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Hochwertiger Stahlschrott aus Schweden von VOLVO Cars wird in Salzgitter wieder eingeschmolzen - Photo: Salzgitter AG
10.02.2026

Erster ScanLoop-Zug erreicht Salzgitter

Volvo Cars und die Salzgitter AG haben im vergangenen Jahr ihre langjährige Zusammenarbeit erweitert und eine Closed-Loop-Partnerschaft ins Leben gerufen. Die Salzgitter-Gruppe beliefert bereits das Karosserieteilewerk von Volvo Cars in Olofström in Südschweden mit hochwertigen Flachstählen und nimmt nun erhebliche Mengen des im schwedischen Werk anfallenden Stahlschrotts zurück und überführt diesen direkt in die Produktion der Salzgitter Flachstahl GmbH.

Das Projekt mit dem Namen ScanLoop ist ein Beispiel für die Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft, um geschäftliche und vor allem nachhaltige Vorteile zu erzielen. Stahl- und Aluminiumabfälle aus dem Stanzprozess werden in verschiedene Materialströme getrennt und sortiert. Anschließend werden sie zu Würfeln gepresst, um so das Transportvolumen zu reduzieren.

Anstatt mit einem leeren Zug nach Salzgitter zurückzufahren, wird der Zug mit Stahlschrott beladen, der eingeschmolzen und zu hochwertigen Stahlsorten verarbeitet wird, sodass das Material im „geschlossenen Kreislauf” verbleibt. Der erste Zug mit 25 Schrottwaggons und einer Länge von 545 m kam Mitte Januar am Bahnhof Beddingen an.
 
Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist hierbei die konsequente Nutzung des Schienengüterverkehrs: Dadurch konnten die Emissionen deutlich reduziert werden, was die Bedeutung einer hochwertigen Schieneninfrastruktur in der EU für die Unterstützung zirkulärer Entwicklungen unterstreicht.

Trotz der etwa 700 Kilometer langen Strecke zwischen den beiden Standorten, die der Zug in nur anderthalb Tagen zurückgelegt hat, entsteht so ein effizienter und emissionsarmer Materialkreislauf. Möglich wird dies auch durch den Einsatz leistungsstarker, interoperabler Lokomotiven, die eine hohe Zuglast ermöglichen, und die Verwendung von 100 % klimaneutralem Strom für den Antrieb.
 
Das Projekt ScanLoop mit Volvo Cars ist auch ein Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Tochtergesellschaften der Salzgitter-Gruppe. 

Sandrina Sieverdingbeck, Geschäftsführerin von DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union, sagt:
„Die Zusammenarbeit ist eine klare Bestätigung unserer Kreislaufwirtschaftsstrategie. Sie zeigt, wie industrielle Partnerschaften zur Ressourceneffizienz und zur Dekarbonisierung der Wertschöpfungskette beitragen können.

Dieser geschlossene Kreislauf ist auch ein weiterer Beweis für die gute Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Konzernunternehmen wie Salzgitter Mannesmann Scandinavia, DEUMU, VPS Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter und Salzgitter Flachstahl.“

(Quelle: Salzgitter AG)

 

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