Statement
Der WSM (Foto Holger Ade, Leiter Industrieund Energiepolitik beim WSM) fordert endlich ein klares Bekenntnis zum industriellen Mittelstand - Photo: Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM)/  Mourad ben Rhouma
17.01.2023

„Ja“ zur Industrie viel wichtiger als „Jahr der Industrie“

„2023 ist laut Minister Habeck das ‚Jahr der Industrie‘ – diesem Slogan muss ein ‚Ja‘ zur Industrie folgen. Mit klarem Bekenntnis zum industriellen Mittelstand, nicht nur zur Großindustrie“, so Holger Ade, Leiter Industrie- und Energiepolitik beim Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM).

Der für den Industriestandort Deutschland „systemrelevante“ Mittelstand braucht zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen die gleiche politische Unterstützung wie die Konzernwelt.

Der WSM fordert eine langfristige strategische Industriepolitik statt kurzfristiger Kommunikation. Ein dauerhaftes „Ja“ zur Industrie, das den Mittelstand mitnimmt, würde die Wertschöpfungsstrukturen in Deutschland und Europa sichern. Und die Resilienz der Unternehmen stärken.

„Wir erleben gerade, wie gefährlich Abhängigkeiten sind. Daraus befreien wir uns nur mit funktionierenden Wertschöpfungsketten. Und genau diese Ketten bildet der Mittelstand“, unterstreicht Ade.

Angesichts erster Programme, etwa der Klimaschutzverträge, befürchtet der Verband wiederum eine Fokussierung auf die Großindustrie oder einzelne Rohstoffbranchen.

„Das ist zu kurz gedacht“, so WSM-Hauptgeschäftsführer Christian Vietmeyer. „Ohne standortnahe Strukturen riskieren auch Konzerne eine bedrohliche Abhängigkeit von unsicheren internationalen Anbietern.“

Der für die gesamte Industrie „systemrelevante“ Mittelstand braucht zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen die gleiche Unterstützung wie die Konzernwelt: bei Transformation, CO₂-Neutralität, dem Fachkräftemangel aufgrund demografischer Entwicklungen etc.

„Eine zukunftsorientierte langfristige Strategie hält diese Industrieunternehmen international wettbewerbsfähig. Und hält sie am Standort Deutschland“, bekräftigt Vietmeyer.

Dafür muss die Politik zügig Kosten deckeln, die Energieversorgung bezahlbar sichern, Prozesse entbürokratisieren etc. Nur langfristig gedacht kann das Jahr der Industrie der Auftakt zum Stopp der Deindustrialisierung werden.

(Quelle: WSM - Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V.)

 

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DeutschlandEnergieEntwicklungEUIndustrieKlimaKlimaschutzMetallverarbeitungPolitikStahlStrategieTEMATransformationUnternehmenWettbewerbWirtschaftWirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V.WSM

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