News
In der modernen Rohstoffgewinnung kommen zunehmend digitalisierte, vernetzte Systeme zum Einsatz - Photo: Ernst
06.09.2021

Neuer Studiengang: Nachhaltige Rohstoffgewinnung und Recycling

Rohstoffe sind für Deutschland als eine der weltweit führenden Technologie- und Exportnationen unverzichtbar. Denn ohne mineralische Rohstoffe, ob primär gewonnen oder recycelt, kann die Industrie keine Produkte herstellen. Um allerdings die Ressourcen der Erde möglichst umwelt-, klimaschonend und nachhaltig zu nutzen, sind technische Innovationen und ein gesellschaftliches Umdenken gefragt. Diese Zukunftsthemen werden im neuen Studiengang „Nachhaltige Rohstoffgewinnung und Recycling“ der TU Clausthal aufgegriffen, um den Aufbau einer nachhaltigen Gesellschaft voranzutreiben. Der Bachelorstudiengang beginnt im Wintersemester, Interessierte können sich noch bis zum 15. Oktober einschreiben.

Neue Technologien sowohl in der primären als auch sekundären Rohstoffgewinnung werden das klassische Bild der Rohstoffversorgung verändern. Die Zukunft wird geprägt sein von neuen Verfahren und digitalisierten, vernetzten Systemen. Um diese komplexen Anforderungen bewältigen zu können, erhalten die Studierenden eine Ausbildung mit technischem Schwerpunkt, aber auch mit dem Blick für ökologische und ökonomische Zusammenhänge. „Industrie, Forschung und Verwaltung suchen viele Fachkräfte in diesem Bereich, die sich gegebenenfalls in einem anschließenden Masterstudiengang weiter spezialisieren“, sagt Professor Daniel Goldmann, Studienfachberater des neuen Studiengangs für den Bereich Recycling. Moderne Schlagworte für eine nachhaltige Rohstoffgewinnung lauten „Smart Mining“ und „Advanced Circular Economy“ – intelligenter Bergbau und ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft.

Die TU Clausthal hat eine lange Tradition in den Rohstoff-, Energie- und Materialwissenschaften. Diese führt sie in ihrem aktuellem Leitthema Circular Economy mit dem Ziel einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft in die Zukunft fort. Für den Studiengang „Nachhaltige Rohstoffgewinnung und Recycling“ ergibt sich daraus eine große Expertise mit hohem Praxisbezug. Die Bedeutung von mineralischen Rohstoffen lässt sich gerade auch am Beispiel zahlreicher Technologien für den Klimaschutz sehen. „Ohne die primäre Gewinnung von Rohstoffen durch Bergbau würde es keine Batterien, Windräder oder Photovoltaik-Anlagen geben. Durch diese Schlüsseltechnologien wird die Nachfrage nach Rohstoffen künftig maßgeblich mitbestimmt, so dass der gesicherte Zugang zu diesen Ressourcen enorm wichtig ist – auch für die Unabhängigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland“, erläutert Diplom-Ingenieur Thomas Hardebusch, Studienfachberater für den Bereich Rohstoffgewinnung.

Der neue, sechssemestrige Bachelorstudiengang besitzt zwei Studienrichtungen: nachhaltige Rohstoffgewinnung und Recycling. Die Wahl zwischen ihnen erfolgt im dritten Semester. Den Auftakt des Studiengangs in den ersten zwei Semestern bilden zunächst gemeinsame Grundlagenmodule der Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie der Betriebswirtschaft, des Rechts und übergreifender gesellschaftlicher Fragestellungen. Darauf aufbauend haben dann beide Studienrichtungen Module zur fachspezifischen Vertiefung. Zum Studiengang zählt zudem ein16-wöchiges Industriepraktikum. Es bietet einen sehr guten Einblick in die Ingenieurtätigkeit und die Möglichkeit, bereits erlerntes Wissen in der Praxis anzuwenden.

(Quelle: TU Clausthal)

Schlagworte

AnlagenAusbildungBergbauEnergieForschungIndustrieINGInnovationKlimaKlimaschutzKreislaufwirtschaftMiningRecyclingRohstoffeStudieTU ClausthalUmweltWirtschaftWirtschaftsstandort

Verwandte Artikel

Eine 5MW-PEM-Elektrolyseanlage wird jährlich bis zu 750 Tonnen grünen Wasserstoff liefern
09.07.2026

Wolfram-Produktion künftig mit grünem statt grauem Wasserstoff

Die österreichische Wolfram Bergbau und Hütten AG erhält regional aus Windstrom erzeugten grünen Wasserstoff von Energie Steiermark

Bergbau Bund Dekarbonisierung Deutschland Elektrolyse Emissionen Energie EU Inbetriebnahme Industrie Klima Lieferung Nachhaltigkeit Österreich Partnerschaft Produktion Produktionsprozess Pulver Sandvik Strategie Unternehmen Vereinbarung Wasserstoff Windpark Wirtschaft Wolfram Zusammenarbeit
Mehr erfahren
(von li n. rechts: Nicolas Fritzen (Geschäftsführer Plakoma GmbH), Dr. Christian Redl (stellvertrender Geschäftsführer INTECO), Ing. Roland Kristl (Geschäftsführer INTECO), Michael Jost (Prokurist Plakoma GmbH)
08.07.2026

Inteco Gruppe übernimmt Plakoma

Die Inteco Gruppe (Inteco Holding GmbH) freut sich bekanntzugeben, dass sie die Plakoma GmbH mit Sitz in Nalbach-Körprich im Saarland zu 100 Prozent übernommen hat.

Adjustage Anlagen Anlagenbau Entwicklung Essen EU Inbetriebnahme Industrie ING Innovation INTECO melting and casting technologies GmbH Montage Produktion Saarland Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Stahlwerk Unternehmen USA Walzwerk
Mehr erfahren
Geert Van Poelvoorde
08.07.2026

Geert Van Poelvoorde wechselt in den Aufsichtsrat von ArcelorMittal Europe

Der CEO für Europa und Mitglied des Konzernvorstands geht Ende Juli in den Ruhestand und gibt die operative Führung des Europa-Segments ab

ArcelorMittal Bremen Bund DSV Energie EU EUROFER Europa Industrie ING Karriere Produktion Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Unternehmen USA Vorstand Walzwerk Warmband Werkstoff Zertifikat
Mehr erfahren
08.07.2026

Feralpi Group auf dem Weg zu Netto-Null bis 2050

Der Einsatz für emissionsarmen Stahl geht weiter: Der eingeschlagene Kurs bleibt konsequent auf die Reduzierung der Umweltauswirkungen ausgerichtet.

CDP Dekarbonisierung Elektrifizierung Emissionen Energie Energieeffizienz Entwicklung Erdgas Essen EU HZ ING Klima Klimastrategie Klimaziel Klimaziele Messe Partnerschaft Produktion Recycling Rohstoffe Stahl Strategie Transformation Transformationsprozess Transport Umwelt Unternehmen USA Verkauf Vertrieb Wirtschaft Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Von links nach rechts: Hicham Belayachi (Werksleiter Kenitra, BENTELER Automotive Components), Matthias Siemer (Managing Director & President EU und MENA, BENTELER Automotive Components), Ryad Mezzour (Minister für Industrie und Handel des Königreichs Marokko), Hubertus Benteler (Vorsitzender des Aufsichtsrats, BENTELER Gruppe), Abdelhafid El Baghdadi (Generalsekretär der Provinz Kenitra), Thomas Glynn (Chief Financial Officer, BENTELER Gruppe), Stefan Bantle (Geschäftsträger a. i. und Leiter des Wirtschaftsbüros der deutschen Botschaft in Rabat).
07.07.2026

Benteler eröffnet neues Automotive-Werk in Marokko

Hochmoderner Standort in Kenitra nimmt nach nur einem Jahr Bauzeit im Sommer 2026 die Produktion von Fahrzeugkomponenten auf.

Anlagen Automobil Automobil Automotive Automotive BENTELER Gruppe BENTELER Gruppe Bund Bund Energie Energie Entwicklung Erfolgsfaktor Erfolgsfaktor EU EU Handel Handel Industrie ING ING Investition Investition KI KI Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit Partnerschaft Partnerschaft Presse Presse Produktion Produktion Strategie Strategie Unternehmen Unternehmen USA USA Zusammenarbeit Zusammenarbeit
Mehr erfahren