Unternehmen
Hans-Jürgen Ritter, Campus-Leiter Schaeffler-Höchstadt, Gerald Brehm, Erster Bürgermeister Stadt Höchstadt, Wilfried Schwenk, Leiter Werkzeugtechnologie Schaeffler AG, Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG, Georg F. W. Schaeffler, Familiengesellschafter und Aufsichtsratsvorsitzender der Schaeffler AG, und Andreas Schick, Vorstand Produktion, Supply Chain Management und Einkauf der Schaeffler AG, (v. l.) eröffneten das neue Technologiezentrum und nahmen eine automatisierte Hartbearbeitungslinie in Betrieb. - Photo: Schaeffler
06.05.2022

Schaeffler eröffnet neues Werkzeugtechnologiezentrum

Automatisiert und digitalisiert

Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler hat am fränkischen Standort Höchstadt an der Aisch ein hochmodernes Werkzeugtechnologiezentrum eröffnet. Auf rund 8.000 m² entstehen Präzisionswerkzeuge für den weltweiten Schaeffler-Werkeverbund, insbesondere für die strategischen Zukunftsfelder E-Mobilität und Robotik, aber auch für mechatronische Fahrwerksanwendungen.

„Die herausragenden Fähigkeiten von Schaeffler im Werkzeugbau bekommen nun mit dem Werkzeugtechnologiezentrum eine neue Dimension sowohl in technischer als auch struktureller Hinsicht. Vor dem Hintergrund des technologischen Wandels unserer Zeit hat dies eine herausragende Bedeutung“, sagt Georg F. W. Schaeffler, Familiengesellschafter und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Schaeffler AG.

Insgesamt hat das Unternehmen einen zweistelligen Millionenbetrag in das Werkzeugtechnologiezentrum investiert.

„Fertigungsexzellenz und innovative Werkzeugtechnologien gehören fest zur Schaeffler-DNA und haben seit mehr als 75 Jahren wesentlichen Anteil an der erfolgreichen Geschäftsentwicklung der Sparten Automotive Technologies und Industrial“, sagt Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG.

„Das neue Werkzeugtechnologiezentrum, ein spartenübergreifendes Alleinstellungsmerkmal von Schaeffler, bringt dieses Know-how an einem Ort zusammen und ist Treiber für Technologien der Zukunft, ganz getreu unserem Motto: ‚We pioneer motion‘.“

Seit September 2021 wurden rund 100 Maschinen in einer Bestandshalle am Standort Höchstadt zusammengeführt. Damit werden zum Beispiel Stempel und Formen hergestellt, die, als Baugruppen kombiniert, zum Stanzen und Umformen von Bandstahl verwendet werden.

Das Werkzeugtechnologiezentrum in Höchstadt umfasst 7.000 m² Fertigungsbereich sowie mehr als 1.000 m² Bürofläche und stärkt das Werkzeugtechnologie-Know-how von Schaeffler maßgeblich. „Mit der Bündelung des Know-how in Höchstadt verknüpft Schaeffler Entwicklung, Produktion und Werkzeugbau an einem Ort und stellt sich damit optimal auf künftige Kundenanforderungen ein“, sagt Andreas Schick, Vorstand Produktion, Supply Chain Management und Einkauf der Schaeffler AG.

„Durch Automatisierung und Digitalisierung sind hohe Maschinenauslastungen jederzeit möglich. Das bedeutet einen hocheffizienten und profitablen Betrieb des Werkzeugbaus am Technologiestandort Deutschland.“

Im Werkzeugbau werden hochpräzise Werkzeuge entwickelt und hergestellt, die eine Massenproduktion von Produkten in höchster Qualität möglich macht. Technologien wie Aluminiumdruckguss, Kunststoffspritzguss oder Stanzpaketieren sind insbesondere in der E-Mobilität erfolgskritisch, da zusätzlich zu Stahl auch weitere Materialarten bearbeitet werden müssen.

„Zu den technologischen Highlights im Werkzeugtechnologiezentrum Höchstadt zählen drei vollautomatisierte Roboterlinien und 50 Bearbeitungsmaschinen, die digital miteinander verknüpft sind“, sagt Wilfried Schwenk, Leiter des globalen Werkzeugbaus bei Schaeffler.

„Zum Maschinenpark gehört eine hochmoderne Presse mit Servoantrieb und einer maximalen Presskraft von bis zu 630 Tonnen. Mit dieser Presse werden alle Anforderungen zum Beispiel hinsichtlich des Bauraums und weiterer technischen Eigenschaften an sämtliche Pressen unserer Kunden abgebildet.“

Das Werkzeugtechnologiezentrum setzt außerdem auf digitale Lösungen: Zentral wird künftig der Einsatz von sogenannter „Model-based definition“ sein, einer Methode zur Beschreibung aller fertigungs- und prozessrelevanten Informationen direkt am 3D-CAD-Modell. Alle Daten für digitale Prozesse liegen hier in einer Quelle, was Entwicklungszeiten deutlich reduziert. 

(Quelle: Schaeffler AG)

 

Zu den technologischen Highlights im neuen Werkzeugtechnologiezentrum zählen mehrere automatisierte Roboterlinien - Photo: Schaeffler
Photo: Schaeffler

Schlagworte

AluminiumAntriebAufsichtsratAutomatisierungAutomobilAutomotiveBundDeutschlandDigitalisierungEntwicklungEssenEUGesellschaftIBUIndustrieINGPressePressenProduktionSchaeffler AGStahlUmformenUnternehmenUSA

Verwandte Artikel

Mit Hilfe der Atomsonde untersuchte Xizhen Dong, eine der Erstautorinnen der Studie und Postdoktorandin am Max-Planck-Institut für Nachhaltige Materialien, wie sich Wasserstoff bei erhöhten Temperaturen auf Nickelbasis-Superlegierungen auswirkt. Solche Legierungen werden unter anderem für Turbinenschaufeln in Gasturbinen und Flugzeugen eingesetzt.
10.08.2026

Forschung zu Wasserstoffeinfluss auf Turbinenwerkstoffe

Ziel ist es zu erforschen, wie Wasserstoff die Nickelbasis-Superlegierungen – der Werkstoff für Turbinenschaufeln – unter den extremen Bedingungen beeinflusst.

Bund China CO2 CO2-Emissionen Deutschland Emissionen Energie Ergebnis EU Forschung HZ IMU ING Legierungen Max-Planck-Institut Studie Temperatur Umwelt Wasserstoff Werkstoff Werkstoffe Wirtschaft
Mehr erfahren
Beispiel für Nachhaltiges Wirtschaften: Aus der Schlacke von EAFs können Metalle zurückgewonnen werden
07.08.2026

EcoVadis: Silber für Salzgitter AG

Wie bereits im Vorjahr hat der Konzern eine Silbermedaille im aktuellen EcoVadis-Rating für seine Leistungen im Bereich Nachhaltigkeit erhalten

Auszeichnung EU ING Nachhaltigkeit Salzgitter Salzgitter AG Stahl Umwelt Unternehmen
Mehr erfahren
voestalpine Headquarter
06.08.2026

voestalpine zeigt solide Entwicklung im 1. Quartal 2026/27

Die voestalpine hat im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 (1. April 2026 – 30. Juni 2026) ein solides Ergebnis erwirtschaftet.

ABB Aufsichtsrat Automobil Automotive Betriebsergebnis Bund Deutschland Donawitz Energie Entwicklung Ergebnis EU Europa Finanzierung Geschäftsjahr HZ Industrie ING Innovation Investition Kanada Lagertechnik Logistik Maschinenbau Metallurgie Nordamerika Produktion Schienen Schrott Stahl Stahlproduktion Strategie Technik USA Vereinbarung Verkauf Voestalpine AG Vorstand Werkstoff Werkstoffe Wirtschaft
Mehr erfahren
Jennifer Weihs
05.08.2026

Neue Chief Human Resources Officer bei tk accelis

Der Aufsichtsrat der tk accelis Management AG hat Jennifer Weihs mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 zur Chief Human Resources Officer (CHRO) bestellt.

Aufsichtsrat Entwicklung EU ING KI Tk accelis USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Matthieu Jehl, neuer Präsident der Business Area Europe bei Outokumpu
04.08.2026

Outokumpu verändert Führung für Europa

Matthieu Jehl wurde zum President der Business Area Europe ernannt. Die Business Lines Stainless Europa und Advanced Materials werden zusammengeführt.

Energie EU Europa Industrie ING KI Krefeld Legierungen Stahl Stahlindustrie Strategie Unternehmen USA Vertrieb Wettbewerb
Mehr erfahren