Wirtschaft
Guido Kerkhoff, Vorsitzender des Vorstands der Klöckner & Co SE - Photo: Klöckner & Co SE
04.05.2023

Klöckner & Co sehr gut ins Jahr 2023 gestartet

Im ersten Quartal 2023 lag der Umsatz von Klöckner & Co aufgrund des insgesamt niedrigeren Preisniveaus bei 2,1 Mrd. € (Q1 2022: 2,4 Mrd. €). Das um wesentliche Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) lag mit 69 Mio. € deutlich über dem Ergebnis aus dem Vorquartal (Q4 2022: –22 Mio. €). Das Ergebnis im Vergleichszeitraum des Vorjahres (Q1 2022: 201 Mio. €) war insbesondere von erheblichen positiven Preiseffekten begünstigt worden.

Einschließlich wesentlicher negativer Sondereffekte von 21 Mio. €, die überwiegend aus der Einführung einer Hub-Struktur in Frankreich zur Unterstützung weiteren Wachstums resultierten, betrug das EBITDA 48 Mio. € (Q1 2022: 254 Mio. €). Das Konzernergebnis war infolge der wesentlichen Sondereffekte mit –8 Mio. € negativ (Q1 2022: 172 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie betrug entsprechend –0,08 € (Q1 2022: 1,68 €).

Im ersten Quartal 2023 konnte durch ein proaktives Net Working Capital-Management ein deutlich positiver Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 64 Mio. € (Q1 2022: –261 Mio. €) erzielt werden. Die Mittelbindung im Net Working Capital sank im Vergleich zum 31. März 2022 von 2,3 Mrd. € auf 1,7 Mrd. €. Nach Auszahlungen für Investitionen von 8 Mio. € betrug der Free Cashflow in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 56 Mio. € nach einem negativen Free Cashflow von 222 Mio. € im ersten Quartal 2022.

Guido Kerkhoff, Vorsitzender des Vorstands der Klöckner & Co SE:
„Wir sind trotz des weiterhin herausfordernden Umfelds sehr gut ins neue Jahr gestartet und haben in den ersten Monaten des laufenden Jahres kontinuierlich Fortschritte bei der Umsetzung unserer Konzernstrategie erzielt. Mit der Einführung des Nexigen® PCF Algorithm sind wir in der Lage, den CO2-Fußabdruck für nahezu alle unsere Produkte zu ermitteln. Damit unterstützen wir unsere Kunden substanziell bei der Erreichung ihrer Dekarbonisierungsziele.“

Fortschritte bei der Umsetzung der Konzernstrategie

Mit der Einführung des von Klöckner & Co entwickelten Nexigen® PCF Algorithm, dessen Berechnungsmethode vom TÜV SÜD zertifiziert wurde und international anerkannten Standards entspricht, lässt sich der Product Carbon Footprint (PCF) für nahezu alle rund 200.000 Produkte des Unternehmens ermitteln. Die Kunden haben damit die Möglichkeit, ihre Kaufentscheidung auf Basis wissenschaftlich fundierter und herstellerübergreifend vergleichbarer Emissionsdaten zu treffen. Mit dem neuen Service reagiert Klöckner & Co auf die steigende Nachfrage nach CO2-reduzierten Lösungen und transparenten Informationen zum CO2-Fußabdruck der Produkte.

Im ersten Quartal 2023 konnten bereits die ersten PCF-Deklarationen erfolgreich im Zuge von Lieferungen von Produkten an Kunden von Klöckner & Co übermittelt werden, darunter u. a. an die beiden namhaften Partner Siemens Smart Infrastructure und ZF. Neben dem wachsenden Angebot an CO2-reduzierten Lösungen für Kunden hat Klöckner & Co in den vergangenen drei Monaten zudem weiter an der Reduzierung der eigenen Emissionen gearbeitet. So nahm das Unternehmen einen ersten vollelektrischen LKW in seine Logistikflotte auf. Dieser wurde von Daimler Trucks ausgeliefert.

Ferner stehen die Digitalisierung und Automatisierung der Wertschöpfungsketten von Klöckner & Co weiterhin im Fokus der Konzernstrategie. Das mit der internen KI-Lösung Kloeckner Assistant abgewickelte Umsatzvolumen lag mit mehr als 280 Mio. € im ersten Quartal 2023 nach wie vor auf starkem Niveau.

Ausblick

Im ersten Quartal konnte Klöckner & Co trotz des herausfordernden Umfelds ein starkes operatives Ergebnis sowie einen deutlich positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit erzielen. Auch wenn das wirtschaftliche Umfeld herausfordernd bleiben dürfte, haben sich die makroökonomischen Rahmenbedingungen im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2022 insgesamt weiter verbessert. Vor diesem Hintergrund sowie erheblich unterstützt durch das proaktive und disziplinierte Net Working Capital-Management prognostiziert das Unternehmen für das zweite Quartal ein EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten von 60 Mio. € bis 110 Mio. € sowie einen positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit.

(Quelle: Klöckner & Co SE)

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