38 Millionen Tonnen Naturgestein und 11 Millionen Tonnen CO2 eingespart
Im Jahr 2025 wurden in der Europäischen Union etwa 17,8 Millionen Tonnen Hochofenschlacke (HOS, HS) und 16,8 Millionen Tonnen Stahlwerksschlacke (SWS) produziert. Durch einen zusätzlichen Abbau zwischengelagerter Hochofenschlacken standen insgesamt rund 36,1 Millionen Tonnen Eisenhüttenschlacken zur Verfügung. Davon kamen 31,9 Millionen Tonnen oder 88 Prozent als Baustoffe und Düngemittel sowie in anderen Anwendungen zum Einsatz.
Damit konnte europaweit der Abbau von 38 Millionen Tonnen Naturgestein und die Emission von 11 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden. Im Zeitraum von 2000 bis 2025 sind es insgesamt 1,25 Milliarden Tonnen Naturgestein und 330 Millionen Tonnen CO2.
Die 19,3 Millionen Tonnen Hochofenschlacken konnten 2025 zu 100 Prozent verwendet werden: 17,5 kamen als Hüttensand (HS) im Zement und 1,8 als Gesteinskörnung (HOS) im Beton- und Verkehrswegebau zum Einsatz. Von den 16,8 Millionen Tonnen SWS wurden 8,6 im Verkehrswegebau, 1,3 im Hochbau, 0,9 in Düngemitteln und 1,8 für die metallurgische Arbeit verwendet. Das sind insgesamt 12,6 Millionen Tonnen oder 75 Prozent.
Thomas Reiche, Vorstandsvorsitzender von EUROSLAG und Geschäftsführer des FEhS – Institut für Baustoff-Forschung:
„Eisenhüttenschlacken haben auch im vergangenen Jahr in Europa einen enormen Beitrag zu Ressourcenschonung, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft geleistet. Und das trotz großer politischer und wirtschaftlicher Herausforderungen.
EUROSLAG wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Nebenprodukte der Stahlindustrie als wertvolle Sekundärrohstoffe zum Einsatz kommen können, auch in einer transformierten Industrie. Dazu brauchen wir ausreichend finanzierte, praxisorientierte Forschung sowie optimierte nationale und europäische Regelwerke. Wie zum Beispiel beim Public Procurement Act und dem Circular Economy Act der EU.“
(Quelle: FEhS ‑ Institut für Baustoff‑Forschung e.V.)
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