Unternehmen
Recycling im MIRECO Werk Weitefeld - Photo: MERICO
09.12.2022

Europas erste Recyclingplattform sagt Industrie-Treibhausgasen den Kampf an

Was vor sechs Monaten als Joint Venture begann, geht nunmehr als Europas erste und größte Plattform im Bereich Feuerfest-Recycling an den Start: MIRECO ist die gemeinsame Marke von RHI Magnesita, Weltmarktführer für Feuerfestprodukte und -lösungen und der Horn & Co. Group, dem führenden Recyclingunternehmen in Europa. MIRECO geht dabei aus einer der vier Sparten der Horn & Co. Group – nämlich der „Minerals Recovery“ Sparte, die seit Jahrzehnten Expertise in der Branche aufweist – hervor. Gemeinsam verfügen die beiden Unternehmen, die jahrelang bereits eng zusammenarbeiten, über 100 Jahre Know-How im Bereich Feuerfest und Recycling. Das gemeinsame Ziel und damit die Mission von MIRECO: Die Industrien Europas zu dekarbonisieren.

Siegen/Wien. Hersteller von Feuerfest-Produkten wie RHI Magnesita können durchschnittlich 1,8 Tonnen CO2 einsparen, wenn sie eine Tonne recycelte Feuerfeststeine oder Material verwenden. Recycling ist demnach ein wahrer Booster beim Einsparen von CO2. MIRECO setzt genau hier an:

„Indem wir den Einsatz von recyceltem Material, Steinen oder Massen in der gesamten Feuerfestindustrie erhöhen, drosseln wir den CO2 Verbrauch in unserem Industriezweig, aber auch den der Kunden – darunter die globalen Stahl-, Zement- und Glashersteller - massiv“, erklärt Sabrina Salmen, Beirätin von MIRECO und Senior Executive VP Recycling bei RHI Magnesita.

„Es ist aber nicht damit getan, wenn nur wir als größter Player der Feuerfestindustrie Recycling forcieren. Eine große CO2-Einsparung erreichen wir erst dann, wenn alle Feuerfesthersteller recycelte Rohstoffe standardmäßig in ihr Portfolio aufnehmen“, ist Sabrina Salmen überzeugt. „Uns das tun sie nur, wenn sie höchste Qualität und einen Service
rundherum bekommen, die den Einsatz von Recyclingmaterial erleichtert. Daher ist MIRECO eine Plattform für das gesamte Ökosystem der Feuerfestindustrie, um mittels Kreislaufwirtschaft den Treibhausgasen den Kampf anzusagen.“

Kreislaufwirtschaft: Aufatmen für die Umwelt mittels Cero Waste

Herzstück von MIRECO ist das CERO (Continous Economic Recycling Optimization) Waste – Konzept, ein individuell auf den Kunden abgestimmtes Konzept, das mittels Kreislaufwirtschaft den Einsatz von hochwertigen, recycelten Rohstoffen möglich macht und teuren und umweltschädlichen Landfill so weit wie möglich verhindert.

Nenad Tanasic, CEO von MIRECO und Managing Director der Horn & Co. Group dazu: „Wir bieten unseren Kunden an, aus ihrem vermeintlichen Abfallprodukt – dem genutzten Feuerfeststein – einen hochqualitativen Rohstoff zu erzeugen, der wiederum für andere Player in der Branche ein wichtiger Baustein ist. MIRECO schafft das, in dem wir von Abfallmanagement über Recycling, Produktion und Verkauf von Feuerfeststeinen – alles aus einer Hand anbieten.“

MIRECO profitiert außerdem von den umfangreichen Research & Development Aktivitäten von RHI Magnesita, das vor allem in die Weiterentwicklung von Recycling investiert. MIRECO hat sich zum Ziel gesetzt, bereits im ersten Jahr seines Bestehens mehr als 160.000 Tonnen an Material zu verarbeiten, was eine CO2-Einsparung von über 300.000 Tonnen bedeutet – so viel wie etwa über 17 Millionen ausgewachsene Bäume jährlich kompensieren müssten.
Dafür stehen sieben Recycling-Werke in ganz Europa (Deutschland, Österreich, Schweden und Polen) mit insgesamt 150 MitarbeiterInnen bereit. Schon jetzt bedient MIRECO über 100 KundInnen in allen Ländern Europas. Künftig wird das Recycling-Geschäft von MIRECO auf weitere Länder ausgeweitet.

(Quelle: MERICO)

Schlagworte

CO2DeutschlandEinsparungEntwicklungFeuerfestprodukteIndustrieINGKreislaufwirtschaftPolenProduktionRecyclingRHI MagnesitaRohstoffeSchwedenServiceStahlUmweltUnternehmenUSAVerkaufWirtschaftZusammenarbeit

Verwandte Artikel

Luftbild des Moselstahlwerks in Trier
08.09.2026

Technische Ausrüstung des Moselstahlwerks Trier steht zum Verkauf

Die Anlagentechnik des gesamten schmelzmetallurgischen und Stranggießbereichs werden weltweit Investoren zum Kauf angeboten.

Anlagen Asien Danieli Draht Essen EU Indien ING Lichtbogenofen Messung Metallurgie Modernisierung Produktion Produktionsprozess Schmelze Schmelzen Schrott Stahl Stahlherstellung Stahlproduktion Stahlwerk Strangguss Tenova Verkauf Verlag
Mehr erfahren
Projektauftakt, v.l.n.r. hinten: Andreas Zaremba, Leiter TGA, Ilsenburger Grobblech GmbH, Sebastian Böhm, Entwicklungsingenieur, Ilsenburger Grobblech GmbH, Uwe Zischkale, Abteilungsleiter 3 Energie, Nachhaltigkeit, Strukturwandel, Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt; v.l.n.r. vorn: Dr. Robert Kühn, Vorsitzender der Geschäftsführung, Ilsenburger Grobblech GmbH, Denis Loeffke, Bürgermeister Stadt Ilsenburg, Dr. Franziska Sondej, Energiesysteme und Infrastrukturen, Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, Andreas Künne, Energiemanager, Ilsenburger Grobblech GmbH
07.09.2026

Vorstudie in Ilsenburg startet

Mit dem Projektauftakt in der Stadtverwaltung Ilsenburg startet die Vorstudie „Smart Industry Orchestration Ilsenburg“.

Automatisierung Blech Bleche Bund Energie Entwicklung Ergebnis EU Fraunhofer Grobblech HZ Ilsenburger Grobblech GmbH Industrie ING Klima Klimaschutz Nachhaltigkeit Politik Produktion Produktionsprozess Sachsen Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Studie Transformation Umwelt Unternehmen USA Wettbewerb Wirtschaft Wirtschaftsstandort
Mehr erfahren
Neue Warmrichtmaschine in Mühheim
07.09.2026

Salzgitter AG nimmt Warmrichtmaschine in Betrieb

Die Anlage im Werk der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (Mülheim a. d. R.) unterstreicht die Rolle des Salzgitter-Konzerns als Partner für Infrastruktur im Zukunft...

Anlagen Anlagenbau Blech Bleche DSV Energie Energiewende Entwicklung Essen EU Gesellschaft Grobblech HZ Inbetriebnahme ING Investition Montage Offshore Produktion Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH Stahl Technik USA Vorstand Wettbewerb Zusammenarbeit
Mehr erfahren
04.09.2026

Acciaierie Venete nimmt weitere Einzelstab-Richtanlage in Betrieb

Die fortschrittliche SBQ-Endbearbeitungstechnologie wurde von Danieli im Werk Padua implementiert. Sie garantiert hochwertigen Stabstahl und steigert die betriebliche Eff...

Automation Automatisierung Betriebssicherheit Danieli EU Inbetriebnahme Industrie ING Instandhaltung Italien KI Messe Produktion Prozessleitsystem Service Stahl Strategie Unternehmen USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
03.09.2026

WV Stahl: Zuschuss zu Netzentgelten muss erhalten bleiben

Die Bundesregierung hat eine Neuregelung des Zuschusses zu den Übertragungsnetzentgelten beschlossen. Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der WV Stahl, bewertet...

Bund Energie EU Industrie Stahl Wirtschaft Wirtschaftsvereinigung
Mehr erfahren