EUROMETAL - der europäische Dachverband der Stahl-, Rohr- und Metallhändler plant für den Vormittag des 7. September 2026 eine Großdemonstration mit dem pragmatischen Namen European Convoy for Industrial Competitiveness. Unternehmen und Verbände aus ganz Europa wollen in Brüssel ein sichtbares Zeichen setzen und darauf hinweisen, dass Europas industrielle Wettbewerbsfähigkeit zunehmend unter Druck steht. Hohe Kosten, schwache Investitionsbedingungen und wachsende regulatorische Belastungen gefährden Produktion, Lieferketten und industrielle Arbeitsplätze. Die Demonstration des EUROMETAL führt direkt vor den Sitz der Europäischen Kommission.
Worum geht es?
Der Europäische Konvoi für industrielle Wettbewerbsfähigkeit bringt Unternehmen, Beschäftigte, Wirtschaftsverbände und industrielle Akteure aus ganz Europa zusammen, um politische Rahmenbedingungen einzufordern, die europäische Produktion, Investitionen und hochwertige Arbeitsplätze stärken.
Die Initiative wirbt für eine einfache Botschaft: Die Produktion in Europa zu erhalten.
Das Problem einfach erklärt
Europa exportiert seine eigene industrielle Basis.
Europäische Hersteller investieren erheblich, um die ambitionierten Umwelt- und Klimaziele der EU zu erfüllen. Stahlintensive Produkte, die außerhalb der EU hergestellt und in die EU eingeführt werden, unterliegen jedoch häufig keinen gleichwertigen Anforderungen.
Während Stahl, der in die EU eingeführt wird, Quoten, handelspolitischen Maßnahmen und CO₂-Kosten im Rahmen des CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) unterliegt, bleiben außerhalb der EU aus Stahl hergestellte Produkte von diesen Maßnahmen ausgenommen und gelangen ohne gleichwertige CO₂- oder handelsbezogene Verpflichtungen auf den Markt.
Dadurch entsteht ein unfairer Wettbewerb und eine erhebliche regulatorische Lücke, die Hersteller benachteiligt, die in Europa produzieren. Europäische Unternehmen haben daher höhere Produktionskosten als Wettbewerber, die fertige Produkte von außerhalb der EU importieren. Das führt zu Fabrikschließungen und Produktionsverlagerungen und bedroht Arbeitsplätze, Investitionen, industrielles Know-how, Wertschöpfung sowie die Nachfrage nach europäischem Stahl.
Wenn sich dieser Trend fortsetzt, droht Europa die Kontrolle über strategische industrielle Fähigkeiten zu verlieren, die für Verteidigung, Infrastruktur und die grüne Transformation entscheidend sind.
Der Europäische Konvoi für industrielle Wettbewerbsfähigkeit fordert faire Wettbewerbsbedingungen entlang der gesamten industriellen Wertschöpfungskette.
Warum das wichtig ist
Produktion ist weit mehr als Fabriken. Sie schafft Arbeitsplätze, stärkt lokale Gemeinschaften, treibt Innovationen voran und stellt die industrielle Kapazität bereit, die für Infrastruktur, Mobilität, Verteidigung und die grüne Transformation benötigt wird.
Wenn die Produktion Europa verlässt, verliert Europa nicht nur Fertigung, sondern auch Investitionen, Know-how und langfristige wirtschaftliche Resilienz. Dies wirkt sich auf Europas Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und Unabhängigkeit aus.
Produktion in Europa zu halten bedeutet, Wohlstand in Europa zu halten.
Programm
10:30 Uhr – Die Teilnehmenden versammeln sich am Robert-Schuman-Kreisverkehr.
11:00 Uhr – Pressekonferenz und Medieninterviews am Robert-Schuman-Kreisverkehr.
11:30 Uhr – Stiller Zug von Unternehmens- und Verbandsvertretern mit zehn symbolischen Industriesärgen
rund um das Berlaymont als symbolische Beerdigung der europäischen Produktionskapazitäten, Arbeitsplätze
und des industriellen Know-hows.
11:30 Uhr – Ankunft des Europäischen Konvois für industrielle Wettbewerbsfähigkeit im Europaviertel und
Positionierung der teilnehmenden Lkw auf dem Boulevard Charlemagne.
12:00 Uhr – Gleichzeitiges Hupen der Lkw als symbolischer Weckruf für Europas industrielle Zukunft.
12:05 Uhr – Übergabe der gemeinsamen Botschaft des Konvois an eine Vertreterin oder einen Vertreter der
Europäischen Kommission.
Der zeitliche Ablauf kann je nach Verkehrslage und Anweisungen der Polizei sowie der örtlichen Behörden angepasst werden.
(Quelle: EUROMETAL)
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