Unternehmen
Elektrolichtbogenofen bei Swiss Steel - Bild: Swiss Steel Group
15.11.2024

Swiss Steel plant Abbau von 800 Vollzeitstellen

Steel Group passt aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der anhaltend schwachen Nachfrage die Kapazitäten an. Gleichzeitig wird die Neuausrichtung der gesamten Vertriebsorganisation planmäßig fortgesetzt. Konkret sollen die Kapazitäten im In- und Ausland in einem Umfang von rund 800 Vollzeitstellen reduziert werden.

Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Sicherung der Produktionsstandorte in der Schweiz, Deutschland und Frankreich langfristig optimiert zu gewährleisten.

Die Anpassungen ergänzen das laufende Strategie- und Restrukturierungsprogramm SSG 2025, dessen bisherige Umsetzung bereits zu erheblichen Kostensenkungen geführt hat.

Europäische Standorte und Vetriebsorganisation betroffen

Die anhaltend schwache Nachfrage in der europäischen verarbeitenden Industrie, das niedrige Produktionsniveau und die verhaltenen Wachstumsaussichten der relevanten Kunden der Swiss Steel Group erfordern weitere Anpassungen. Wie bereits in der ad hoc Mitteilung vom 14. März 2024 erläutert, setzt das Unternehmen das identifizierte Potenzial zur Straffung und Optimierung der Belegschaften um.

Die Kapazitätsreduzierung von rund 800 Vollzeitstellen befindet sich bereits in abschliessender Planung und betrifft im Wesentlichen die europäischen Produktionsstandorte sowie die gesamte Vertriebsorganisation. Swiss Steel Group baut durch dieses Programm weitere 530 Arbeitsplätze ab und passt zusätzlich 270 Vollzeitstellen kostenäquivalent durch Reduktion der wöchentlichen Arbeitszeit an.

Dazu wird zur weiteren Kapazitätsanpassung bei der Deutsche Edelstahlwerke in Deutschland die tarifliche Wochenarbeitszeit um rund 15 Prozent reduziert. Diese Schritte werden so zeitnah umgesetzt, dass sie bereits im Jahr 2025 weitgehend wirksam werden. Swiss Steel Group wird ihre Mitarbeiterzahl somit bereits im ersten Halbjahr 2025 auf unter 7000 reduzieren.

Schweiz – Konsultationsverfahren eingeleitet

In der Schweiz sollen im Werk Emmenbrücke 130 von aktuell 750 Arbeitsplätzen abgebaut werden. Die abzubauenden Stellen werden sowohl auf die Produktion als auch auf die administrativen Bereiche entfallen. Voraussichtlich wird die natürliche Fluktuation hierfür nicht ausreichen, wodurch die Kündigung von rund 80 Mitarbeitenden notwendig werden wird.

Diese geplanten Maßnahmen sind aktuell Gegenstand der laufenden Konsultation.

Dazu sagt CEO Frank Koch:
„Die erreichten Meilensteine aus dem Programm SSG 2025 versetzen uns in die Lage, nun die Organisation weiter zu transformieren und das Unternehmen auf die Bedürfnisse des Marktes auszurichten. Die Einschnitte sind schmerzhaft, aber leider unumgänglich.“

(Quelle: Swiss Steel Group)

Schlagworte

AnpassungDeutsche EdelstahlwerkeDeutschlandEdelstahlEssenEUFrank KochFrankreichHZIndustrieINGOptimierungProduktionRestrukturierungStahlStahlwerkStrategieSwiss Steel GroupUnternehmenVertriebWirtschaft

Verwandte Artikel

Plattform-Ausführung des neuen Slag Pot Carriers
08.05.2026

Neue Generation des KAMAG Schlackenkübeltransporters

TII KAMAG stellt eine neue Generation des Schlackenkübeltransporters vor und entwickelt damit das Konzept für den Einsatz in Stahlwerken konsequent weiter

Anpassung Architekt Architektur Entwicklung EU KI Konstruktion Lieferung Service Stahl Stahlwerk Technik Transport Unternehmen
Mehr erfahren
Georgios Giovanakis übernimmt zum 1. Juni 2026 das neu geschaffene Vertriebsressort und wird Chief Sales Officer (CSO) der thyssenkrupp Steel Europe AG
08.05.2026

thyssenkrupp Steel: Aufsichtsrat beruft Georgios Giovanakis in den Vorstand

Der Aufsichtsrat der thyssenkrupp Steel Europe AG hat in seiner Sitzung am 6. Mai 2026 Tag Georgios Giovanakis mit Wirkung zum 1. Juni 2026 zum ordentlichen Mitglied des...

Aufsichtsrat EU Industrie Innovation KI Shanghai Stahl Thyssenkrupp Steel Europe Thyssenkrupp Steel Europe AG Transformation Unternehmen Vertrieb Vorstand Werkstoff Wettbewerb
Mehr erfahren
Molekülmodell der stabilen Eisen(I)-Verbindung, die Forschende am KIT als Ausgangspunkt für neue Katalysatoren entwickelt haben.
07.05.2026

Nachhaltige Chemie: Eisen ersetzt Edelmetalle bei der Katalyse

Forschende am KIT entwickeln Eisen(I)-Quelle für katalytische Reaktionen – Ansatz soll chemische Verfahren nachhaltiger machen und könnte seltene Edelmetalle langfristig...

Ergebnis EU Forschung Industrie ING KI Messung Reduktionsmittel Studie TEMA Umwelt Wasserstoff
Mehr erfahren
07.05.2026

Klöckner & Co steigert operatives Ergebnis im ersten Quartal 2026

Klöckner & Co ist mit einem deutlich verbesserten operativen Ergebnis in das Geschäftsjahr 2026 gestartet.

Distribution Entwicklung Ergebnis Essen EU Europa Geschäftsjahr IBU ING Investition Kerkhoff KI Nordamerika Service Unternehmen USA Vereinbarung Verkauf Wirtschaft
Mehr erfahren
06.05.2026

Cleveland-Cliffs wird KI-System von Palantir einsetzen

Die KI-Technologie von Palantir soll künftig die internen Prozesse des Stahlkonzerns in den Bereichen Produktion und Vertrieb integrieren

Automobil Cleveland-Cliffs Inc. Flachprodukte Industrie Kanada KI Nordamerika Palantir Partnerschaft Produktion Schrott Stahl Stahlblech Stahlherstellung Stahlwerk Umformung Unternehmen USA Vertrieb Wettbewerb
Mehr erfahren