Unternehmen
11.03.2026

Klöckner & Co erzielt Steigerung des operativen Ergebnisses im Geschäftsjahr 2025

Klöckner & Co hat sich im Geschäftsjahr 2025 in einem herausfordernden Marktumfeld behauptet und das operative Ergebnis (EBITDA) vor wesentlichen Sondereffekten deutlich auf 171 Mio. € gesteigert (2024: 136 Mio. €). Während der Absatz insbesondere durch die erfolgreiche Erhöhung des Marktanteils in den USA leicht auf 4,53 Mio. Tonnen zulegte (2024: 4,45 Mio. Tonnen), ging der Konzernumsatz preis- und währungsbedingt leicht auf 6,4 Mrd. € zurück (2024: 6,6 Mrd. €). Das Konzernergebnis verbesserte sich signifikant auf -53 Mio. € (2024: -176 Mio. €). Entsprechend lag das Ergebnis je Aktie bei -0,54 €.

Trotz der Volatilität an den Rohstoffmärkten konnte Klöckner & Co durch konsequentes Net Working Capital-Management zum vierten Mal in Folge einen deutlich positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 110 Mio. € erzielen (2024: 160 Mio. €). Ferner erwirtschaftete das Unternehmen einen deutlich positiven
Free Cashflow von 105 Mio. € (2024: 39 Mio. €). Vor diesem Hintergrund schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende von 0,20 € je Aktie vor. Die Eigenkapitalquote lag zum 31. Dezember 2025 konstant bei sehr soliden 48,2 % (31. Dezember 2024: 48,6 %).

 

"Im Geschäftsjahr 2025 haben wir wichtige strategische Weichen gestellt. Mit der konsequenten Fokussierung auf höherwertige Produkte und Services sowie dem geplanten Zusammenschluss mit Worthington Steel haben wir Klöckner & Co für nachhaltiges Wachstum in Nordamerika und Europa positioniert.“
 

Guido Kerkhoff
CEO Klöckner & Co SE

Unternehmensstrategie konsequent umgesetzt

Klöckner & Co hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen der Umsetzung seiner Unternehmensstrategie noch stärker auf profitables Wachstum im höherwertigen Geschäft fokussiert. Hierzu wurden wichtige Portfolio-Optimierungen vollzogen, darunter der Verkauf der brasilianischen Tochtergesellschaft sowie die Veräußerung von acht Distributionsstandorten in den USA.

Diese Maßnahmen haben Klöckner & Co unter anderem in die Lage versetzt, Kapital aus dem Distributionsgeschäft in das höherwertige Geschäft und in das Service-Center-Geschäft umschichten zu können und so die Abhängigkeit von volatilen Rohstoffmärkten weiter zu verringern. Gleichzeitig wurde das Portfolio im Geschäftsjahr 2025 durch strategische Akquisitionen wie Haley Tool & Stamping in den USA und Ambo Stahl in Deutschland erweitert, um Wachstumspotenziale in zukunftsstarken Sektoren wie der Verteidigungsbranche zu erschließen.

Zusammenschluss mit Worthington Steel für weiteres Wachstum

Nach dem positiven Abschluss einer Due-Diligence-Prüfung und entsprechenden Verhandlungen haben Klöckner & Co und Worthington Steel am 15. Januar 2026 eine Zusammenschlussvereinbarung unterzeichnet.

In diesem Zusammenhang hat Worthington Steel ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot mit einem attraktiven Angebotspreis von 11,00 € je Aktie für sämtliche ausstehenden Aktien der Klöckner & Co SE angekündigt.

Am 5. Februar 2026 hat Worthington Steel GmbH die entsprechende Angebotsunterlage veröffentlicht. Vorstand und Aufsichtsrat von Klöckner & Co SE sind nach sorgfältiger Prüfung dieser Angebotsunterlage in ihrer gemeinsamen begründeten Stellungnahme zu der Überzeugung gelangt, dass die erfolgreiche Umsetzung des Übernahmeangebots im besten Interesse des Unternehmens und aller Stakeholder ist.

Am 10. März 2026 hat Worthington Steel GmbH die Mindestannahmeschwelle des Übernahmeangebots für Klöckner & Co SE auf 57,5 % der bei Ablauf der Annahmefrist ausgegebenen Klöckner & Co-Aktien gesenkt und die entsprechende Änderung des Angebots veröffentlicht. Die Annahmefrist hat sich entsprechend verlängert und läuft bis zum 26. März 2026, 24:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main).

Vorbehaltlich einer detaillierten Prüfung des geänderten Angebots gehen Vorstand und Aufsichtsrat der Klöckner & Co SE weiterhin davon aus, dass auch das angepasste Angebot im besten Interesse der Gesellschaft sowie ihrer Stakeholder ist. Beide Organe werden ihre gemeinsame begründete Stellungnahme zeitnah ergänzen

Der Zusammenschluss mit Worthington Steel eröffnet Klöckner & Co auch neue strategische Perspektiven. Durch die komplementären Stärken beider Unternehmen soll die Basis für nachhaltiges Wachstum geschaffen und die Marktpräsenz in Europa und Nordamerika weiter ausgebaut werden.

Worthington Steel hat zudem zugesagt, das Management-Team von Klöckner & Co dabei zu unterstützen, die Strategie des Unternehmens konsequent voranzutreiben und den Fokus noch stärker auf höherwertige Produkte und Services zu legen.

Ausblick für das Jahr 2026

Klöckner & Co blickt positiv auf das Jahr 2026 und prognostiziert, trotz der zum Jahresende 2025 abgeschlossenen Veräußerung von acht US-Distributionsstandorten, eine im Vergleich zum Vorjahresniveau konstante Absatzentwicklung. Vor dem Hintergrund der verbesserten operativen Aufstellung des Unternehmens wird im laufenden Jahr ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigendes EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten erwartet.

Ferner prognostiziert das Unternehmen für das Gesamtjahr einen im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigenden Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit. Für das erste Quartal 2026 wird ein EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten in einer Spanne von 20 bis 60 Mio. € erwartet.

(Quelle: Klöckner & Co SE)

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