Klöckner & Co ist mit einem deutlich verbesserten operativen Ergebnis in das Geschäftsjahr 2026 gestartet.
Das operative Ergebnis (EBITDA) vor wesentlichen Sondereffekten betrug in den ersten drei Monaten 2026 46 Mio. € und lag damit deutlich über dem Niveau des Vorjahresquartals (Q1 2025: 42 Mio. €) sowie deutlich über dem Vorquartal (Q4 2025: 21 Mio. €).
Der Absatz belief sich im ersten Quartal 2026 auf 1,1 Mio. Tonnen und lag damit unter dem Vorjahresquartal (Q1 2025: 1,2 Mio. Tonnen, -6,4 %; verkaufsbereinigt +2,1 %). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf den zum Jahresende 2025 erfolgreich abgeschlossenen Verkauf von acht Distributionsstandorten in den USA zurückzuführen. Die gesunkenen Absatzmengen im Segment Kloeckner Metals Americas konnten dabei teilweise durch eine positive Absatzentwicklung im Segment Kloeckner Metals Europe kompensiert werden.
Der Umsatz sank in den ersten drei Monaten 2026 auf 1,6 Mrd. € (Q1 2025: 1,7 Mrd. €, -5,9 %; verkaufsbereinigt +2,1 %).
Der Rohertrag reduzierte sich um 5,8 % auf 298 Mio. € (Q1 2025: 317 Mio. €), während die Rohertragsmarge mit 19,0 % konstant auf dem Niveau des Vorjahresquartals blieb.
Das Konzernergebnis belief sich in den ersten drei Monaten 2026 auf -4 Mio. € nach -28 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug entsprechend -0,04 € (Q1 2025: -0,28 €). Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit lag im ersten Quartal 2026 bei -270 Mio. € (Q1 2025: -118 Mio. €). Der Mittelabfluss war im Wesentlichen durch die saisonal bedingt höhere Mittelbindung im Net Working Capital zu Jahresbeginn geprägt. Nach Auszahlungen für Investitionen in Höhe von 36 Mio. € (Q1 2025: 23 Mio. €) betrug der Free Cashflow in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres -306 Mio. € (Q1 2025: -141 Mio. €).
Das Eigenkapital des Unternehmens stieg auf 1.648 Mio. € zum Quartalsende (31. Dezember 2025: 1.582 Mio. €). Die Veränderung war im Wesentlichen auf die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen der Pensionsverpflichtungen (54 Mio. €) sowie auf positive Währungsumrechnungseffekte (24 Mio. €) zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote lag zum Quartalsende mit 44,5 % unter dem Niveau zum Geschäftsjahresende (31. Dezember 2025: 48,2 %).
Guido Kerkhoff, CEO Klöckner & Co SE:
„Wir haben unser operatives Ergebnis im ersten Quartal 2026 deutlich gesteigert. Damit haben wir erneut unter Beweis gestellt, dass unser Geschäftsmodell auch in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld trägt. Ein zentrales Ereignis im ersten Quartal 2026 war das Erreichen der Mindestannahmeschwelle im Übernahmeangebot von Worthington Steel für Klöckner & Co – ein weiterer konkreter Schritt hin zum Zusammenschluss beider Unternehmen, der uns neue strategische Möglichkeiten eröffnen wird.“
Übernahmeangebot von Worthington Steel erreicht Mindestannahmeschwelle
Am 15. Januar 2026 hatten Klöckner & Co und Worthington Steel eine Zusammenschlussvereinbarung unterzeichnet. In diesem Zusammenhang hatte Worthington Steel ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche ausstehenden Aktien der Klöckner & Co SE abgegeben. Innerhalb der Annahmefrist wurde laut Worthington Steel die erforderliche Mindestannahmeschwelle überschritten.
Worthington Steel hat sich bis zum Ende der weiteren Annahmefrist rund 61,87 % aller ausstehenden Klöckner & Co-Aktien gesichert. Bereits nach dem Ende der ersten Annahmefrist hat Worthington Steel mitgeteilt, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag anzustreben. Der Abschluss der Transaktion
steht unter dem Vorbehalt der noch ausstehenden behördlichen Freigaben und wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.
Mit dem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot von Worthington Steel beginnt für Klöckner & Co ein neues Kapitel der Unternehmensgeschichte. Die Transaktion steht im Einklang mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens auf höherwertige Produkte und Services in Nordamerika und Europa und schafft die Grundlage für weiteres profitables Wachstum.
Verkauf der Becker Gruppe schreitet planmäßig voran
Der am 15. Januar 2026 angekündigte Prozess für den Verkauf der Becker Gruppe schreitet planmäßig voran, wobei nach dem 31. März 2026 mehrere unverbindliche Angebote eingegangen sind und sich die Interessenten aktuell in der Due-Diligence-Phase befinden.
Ausblick
Im ersten Quartal 2026 hat Klöckner & Co ein EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten von 46 Mio. € erwirtschaftet, das damit deutlich über dem Niveau des Vorjahresquartals lag (Q1 2025: 42 Mio. €). Für das zweite Quartal 2026 rechnet das Unternehmen mit einer leichten Steigerung des Absatzes sowie einer deutlichen Steigerung des Umsatzes gegenüber dem Vorquartal. Darüber hinaus erwartet Klöckner & Co für das zweite Quartal 2026 ein EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten in Höhe von 40 Mio. € bis 80 Mio. €.
(Quelle: Klöckner & Co SE)
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