der innovativen Smelter-Technologie handelt es sich um einen elektrisch betriebenen Ofen, der für das Schmelzen und die finale Reduktion von direkt reduziertem Eisen eingesetzt wird.

Kosteneffizientes Net-Zero-Verfahren

Durch die enge Zusammenarbeit der gemischten Projektteams, zu denen auch Mitarbeiter der Mitsubishi Corporation, des strategischen Partners von Primetals Technologies, gehören, ist die Vorbereitung der Umsetzung der industriellen Prototypanlage abgeschlossen. Als nächstes folgen Montage und Implementierung.

Für Stahlproduzenten, die umweltfreundliche Alternativen zu ihren Hochöfen suchen, könnte HYFOR genau die richtige Lösung sein – Ein Netto-Null-Eisenerzeugungsprozess, der kostengünstiger ist als konventionelle Verfahren, weil durch den Wegfall der vorgeschalteten Sinter- und Pelletierprozesse die Investitions- und Betriebskosten reduziert werden.

(Quelle: Primetals Techologies)

Schlagworte

2016BergbauBundDirektreduktionDonawitzEisenerzeEntwicklungEUHandelIndustrieInnovationInvestitionMontageProduktionRoheisenSchmelzeSchmelzenSinterStahlStahlerzeugungUmweltUnternehmenUSAVoestalpineWasserstoffWasserstoffbasiertWirtschaftZusammenarbeit

Verwandte Artikel

Im Foyer des Eingang Nord wendet sich die High Potential Area speziell an den Nachwuchs
10.03.2026

wire & Tube 2026 mit High Potential Area und ecoMetals

Das Düsseldorfer Fachmesseduo präsentiert zwei Initiativen, die es in sich haben

Draht Düsseldorf Industrie Kabel Messe Nachwuchs Rohstoffe Stabstahl Tube Unternehmen
Mehr erfahren
09.03.2026

wire 2026 mit prallem Forumsprogramm

Als Teil des Rahmenprogramms der Fachmesse für Draht und Kabel sind auf der ‚Forum Stage Cable & Wire‘ spannende Tagesforen und Diskussionsrunden geplant

Anlagen Anlagenbau Draht Entwicklung Essen EU Industrie Innovation Italien Kabel Messe Nachhaltigkeit Tube USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Rechtsanwältin Melina Jenkner von Heidemann Küthe Rechtsanwälte
09.03.2026

HOK Maschinenbau übernimmt Vermögenswerte der SCHUBERT GROUP

Mit Wirkung zum 1. März 2026 übernimmt die HOK Maschinenbau GmbH aus Hückeswagen im Rahmen einer übertragenden Sanierung die Vermögenswerte sowohl der Schubert Maschinen-...

Anlagen Anlagenbau Automation Automobil Bonn Bund Deutschland Energie Ennepetal Erfolgsfaktor Ergebnis Essen EU Gesellschaft Handel Industrie ING KI Lieferung Mannheim Maschinenbau Messtechnik Metallverarbeitung Modernisierung Optimierung Presse Pressen Reparatur Restrukturierung Sanierung Service Stabstahl Stahl Steuerung Technik TEMA Umformen Umformtechnik Unternehmen Wirtschaft
Mehr erfahren
Primetals Technologies wird eine Pelletieranlage, drei Pfannenöfen und zwei RH-Entgaser an SAIL IISCO liefern. Das Foto zeigt Vertreter beider Unternehmen bei der Vertragsunterzeichnung.
05.03.2026

SAIL IISCO kooperiert mit Primetals Technologies

Steel Authority of India Limited (SAIL), ein führender indischer Stahlproduzent, erweitert sein IISCO-Stahlwerk in Burnpur und wählte dafür Primetals Technologies als Lie...

Anlagen Antrieb Deutschland Digitalisierung Draht EU Greenfield-Projekt HZ Indien Industrie ING KI Legierungen Lieferung Ltd Ltd. Metallurgie Optimierung Partnerschaft Primetals Produktion Prozessoptimierung Sensoren Spezialstahl Stahl Stahlindustrie Stahlwerk Steuerung Temperatur Unternehmen USA Vakuumpumpe Zusammenarbeit
Mehr erfahren
David Algermissen, Abteilungsleiter Sekundärrohstoffe/Schlackenmetallurgie im FEhS – Institut für Baustoff-Forschung, welches das Projekt koordiniert hat: „Die Arbeiten mit diesem großartigen Konsortium waren sehr erfolgreich. Es konnte sowohl Basiswissen rund um die Elektroroheisenschlacke aufgebaut werden bis hin zu Pilotversuchen zur Erzeugung von Hüttensand 2.0 im Tonnenmaßstab und die Prüfung im Zement und Beton. Nächste Schritte sind die normativen und rechtlichen Rahmenbedingungen, damit das Material auch zeitnah seinen Weg in den Markt finden kann, sobald die Schlacke bei thyssenkrupp entsteht.“ Das im Jahr 2021 gestartete Forschungsvorhaben „SAVE CO2“ von thyssenkrupp Steel, Heidelberg Materials, dem Institut für Technologien der Metalle der Universität Duisburg-Essen, Fraunhofer UMSICHT und FEhS-Institut wurde im Rahmen der Fördermaßnahme KlimPro-Industrie vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie der Europäischen Union/NextGenerationEU gefördert und durch den DLR Projektträger betreut.
05.03.2026

Schlacken aus dekarbonisierter Stahlherstellung für Zement geeignet

Neue Schlacken, die bei der dekarbonisierten Stahlherstellung auf der Direktreduktionsroute im Einschmelzer entstehen, eignen sich als latent hydraulische Bindemittel in...

Bund CO2 CO2-Emissionen Direktreduktion Duisburg Einsatzstoffe Eisenschwamm Emissionen Energie Ergebnis Essen EU Forschung Forschungsprojekt Fraunhofer Hochofen Industrie ING Klima Metallurgie Produktion Roheisen Rohstoffe Schmelze Stahl Stahlherstellung Technik Thyssen thyssenkrupp Umwelt Wirtschaft
Mehr erfahren