Trendthema
Drahtproduktion bei Feralpi - Foto: Gruppe Feralpi
05.06.2023

Feralpi ist unter Europe’s Climate Leaders vertreten

Die Feralpi Gruppe ist der einzige italienische Stahlhersteller, der im Ranking 2023 der Europe’s Climate Leaders, das vom Financial Times in Zusammenarbeit mit Statista erstellt wurde, vertreten ist. Unter den 500 europäischen Unternehmen, die ihre Treibhausgase im Verhältnis zum Umsatz im Zeitraum 2016-2021 am erfolgreichsten reduzieren, sind nur 33 in Italien beheimatet. Drei davon stammen aus dem Cluster „Construction & Building Materials“, darunter Feralpi, das zu den bedeutendsten Stahlproduzenten Europas zählt. Dies bestätigt die von Feralpi geförderte Nachhaltigkeitsstrategie, die bereits in der Ausgabe 2022 gewürdigt wurde.

Die Anforderungen zur Aufnahme in die Rangliste 2023 waren noch nie so hoch wie heute: Es wurden nicht nur die Verringerung der Scope-1- und Scope-2-Emissionen (direkte und indirekte Emissionen) berücksichtigt, sondern auch die Transparenz bei der Offenlegung der Scope-3-Emissionsdaten (sie beinhalten die sich aus der Wertschöpfungskette ergebenden indirekten Emissionen) sowie die Pläne zur Emissionsreduzierung bewertet.

Diesen Analysen zufolge hat die Feralpi Gruppe einen CARR-Wert (die durchschnittliche jährliche Emissionsreduzierung über einen mehrjährigen Zeitraum) erreicht, der die Scope-1- und Scope-2-Emissionen summiert und ins Verhältnis zur Umsatzsteigerung im Zeitraum 2016-2021 in Höhe von 9,9 % setzt. Dabei ergibt sich eine Verringerung der Kernemissionen von insgesamt 22,9 %.

Es gilt Mehrwerte für die Stakeholder zu schaffen

Giuseppe Pasini, Präsident der Feralpi Gruppe, sagt:
„Dass wir zum zweiten Mal in Folge zu den Europe’s Climate Leaders des Blatts Financial Times gehören bestätigt uns in der Überzeugung, dass wir auf dem richtigen Weg sind, um einen Beitrag zum Klimawandel zu leisten. Die Herstellung der besten Stähle mit geringstmöglichen Auswirkungen liegt in unserer Verantwortung.

Und genau daran orientiert sich unsere ESG Strategy, die ihrerseits neue Kreislaufmodelle sowie Investitionen zur Elektrifizierung der Prozesse, zur Eigenproduktion erneuerbarer Energien und zum Ersatz fossiler Brennstoffe, wo immer dies möglich ist, umfasst.

Diese Anerkennung erreicht uns auf dem Weg zur Dekarbonisierung, den wir vor vielen Jahren eingeschlagen haben und fortsetzen werden. Wir haben ihn gewollt, geplant, bewertet und geteilt, mit dem Endziel, Mehrwert für unsere Stakeholder zu schaffen.“

Klare Definition des Weges hin zum grünen Stahl

Uwe Reinecke, Werksdirektor von Feralpi Stahl, ergänzt:
„Wir treiben den Transformationsprozess für unser Stahlwerk Feralpi Stahl in Riesa stark in Richtung Dekarbonisierung und damit zum nachhaltigen, grünen Stahl voran. Wir sehen es als Verpflichtung, Stahl mit und für die Menschen in der Region sowie im Einklang mit der Umwelt zu produzieren.

Dafür investieren wir kräftig in neue Anlagen und den Ausbau unseres Werkes in Riesa – das Investitionsvolumen von über 200 Mio. Euro unterstreicht diese Bemühungen. Das emissionsfreie neue Spooler-Walzwerk mit der neuesten Technologie ist deutlicher Ausdruck des Anspruchs, in Zukunft CO2-freien Stahl zu produzieren.

Seit Jahren arbeiten wir konsequent an einer nachhaltigen und umweltschonenden Produktion – nicht umsonst kann sich unsere Umweltbilanz sehen lassen und wird mit einer EMAS-Zertifizierung offiziell honoriert. Wir, Feralpi Stahl in Riesa, haben unseren Weg zum grünen Stahl klar definiert und werden diesen auch konsequent und erfolgreich beschreiten.“

Die vom Blatt Financial Times in Zusammenarbeit mit Statista untersuchten Unternehmen wurden zur Überprüfung und Bestätigung ihrer Daten kontaktiert. Darunter wurden die 500 Firmen mit der größten Verringerung der Emissionsintensität in die Endliste der Climate Leaders 2023 aufgenommen.

(Quelle: Feralpi Gruppe)

Schlagworte

2016AnlagenDekarbonisierungElektrifizierungEmissionenEnergieEUINGInvestitionItalienKlimaNachhaltigkeitProduktionStahlStahlwerkStrategieTransformationTransformationsprozessUmweltUnternehmenUSAWalzwerkZusammenarbeit

Verwandte Artikel

Von links: Herbert Eibensteiner, CEO der voestalpine AG und Franz Kainersdorfer, Mitglied des Vorstandes der voestalpine AG und Leiter der Metal Engineering Division
19.06.2026

voestalpine: greentec steel im Zeitplan

Die voestalpine nimmt an ihrem Standort Donawitz in knapp einem Jahr wie geplant einen Elektrolichtbogenofen (EAF) in Betrieb und kombiniert so Elektrostahlproduktion mi...

Aufsichtsrat CO2 CO2-Emissionen Donawitz Einsparung Elektrolichtbogenofen Emissionen EU Hochofen Inbetriebnahme Industrie ING Investition Kernaggregate Klima Klimaschutz Lichtbogenofen Logistik Metallurgie Montage Produktion Schrott Schulung Sinter Sinteranlage Stahl Stahlproduktion Stahlwerk Strategie Transformation Umwelt Voestalpine AG Vorstand Weiterbildung
Mehr erfahren
19.06.2026

thyssenkrupp-Aufsichtsrat stimmt für Verselbstständigung von tk accelis

tk accelis (vormals thyssenkrupp Materials Services) soll im Wege einer Abspaltung als eigenständiges Unternehmen aufgestellt werden und an die Börse geführt werden.

Distribution DSV Entwicklung EU Getriebe Handel IBU Industrie ING Lieferketten Service Strategie Thyssen thyssenkrupp Thyssenkrupp AG Thyssenkrupp Materials Services Transformation Unternehmen Verteidigung Vorstand Werkstoff
Mehr erfahren
Vormaterial-Lager, Burbach
18.06.2026

SHS erhält Auszeichnung für Klimaschutz

SHS-Gruppe erhält erneut Bestnote für klimafreundliches Lieferketten-Engagement.

Auszeichnung CDP Dekarbonisierung Dillinger EU Europa ING Klima Klimaschutz Lieferketten Nachhaltigkeit Saarstahl SHS – Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA Stahl Strategie Transformation Unternehmen
Mehr erfahren
Hauptgeschäftsstelle Berlin
18.06.2026

Gesamtmetall meldet Verluste an Arbeitsplätzen

M-E-Beschäftigung sinkt seit nunmehr zweieinhalb Jahren ununterbrochen. Arbeitsplatzverluste bislang trotzdem nur halb so hoch wie Produktionsrückgang. Ausrüstungsinvesti...

ABB Bund Deutschland EU IBU Industrie ING Investition Produktion Unternehmen Wettbewerb Zahlen
Mehr erfahren
Grafik der geplanten Anlage
17.06.2026

U.S. Steel beauftragt Midrex mit Bau einer DRI-Anlage

Mit einer Investition von 1,9 Milliarden US-Dollar entsteht bei Big River Steel Works eine Midrex-Anlage mit einer Jahreskapazität von 2,5 Millionen Tonnen

Bergbau Bund Direktreduktion DRI-Anlage Einsatzstoffe Eisenschwamm Emissionen Energie Energieeffizienz Erdgas EU Hochofen HZ Inc. Industrie ING Investition Konverter Lieferketten Midrex Modernisierung Nachhaltigkeit Nippon Steel Nordamerika Partnerschaft Produktion Schmelze Stahl Stahlherstellung Stahlindustrie Stahlproduktion Stahlwerk Transport Unternehmen USA Verkauf Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren