Trendthema
Ambrians Hafeninfrastruktur für das zukünftige CO2-Terminal in Bremen - Photo: ©Ambrian Energy GmbH
30.04.2025

Positive Studie für CO₂-Terminal im Hafen Bremen

Ambrian Energy hat Industriegasespezialisten Messer mit einer Pre-FEED-Studie für den Bau eines CO2-Terminals im Hafen von Bremen beauftragt. Ziel der Studie war die Untersuchung der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit einer Anlage zur Anlieferung, Lagerung und Verschiffung von verflüssigtem CO2. Die geplante Infrastruktur soll einen entscheidenden Beitrag zur Umsetzung von Carbon Capture & Storage (CCS) in Deutschland leisten.

Projektumfang und Standortvorteile

Das CO2-Terminal soll auf einer rund 12 Hektar großen, ungenutzten Fläche auf dem Gelände von Ambrian Energy entstehen. Der Standort bietet ideale logistische Voraussetzungen: Ein bestehender Bahnanschluss ermöglicht den Transport von CO2 per Zug, während ein Hafenanleger für Schiffe mit einer Kapazität von bis zu 40.000 Tonnen den Weitertransport zu geologischen CO2-Speichern in der Nordsee sicherstellt. Die geplante Terminalkapazität beträgt zunächst zwei Millionen Tonnen CO2 pro Jahr.

Der Umfang der Pre-FEED-Studie umfasste die Machbarkeit der Errichtung eines spezialisierten Tanklagers für verflüssigtes CO2, das über ein integriertes Qualitätssicherungssystem sowie eine Gasrückgewinnungsanlage verfügen wird. Zudem soll eine moderne Entladeanlage für den CO2-Transport per Zug entstehen, um eine effiziente Anlieferung des verflüssigten CO2 zu gewährleisten. Ein weiteres zentrales Element ist die Schiff-Beladungsanlage, die den sicheren und verlustfreien Abtransport des CO2 zu geologischen Senken in der Nordsee ermöglicht.

Strategische Partnerschaft für nachhaltige CO2-Logistik

Messer, der weltweit führende Spezialist für Industrie-, Medizin- und Spezialgase in Privatbesitz, weist jahrzehntelange Erfahrung in der CO2-Rückgewinnung und -Aufbereitung auf. Mit „ZeCarb®“ hat Messer im vergangenen Herbst ein neues Angebot im Bereich «Carbon Capture as a Service» (CCaaS) gestartet. „ZeCarb®“ steht für „Zero Carbon“ und hilft Industrien mit hohen CO2-Emissionen zu dekarbonisieren. Ambrian Energy wiederum verfügt über umfassende Expertise in der Logistik von Kraftstoffen.

Gemeinsam verfolgen beide Unternehmen das Ziel, eine vollständige Wertschöpfungskette von der CO2-Rückgewinnung bei industriellen Emittenten über den Transport per Zug bis zur Verladung auf Schiffe für die CO2-Sequestrierung für den Kunden anzubieten. Nach erfolgreichem Abschluss der Machbarkeitsstudie planen beide Unternehmen eine strategische Partnerschaft, um das CO2-Terminal gemeinsam umzusetzen. Damit würde eine zentrale Infrastruktur geschaffen, die Deutschland bei der Erreichung seiner Klimaziele unterstützt und zur Skalierung der CCS-Infrastruktur beiträgt.

(Quelle: Messer Group)

Schlagworte

BremenCO2DeutschlandEmissionenEUIndustrieKlageKlimaKlimazielKlimazieleLieferungLogistikMachbarkeitsstudieMessePartnerschaftServiceStudieTransportUnternehmenWirtschaft

Verwandte Artikel

Georgios Giovanakis übernimmt zum 1. Juni 2026 das neu geschaffene Vertriebsressort und wird Chief Sales Officer (CSO) der thyssenkrupp Steel Europe AG
08.05.2026

thyssenkrupp Steel: Aufsichtsrat beruft Georgios Giovanakis in den Vorstand

Der Aufsichtsrat der thyssenkrupp Steel Europe AG hat in seiner Sitzung am 6. Mai 2026 Tag Georgios Giovanakis mit Wirkung zum 1. Juni 2026 zum ordentlichen Mitglied des...

Aufsichtsrat EU Industrie Innovation KI Shanghai Stahl Thyssenkrupp Steel Europe Thyssenkrupp Steel Europe AG Transformation Unternehmen Vertrieb Vorstand Werkstoff Wettbewerb
Mehr erfahren
Plattform-Ausführung des neuen Slag Pot Carriers
08.05.2026

Neue Generation des KAMAG Schlackenkübeltransporters

TII KAMAG stellt eine neue Generation des Schlackenkübeltransporters vor und entwickelt damit das Konzept für den Einsatz in Stahlwerken konsequent weiter

Anpassung Architekt Architektur Entwicklung EU KI Konstruktion Lieferung Service Stahl Stahlwerk Technik Transport Unternehmen
Mehr erfahren
Molekülmodell der stabilen Eisen(I)-Verbindung, die Forschende am KIT als Ausgangspunkt für neue Katalysatoren entwickelt haben.
07.05.2026

Nachhaltige Chemie: Eisen ersetzt Edelmetalle bei der Katalyse

Forschende am KIT entwickeln Eisen(I)-Quelle für katalytische Reaktionen – Ansatz soll chemische Verfahren nachhaltiger machen und könnte seltene Edelmetalle langfristig...

Ergebnis EU Forschung Industrie ING KI Messung Reduktionsmittel Studie TEMA Umwelt Wasserstoff
Mehr erfahren
07.05.2026

Klöckner & Co steigert operatives Ergebnis im ersten Quartal 2026

Klöckner & Co ist mit einem deutlich verbesserten operativen Ergebnis in das Geschäftsjahr 2026 gestartet.

Distribution Entwicklung Ergebnis Essen EU Europa Geschäftsjahr IBU ING Investition Kerkhoff KI Nordamerika Service Unternehmen USA Vereinbarung Verkauf Wirtschaft
Mehr erfahren
06.05.2026

Cleveland-Cliffs wird KI-System von Palantir einsetzen

Die KI-Technologie von Palantir soll künftig die internen Prozesse des Stahlkonzerns in den Bereichen Produktion und Vertrieb integrieren

Automobil Cleveland-Cliffs Inc. Flachprodukte Industrie Kanada KI Nordamerika Palantir Partnerschaft Produktion Schrott Stahl Stahlblech Stahlherstellung Stahlwerk Umformung Unternehmen USA Vertrieb Wettbewerb
Mehr erfahren