Unternehmen
Werk von thyssenkrupp Steel in Duisburg - Bild: thyssenkrupp AG
27.05.2025

thyssenkrupp AG treibt strategische Neuaufstellung voran

Der Vorstand der thyssenkrupp AG ist bei der Entwicklung eines strategischen Zielkonzepts für die zukünftige Ausrichtung des Gesamtkonzerns deutlich fortgeschritten und wird seine Absichten noch in diesem Geschäftsjahr dem Aufsichtsrat der thyssenkrupp AG vorstellen. Kern der Überlegungen ist es, schrittweise alle Geschäftsbereiche von thyssenkrupp zu verselbstständigen und für die Beteiligung Dritter zu öffnen.

Mit der eingeleiteten Abspaltung eines Minderheitsanteils von thyssenkrupp Marine Systems und dem angestrebten 50/50-Joint-Venture von thyssenkrupp Steel Europe mit EPG wurden hierfür bereits wichtige Weichenstellungen vorgenommen.

Ziel ist ein agiler und neu gegliederter Industriekonzern

In den kommenden Jahren sollen sich die Segmente Materials Services und Automotive Technology ebenfalls kapitalmarktfähig aufstellen und in die Eigenständigkeit folgen, sobald die dafür nötigen Voraussetzungen geschaffen sind. Auch das noch junge Segment Decarbon Technologies soll perspektivisch verselbstständigt werden – nachdem die Märkte für grüne Technologien entsprechend Fahrt aufgenommen haben.

Dabei strebt die thyssenkrupp AG – mit Ausnahme des geplanten Joint-Ventures – grundsätzlich an, nach Herstellung der Kapitalmarktfähigkeit Mehrheitsbeteiligungen an den Geschäftsbereichen zu halten. Ziel ist es, einen fokussierten, agilen und neu gegliederten Industriekonzern zu bilden: Die thyssenkrupp AG als strategische Konzernführungsgesellschaft mit starken, eigenverantwortlichen Unternehmen.

Miguel López, Vorstandsvorsitzender der thyssenkrupp AG, erläutert das Zielbild wie folgt:
„Mit der strategischen Neuaufstellung von thyssenkrupp setzen wir unseren eingeschlagenen Kurs entschlossen fort. Die künftige Eigenständigkeit unserer heutigen Segmente – mit dem Vorteil eines eigenen Kapitalmarktzugangs und der Möglichkeit für die Beteiligung Dritter – wird ihre unternehmerische Flexibilität erhöhen, ihre Investitionsvorhaben sowie Ergebnisverantwortung stärken und die Transparenz für Investoren verbessern.

Ein solcher Schritt ermöglicht es, das volle Wertschöpfungspotenzial der Geschäfte zu heben und ihre Eigenständigkeit gezielt für Investitionen, Marktchancen und weiteres Wachstum zu nutzen. Gleichzeitig behält die thyssenkrupp AG die Kontrolle und wird weiterhin an der zukünftigen Wertentwicklung der Geschäfte partizipieren.“

Klare Zukunftsaussichten

Die geplanten Maßnahmen stehen im Einklang mit der bereits angekündigten Strategie der thyssenkrupp AG, jedem Geschäft die bestmögliche Ausgangslage für profitables Wachstum und eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit zu bieten.

López sagt:
„thyssenkrupp nucera hat sich in ihrer heutigen Eigenverantwortung, mit direktem Zugang zu externen Kapitalquellen und klaren Eigentümerstrukturen positiv weiterentwickelt.“

Die thyssenkrupp AG hält an dem Unternehmen die Mehrheitsanteile. 

López erklärt weiter:
„Daran wollen wir anknüpfen. Wir sind davon überzeugt, dass die Segmente in einer eigenständigen Aufstellung die weltweiten Wachstumschancen ihrer Branchen am besten nutzen können und werden.“

Mit der Neuaufstellung bietet der Konzern seinen weltweit fast 96.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine klare Zukunftsperspektive.

Wilfried von Rath, CHRO und Arbeitsdirektor der thyssenkrupp AG, erklärt:
„Indem wir die Voraussetzungen für eine bestmögliche Entwicklung der Segmente schaffen, geben wir den Menschen bei thyssenkrupp eine gute und sichere Zukunft. Denn wettbewerbsfähige und zukunftsfähige Geschäfte sind die Grundvoraussetzung für langfristig sichere Arbeitsplätze.

Die weltweit hohe Strahlkraft der Marke sowie die starke emotionale Verbundenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit thyssenkrupp sind eine hervorragende Basis, um den Traditionskonzern unter neuen Vorzeichen wieder erfolgreich aufzustellen.“

(Quelle: thyssenkrupp AG)

Schlagworte

AufsichtsratAutomotiveBundDSVEntwicklungErgebnisEUGeschäftsjahrGesellschaftHZIndustrieINGInvestitionJoint-VentureServiceStrategieThyssenkrupp AGThyssenkrupp nuceraThyssenkrupp Steel EuropeUnternehmenVorstandWettbewerb

Verwandte Artikel

Laborversuch im 1-kg-Maßstab
29.09.2026

Outokumpu stellt EvoMaterials vor

Proprietäre Technologieplattform für die Herstellung CO₂-armer hochangereicherter Metalle – auf dem Weg zur Pilotproduktion

Bund Chrom DSV Emissionen Entwicklung EU Europa Forschung HZ Industrie ING Innovation KI Klima Legierungen Lieferketten Outokumpu Patent Produktion Projektmanagement Unternehmen USA Vereinbarung Verteidigung Vorstand Werkstoff Werkstoffe Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren
28.09.2026

steelbuy: Neue Plattform von tk accelis in den USA gestartet

Die Plattform unterstützt die Strategie von tk accelis, in Nordamerika zu expandieren und die Digitalisierung von Lieferketten voranzutreiben

Aluminium Blech Bleche Coils Digitalisierung Edelstahl EU Handel Industrie ING Lieferketten Modernisierung Nordamerika Service Stahl Stahlhandel Stahlindustrie Stahlwerk Strategie Tk accelis Unternehmen USA Verkauf Verlag Vertrieb
Mehr erfahren
25.09.2026

CO₂-Rechnung für Stahl könnte sich verdoppeln

EUROFER schätzt, dass die steigenden EU-CO₂-Abgaben den konventionellen Hochofenstahl nach 2030 drastisch verteuern werden

Dekarbonisierung Emissionen Energie Entwicklung Essen EU EUROFER Europa Handel Hochofen HZ IBU Importe Industrie ING Investition Klima Klimaneutraler Stahl Messe Schrott Transformation Unternehmen Verkauf Verlag Wettbewerb Wirtschaft Zahlen Zertifikat
Mehr erfahren
24.09.2026

Rohstahlerzeugung im August 2026: Weiterhin verhaltene Erholung

Die Rohstahlproduktion in Deutschland hat im August 2026 mit einem Plus von 1,7 Prozent im Vorjahresvergleich nur leicht zugelegt.

Deutschland EU Hochofen ING Konverter Produktion Rohstahlproduktion Schrott Stahl Stahlerzeugung Stahlproduktion Wirtschaft Wirtschaftsvereinigung
Mehr erfahren
Nicklas Magnusson, Leiter Sustainability & Safety bei Ovako
23.09.2026

Erstellung von Umweltproduktdeklarationen optimieren

Mit seiner digitalen Lösung kann Ovako, ein skandinavische Stahlhersteller, Umwelt-Produkt-Deklarationen (EPD) für Stahlprodukte in nur wenige Minuten erstellen.

Emissionen Energie Ergebnis Essen EU IBU Industrie ING KI Lieferketten Ltd Nachhaltigkeit Ovako Produktion Produktionsprozess Rohstoffe Spezialstahl Stahl Transport Umwelt Umweltproduktdeklaration USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren