Statement
WSM-Hauptgeschäftsführer Christian Vietmeyer. - Photo: Mourad ben Rhouma
12.05.2022

„CBAM darf nachgelagerte Industrien nicht ruinieren“

Ausschuss für Klimaschutz und Energie beschäftigt sich am 11. Mai 2022 mit CO2-Grenzausgleich

Dass der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) kommt, steht für viele fest. Wie – damit beschäftigten sich der Ausschuss für Klimaschutz und Energie des Deutschen Bundestages. Der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) schickt den Appell nach Berlin, endlich noch ungelöste Probleme des CO2-Grenzausgleichs anzugehen: Bisher schützen die Vorlagen der EU-Kommission nur Hersteller von Stahl, Aluminium etc. vor globaler Konkurrenz, die ohne Klimaauflagen günstiger produziert . Nun muss es auch um den Schutz der verarbeitenden Industrien gehen, denen immens steigende Vormaterialkosten drohen. Und die auf dem Weltmarkt nicht mehr zu erwarten wären, da Brüssel den Grenzausgleich bisher nur für Importe plant und Exporte nicht entlastet.

 „Der CBAM darf nachgelagerte Industrien nicht ruinieren. Seine Folgen treffen viele Branchen, nicht nur uns“, führte WSM-Hauptgeschäftsführer Christian Vietmeyer.

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Verbands zeigt, dass allein auf Stahl und Metall verarbeitende Zulieferer durch steigende Vormaterialkosten über zwei Milliarden Euro zusätzlich zukommen könnten. Das würde viele zur Abwanderung zwingen – das Carbon-Leakage-Risiko stiege. Um das zu vermeiden, muss  in Berlin die gesamte Wertschöpfungskette in den Fokus rücken.

(Quelle: Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM))

Schlagworte

AluminiumBerlinBundCO2EnergieEUEU-KommissionIndustrieINGKlimaKlimaschutzMetallverarbeitungStahlStudieWirtschaftWSM

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