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Photo: GMH Gruppe)
22.11.2024

Harz Guss Zorge bekommt neuen Eigentümer

Im Zuge ihrer Portfolio-Fokussierung auf die Kerngeschäftsfelder Kreislaufwirtschaft (Recycling), Green Steel (insbesondere warmgewalzte Langprodukte) und Heavy Forging (Großschmiedestücke), trennt sich die GMH Gruppe von der Eisengießerei Harz Guss Zorge GmbH (HGZ) aus dem niedersächsischen Walkenried. Das Unternehmen ist spezialisiert auf kernintensiven, maßgeschneiderten Eisenguss und Entwicklungspartner für namhafte Hersteller aus den Bereichen Baugeräte, Kompressoren-, Eisenbahn- und Maschinenbau. HGZ beschäftigt knapp 450 Mitarbeitende und gehörte seit dem Jahr 2000 zur GMH Gruppe.  

Im Zuge eines strategischen Konzentrationsprozesses auf die nachhaltige Herstellung und Veredelung von Stahl hat die GMH Gruppe nach einem geeigneten Investor für das nicht mehr zum Kerngeschäft gehörende Eisengussgeschäft gesucht und diesen nach intensiver Prüfung auch gefunden: Der US-amerikanische Investor Hugh Aiken hat über die vergangenen drei Jahrzehnte bereits in mehrere Eisen, Stahl und Aluminium verarbeitende Unternehmen in den USA und Europa investiert und deren Profitabilität gesteigert, darunter Firmen in Polen, Frankreich und Schweden.

„Wir freuen uns sehr, mit Hugh Aiken einen so erfahrenen Investor für Harz Guss Zorge präsentieren zu können“, erklärt Dr. Alexander Becker, CEO der GMH Gruppe. „Es ist uns wichtig, für unser Eisenguss-Geschäft einen strategischen Partner gefunden zu haben, einen ,best owner`, der umfangreiche Expertise aus der europäischen Metallindustrie mitbringt und diese zum weiteren Wohlergehen der HGZ GmbH und seiner Beschäftigten einsetzen kann.“

 Der Kaufvertrag zwischen der GMH Gruppe und Hugh Aiken wurde am 12. November unterschrieben und am 21. November rechtswirksam vollzogen. Er begründet den Übergang der Harz Guss Zorge GmbH auf den neuen Eigentümer rückwirkend zum 1. September 2024.  

Verkäufer, Käufer und Mitarbeitende werden durch Beiträge jeweils in Millionenhöhe die künftige Finanzkraft des Unternehmens stärken. Investor Aiken hat sich zum Ziel gesetzt, die Produktivität zu erhöhen, die technischen Verfahren zu verbessern sowie die Kundenbeziehungen zu vertiefen und auszubauen. Aiken, der auch Französisch und Deutsch spricht, übernimmt zunächst auch die Geschäftsführung bei Harz Guss Zorge, während nach einem neuen Geschäftsführer für das Unternehmen gesucht wird.  

„Der Wettbewerb im Metallgeschäft, insbesondere mit China und Indien, ist hart. Unser Interesse muss es sein, das Know-how und die Fertigungskapazitäten in den Vereinigten Staaten wie auch in Europa zu erhalten, ökonomisch wie sicherheitspolitisch“, erläutert Aiken seine Motivation für Investments in der Metallbranche.

 Für die Mitarbeitenden von Harz Guss Zorge bedeutet die neue Eigentümerschaft eine stärkere Fokussierung auf die spezifischen Herausforderungen der Gießerei. Dazu zählen unter anderem die Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks, eine Priorisierung von Investitionen, die Optimierung von Sandentsorgung und Recycling sowie Automatisierungsmaßnahmen. Gleichzeitig bleibt die anhaltende Konkurrenz durch Niedriglohnländer aus Asien und der Türkei eine zentrale Herausforderung.

(Quelle: GMH Gruppe)

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