Unternehmen
Vertragsunterzeichnung in Salzgitter (v. l.): Konstantin Eckert und Hans Krug, beide Miele, Ulrich Grethe und Phillip Meiser, beide Salzgitter Flachstahl GmbH - Photo: Salzgitter AG
28.10.2022

Partnering-Vereinbarung unterzeichnet

Die Miele Gruppe, ein weltweit führender Hersteller von Premium- Hausgeräten, setzt bei der Reduzierung seines CO₂-Fußabdrucks auf „grünen Stahl“ der Salzgitter
AG. Der Salzgitter-Konzern wiederum arbeitet eng mit Kunden und Partnern bei der Erreichung der Klimaziele zusammen – getreu der strategischen Mission „Partnering for Transformation“.

Folgerichtig haben Miele und Salzgitter Flachstahl GmbH jetzt im Rahmen des Partneringprogramms der Salzgitter AG eine Absichtserklärung unterschrieben, um Miele schon
heute eine definierte Menge grünen Stahls zu sichern, der ab Ende 2025 im Rahmen von SALCOS® - Salzgitter Low CO₂ Steelmaking produziert und geliefert werden soll.

Ulrich Grethe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Salzgitter Flachstahl und Mitglied der Konzerngeschäftsleitung erklärt: „„Grüne“ Stahlprodukte stoßen auf immer größeres Interesse bei unseren Kunden aus den verschiedensten Branchen. Diese Vereinbarung mit unserem langjährigen Kunden Miele ist ein weiteres Beispiel, dass sich ein Markt für nachhaltig produzierte Stahlprodukte bildet.“

Hans Krug, Senior Vice President Procurement bei Miele hierzu: „Wir freuen uns, dass wir mit der Salzgitter AG einen starken und kompetenten Partner an unserer Seite haben, mit dessen Unterstützung wir den CO₂-Fußabdruck unserer Produkte weiter senken können. Die Vereinbarung zahlt auf die Klimaziele beider Unternehmen ein.“

Der Salzgitter-Konzern hat ähnliche Partneringvereinbarungen mit zahlreichen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen wie der Automobilindustrie, Kaltwalzern und Haushalts-geräteherstellern geschlossen.

Bereits jetzt verbaut der Gütersloher Hausgerätekonzern im Rahmen eines Pilotprojekts CO₂-armen Stahl, der im Bereich der Herde und Backöfen zum Einsatz kommt. Bei diesem Material werden die CO₂-Emissionen im Herstellungsprozess durch Verwendung von klimafreundlichen Energieträgern und Stahlschrott um mehr als 66 Prozent verringert. Damit leistet Miele einen ersten Beitrag, die Emissionen im Bereich der eingekauften Güter und Dienstleistungen (Scope 3.1) weiter zu senken und macht einen wichtigen Schritt bei der Umsetzung seiner ambitionierten Nachhaltigkeitsziele.

Perspektivisch können Wasserstoff und Strom aus regenerativen Quellen den bisher zur Stahlherstellung benötigten Kohlenstoff komplett ersetzen und somit die CO₂-Emissionen in der Stahlerzeugung um über 95 Prozent senken.

An diesem anspruchsvollen Ziel arbeitet die Salzgitter AG mit ihrem Transformationsprogramm SALCOS® - Salzgitter Low CO₂ Steelmaking, dessen zentrale Elemente Strom aus erneuerbaren Quellen und Wasserstoff sind. Beide zusammen sollen Kohle ersetzen, die derzeit im konventionellen Hochofenprozess verwendet wird.

(Quelle: Salzgitter AG)

Schlagworte

AutomobilEmissionenEnergieEssenEUFlachstahlHochofenIndustrieINGKlimaKlimazielKlimazieleNachhaltigkeitSalzgitterSalzgitter AGSalzgitter FlachstahlSalzgitter Flachstahl GmbHSchrottStahlStahlerzeugungStahlherstellungTransformationUnternehmenUSAVereinbarungWasserstoff

Verwandte Artikel

Luftbild des Moselstahlwerks in Trier
08.09.2026

Technische Ausrüstung des Moselstahlwerks Trier steht zum Verkauf

Die Anlagentechnik des gesamten schmelzmetallurgischen und Stranggießbereichs werden weltweit Investoren zum Kauf angeboten.

Anlagen Asien Danieli Draht Essen EU Indien ING Lichtbogenofen Messung Metallurgie Modernisierung Produktion Produktionsprozess Schmelze Schmelzen Schrott Stahl Stahlherstellung Stahlproduktion Stahlwerk Strangguss Tenova Verkauf Verlag
Mehr erfahren
Projektauftakt, v.l.n.r. hinten: Andreas Zaremba, Leiter TGA, Ilsenburger Grobblech GmbH, Sebastian Böhm, Entwicklungsingenieur, Ilsenburger Grobblech GmbH, Uwe Zischkale, Abteilungsleiter 3 Energie, Nachhaltigkeit, Strukturwandel, Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt; v.l.n.r. vorn: Dr. Robert Kühn, Vorsitzender der Geschäftsführung, Ilsenburger Grobblech GmbH, Denis Loeffke, Bürgermeister Stadt Ilsenburg, Dr. Franziska Sondej, Energiesysteme und Infrastrukturen, Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, Andreas Künne, Energiemanager, Ilsenburger Grobblech GmbH
07.09.2026

Vorstudie in Ilsenburg startet

Mit dem Projektauftakt in der Stadtverwaltung Ilsenburg startet die Vorstudie „Smart Industry Orchestration Ilsenburg“.

Automatisierung Blech Bleche Bund Energie Entwicklung Ergebnis EU Fraunhofer Grobblech HZ Ilsenburger Grobblech GmbH Industrie ING Klima Klimaschutz Nachhaltigkeit Politik Produktion Produktionsprozess Sachsen Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Studie Transformation Umwelt Unternehmen USA Wettbewerb Wirtschaft Wirtschaftsstandort
Mehr erfahren
Neue Warmrichtmaschine in Mühheim
07.09.2026

Salzgitter AG nimmt Warmrichtmaschine in Betrieb

Die Anlage im Werk der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (Mülheim a. d. R.) unterstreicht die Rolle des Salzgitter-Konzerns als Partner für Infrastruktur im Zukunft...

Anlagen Anlagenbau Blech Bleche DSV Energie Energiewende Entwicklung Essen EU Gesellschaft Grobblech HZ Inbetriebnahme ING Investition Montage Offshore Produktion Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH Stahl Technik USA Vorstand Wettbewerb Zusammenarbeit
Mehr erfahren
04.09.2026

Acciaierie Venete nimmt weitere Einzelstab-Richtanlage in Betrieb

Die fortschrittliche SBQ-Endbearbeitungstechnologie wurde von Danieli im Werk Padua implementiert. Sie garantiert hochwertigen Stabstahl und steigert die betriebliche Eff...

Automation Automatisierung Betriebssicherheit Danieli EU Inbetriebnahme Industrie ING Instandhaltung Italien KI Messe Produktion Prozessleitsystem Service Stahl Strategie Unternehmen USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
03.09.2026

WV Stahl: Zuschuss zu Netzentgelten muss erhalten bleiben

Die Bundesregierung hat eine Neuregelung des Zuschusses zu den Übertragungsnetzentgelten beschlossen. Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der WV Stahl, bewertet...

Bund Energie EU Industrie Stahl Wirtschaft Wirtschaftsvereinigung
Mehr erfahren