Unternehmen
Mitarbeiter von Kloeckner & Co - Bild: Kloeckner & Co
06.08.2025

Klöckner & Co meldet positives Ergebnis für 2. Quartal 2025

Klöckner & Co hat seine solide Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal 2025 trotz eines anhaltend herausfordernden makroökonomischen Umfelds fortgesetzt. Das Konzernergebnis konnte im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich gesteigert werden und hat im zweiten Quartal 2025 2 Mio. € (Q2 2024: -23 Mio. €) betragen. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,02 € (Q2 2024: -0,23 €).

Der Absatz lag mit 1,2 Mio. Tonnen auf dem Niveau des Vorjahresquartals (Q2 2024: 1,2 Mio. Tonnen). In Nordamerika konnte das Unternehmen seinen Absatz entgegen der allgemeinen Marktentwicklung auf ein Rekordniveau steigern, während die schwache Nachfrage in Europa zu einem Rückgang des Absatzes in dieser Region führte. Der Umsatz sank im zweiten Quartal 2025 preisbedingt deutlich auf 1,6 Mrd. € (Q2 2024: 1,8 Mrd. €).

EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten: 65 Mio. €

Trotz eines im Jahresvergleich niedrigeren durchschnittlichen Preisniveaus konnte Klöckner & Co im zweiten Quartal 2025 ein operatives Ergebnis (EBITDA) vor wesentlichen Sondereffekten in Höhe von 65 Mio. € (Q2 2024: 42 Mio. €) erzielen. Das operative Ergebnis erreichte somit einen Wert deutlich über dem Niveau des Vorjahresquartals.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit lag im zweiten Quartal 2025 bei 75 Mio. €, nachdem im Vorjahresquartal ein Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 61 Mio. € erzielt wurde. Aufgrund von Netto-Auszahlungen für Investitionen in Höhe von 31 Mio. € (Q2 2024: 21 Mio. €) hat der Free Cashflow im zweiten Quartal 2025 44 Mio. € (Q2 2024: 41 Mio. €) betragen.

Guido Kerkhoff, Vorsitzender des Vorstands der Klöckner & Co SE:
„Im zweiten Quartal haben wir unseren strategischen Kurs konsequent fortgesetzt. Mit unserer Kapazitätserweiterung für Elektroband sowie gezielten Übernahmen erschließen wir neue Potenziale und stärken unsere Position als führender Metallverarbeiter. Damit schaffen wir die Grundlage für nachhaltiges, profitables Wachstum und treiben die Transformation von Klöckner & Co in unseren Kernmärkten Nordamerika und Europa weiter voran.“

Unternehmensstrategie weiter konsequent umgesetzt

Klöckner & Co hat weiter in den Ausbau seiner Kapazitäten für Elektroband investiert, um der stark wachsenden Nachfrage in Nordamerika gerecht zu werden. Ziel ist es, von dem bestehenden Nachfrageüberhang in den Bereichen Stromnetzinfrastruktur, erneuerbare Energien und Rechenzentren zu profitieren.

In diesem Zusammenhang wurde ein hochmodernes Fertigungs- und Servicezentrum errichtet, das die Verarbeitung von kornorientiertem Elektroband (CRGO), das Spalten sowie die Herstellung von Transformatorenkernen deutlich erweitert. Die volle Betriebsbereitschaft der neuen Anlage wird voraussichtlich im Laufe des dritten Quartals 2025 erreicht werden.

Mit der im Juni erfolgten Integration von Ambo Stahl, einem auf verschleißfeste und hochfeste Spezialstähle, Sicherheits- und Panzerstahl spezialisierten Unternehmen aus Köln, hat Klöckner & Co zudem sein Produkt- und Serviceportfolio erweitert und neue Wachstumspotenziale im Sicherheits- und Verteidigungssektor erschlossen.

Darüber hinaus hat Klöckner & Co das auf die Montage von Gebäudetechnik spezialisierte Unternehmen Simfloc in der Schweiz übernommen. Durch diesen Schritt wird die Schweizer Tochtergesellschaft Debrunner Koenig Gruppe zum ersten Gesamtanbieter von Gebäudeinstallationen in der Schweiz und erschließt damit neue Märkte.

Ausblick

Trotz des weiterhin herausfordernden makroökonomischen Umfelds mit erhöhten Unsicherheiten über die zukünftige Entwicklung erwartet Klöckner & Co im dritten Quartal 2025 einen deutlichen Absatz- und Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahresquartal. Diese Entwicklung wird durch die weiterhin robuste Nachfrage im Segment Kloeckner Metals Americas getrieben.

Zusätzlich begünstigt durch ein gestiegenes Preisniveau in Nordamerika, erwartet Klöckner & Co einen deutlich höheren Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal. Für das EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten prognostiziert das Unternehmen eine Spanne von 40 Mio. € bis 80 Mio. € und somit ebenfalls einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal.

Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet Klöckner & Co nunmehr aufgrund der schwächer als initial erwarteten Entwicklung in Europa einen leichten Anstieg von Absatz und Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Die Erwartung für das EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten wird auf eine Prognosespanne von 170 Mio. € bis 240 Mio. € konkretisiert, was weiterhin einem deutlichen Anstieg im Jahresvergleich entspricht.

Klöckner & Co rechnet darüber hinaus weiterhin mit einem deutlich positiven Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit für das Gesamtjahr, der nunmehr auf dem Niveau des Vorjahres erwartet wird.

(Quelle: Klöckner & Co.)

Schlagworte

ElektrobandEnergieEntwicklungErgebnisEUGesellschaftGetriebeINGInvestitionKerkhoffMontageNordamerikaSchweizServiceStahlStrategieTechnikTransformationUnternehmenUSAVorstand

Verwandte Artikel

David Algermissen, Abteilungsleiter Sekundärrohstoffe/Schlackenmetallurgie im FEhS – Institut für Baustoff-Forschung, welches das Projekt koordiniert hat: „Die Arbeiten mit diesem großartigen Konsortium waren sehr erfolgreich. Es konnte sowohl Basiswissen rund um die Elektroroheisenschlacke aufgebaut werden bis hin zu Pilotversuchen zur Erzeugung von Hüttensand 2.0 im Tonnenmaßstab und die Prüfung im Zement und Beton. Nächste Schritte sind die normativen und rechtlichen Rahmenbedingungen, damit das Material auch zeitnah seinen Weg in den Markt finden kann, sobald die Schlacke bei thyssenkrupp entsteht.“ Das im Jahr 2021 gestartete Forschungsvorhaben „SAVE CO2“ von thyssenkrupp Steel, Heidelberg Materials, dem Institut für Technologien der Metalle der Universität Duisburg-Essen, Fraunhofer UMSICHT und FEhS-Institut wurde im Rahmen der Fördermaßnahme KlimPro-Industrie vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie der Europäischen Union/NextGenerationEU gefördert und durch den DLR Projektträger betreut.
05.03.2026

Schlacken aus dekarbonisierter Stahlherstellung für Zement geeignet

Neue Schlacken, die bei der dekarbonisierten Stahlherstellung auf der Direktreduktionsroute im Einschmelzer entstehen, eignen sich als latent hydraulische Bindemittel in...

Bund CO2 CO2-Emissionen Direktreduktion Duisburg Einsatzstoffe Eisenschwamm Emissionen Energie Ergebnis Essen EU Forschung Forschungsprojekt Fraunhofer Hochofen Industrie ING Klima Metallurgie Produktion Roheisen Rohstoffe Schmelze Stahl Stahlherstellung Technik Thyssen thyssenkrupp Umwelt Wirtschaft
Mehr erfahren
Primetals Technologies wird eine Pelletieranlage, drei Pfannenöfen und zwei RH-Entgaser an SAIL IISCO liefern. Das Foto zeigt Vertreter beider Unternehmen bei der Vertragsunterzeichnung.
05.03.2026

SAIL IISCO kooperiert mit Primetals Technologies

Steel Authority of India Limited (SAIL), ein führender indischer Stahlproduzent, erweitert sein IISCO-Stahlwerk in Burnpur und wählte dafür Primetals Technologies als Lie...

Anlagen Antrieb Deutschland Digitalisierung Draht EU Greenfield-Projekt HZ Indien Industrie ING KI Legierungen Lieferung Ltd Ltd. Metallurgie Optimierung Partnerschaft Primetals Produktion Prozessoptimierung Sensoren Spezialstahl Stahl Stahlindustrie Stahlwerk Steuerung Temperatur Unternehmen USA Vakuumpumpe Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl
05.03.2026

Industrial Accelerator Act bleibt weit hinter dem Notwendigen zurück

Mit dem aktuell veröffentlichten Vorschlag zum Industrial Accelerator Act (IAA) stuft die Europäische Kommission die Stahlindustrie nun offiziell als strategischen Sektor...

Automotive Bund Energie Essen EU Industrie ING Investition Klima Klimaziel Klimaziele LED Lieferketten Nachhaltigkeit Produktion Stahl Stahlindustrie Transport Verteidigung Wirtschaft Wirtschaftsvereinigung
Mehr erfahren
Stefan Borgas, Chief Executive Officer
04.03.2026

RHI Magnesita Jahresergebnis 2025

RHI Magnesita, ein weltweit führender Anbieter von hochwertigen Feuerfestprodukten, -systemen und -lösungen, veröffentlicht die Jahresergebnisse zum 31. Dezember 2025.

Einsparung Entwicklung Ergebnis EU Feuerfest Feuerfestprodukte HZ ING Innovation Marktbedingungen Nachhaltigkeit Nordamerika Optimierung Produktion Recycling RHI Magnesita Strategie Transformation Unternehmen Vertrieb Wettbewerb
Mehr erfahren
Martin Reinke, Geschäftsbereichsleiter Digitale Services & E-Business
04.03.2026

DataConnecct von Nordwest erhält BSFZ-Siegel

Die Nordwest Handel AG stärkt ihre Position als innovationsgetriebener Partner im B2B-Handel: Das Verbundunternehmen hat die Online-Produktstammdatenplattform DataConnect...

Auszeichnung Automatisierung Bund Digitalisierung Entwicklung EU Forschung Getriebe Handel HZ ING Innovation Investition Nordwest Handel AG Service Unternehmen USA Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren