Unternehmen
Photo: ArcelorMittal
05.10.2022

Auslastung der Produktionsanlagen angepasst

Anfang September hatte ArcelorMittal Germany angekündigt, Teile der Produktionsanlagen an deutschen Standorten vorübergehend wegen schwacher Nachfrage, negativen
Marktaussichten und extrem gestiegenen Energiekosten außer Betrieb zu nehmen.

Normalerweise würden die reduzierten Mengen von einem Hochofen produziert werden - aber vor dem Hintergrund der aktuellen Energiekrise wird das Unternehmen nun die Auslastung seiner Produktionsanlagen anpassen, um damit die Eigenstromerzeugung zu maximieren. Daher wird die angekündigte Abschaltung des einen Hochofens vorerst verschoben. Stattdessen wird die reduzierte Produktion mit beiden Hochöfen geplant, was mehr eigene Stromerzeugung möglich macht.

"Als energieintensives Unternehmen sind wir auf die eigene Stromversorgung angewiesen. Mit der Entscheidung, beide Hochöfen auf einem niedrigen Produktionsniveau laufen zu lassen, sind wir mit unserer Eigenstromversorgung unabhängiger und kostengünstiger. Das ist ein Vorteil in einem derzeit sehr volatilen und schwierigen Markt", erklärt Reiner Blaschek, CEO ArcelorMittal Germany und verantwortlich für die Werke in Bremen und Eisenhüttenstadt, die Entscheidung.

ArcelorMittal setzt sich für einen europäischen Industriestrompreis ein, um faire Wettbewerbsbedingungen zu ermöglichen. Ein erster Schritt muss sein, das Strommarktdesign
anzupassen, damit nicht der Erdgaspreis allein ausschlaggebend für die Strompreisbildung ist. Diese Maßnahmen müssen mit höchster Priorität vorangetrieben werden, um so schnell wie möglich eine Verbesserung der Situation zu erreichen.

(Quelle: ArcelorMittal)

Schlagworte

AnlagenArcelorMittalBremenEnergieErdgasEssenEUGetriebeHochofenIndustrieINGProduktionUnternehmenWettbewerb

Verwandte Artikel

Juliusburg/Krukow
29.05.2026

SSAB liefert CO2-armen Stahl für Solarpark in Norddeutschland

Beim neuen Freiflächen-Solarpark Juliusburg/Krukow in Schleswig-Holstein achtet Betreiber Vattenfall auf ein klimafreundliche Bauweise

Deutschland Emissionen Energie Energiewende EU Gesellschaft Klima Konstruktion Profile Schrott SSAB Stahl Unternehmen Vattenfall
Mehr erfahren
Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl
28.05.2026

Sondernetzentgelte: Industrielle Realität berücksichtigen, atypische Netznutzung fortsetzen

Bundesnetzagentur legt Vorschlag zur künftigen Ausgestaltung von Netzentgeltermäßigungen vor.

Bund Energie Energiewende EU Industrie ING Kabel Produktion Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion TEMA Unternehmen USA Wettbewerb Wirtschaft Wirtschaftsvereinigung
Mehr erfahren
Von links nach rechts: Klaus Neumann, Hans-Otto Weber, Fred Neumann, Georg Früh, Martin Kopf, Marco Göllrich.
28.05.2026

Innovations- und Nachhaltigkeitspreis Feuerverzinken 2026

Im Rahmen des Branchenevents Feuerverzinken am 21. Mai im Berliner Futurium hat der Bundesverband Feuerverzinken herausragende Entwicklungen mit dem Innovations- und Nach...

Berlin Bund Emissionen Entwicklung EU IBU ING Innovationspreis Konstruktion Kran Kreislaufwirtschaft Mining Nachhaltigkeit Produktion Stahl Stahlbau Unternehmen USA Verzinken Wirtschaft Zink
Mehr erfahren
Grafische Darstellung des zukünftigen Elektrostahlwerks
27.05.2026

SSAB setzt Bauarbeiten am neuen Elektrostahlwerk fort

Nach Abschluss der Analyse für Ursachen der Krankheitssymptome wurde der Baustopp in Luleå aufgehoben

Arbeitsschutz Ergebnis Essen EU ING Kran Messe Messung Produktion Stahl Stahlwerk Transformation Umzug USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
: Geschäftsführer Klaus Bökels und das Team Ausbildung der BIBUS METALS GmbH in Berlin auf dem Weg zur Preisverleihung des DIHK Bildungspreises.
27.05.2026

Bibus Metals GmbH: Nominiertes Ausbildungskonzept

Das Ausbildungskonzept „Ausbilden mit Herz“ der Bibus Metals GmbH wurde für den DIHK‑Bildungspreis nominiert.

Ausbildung Auszeichnung Berlin Bund Deutschland E-Commerce Entwicklung Ergebnis EU IBU IHK KI Schweiz Seminar Technik Unternehmen USA Veranstaltung
Mehr erfahren