Unternehmen
Transport von Kaltband-Coils im SSAB-Werk Borlänge, Schweden - Photo: SSAB / Henrik Hansson
28.01.2026

Rückläufige Märkte prägten die Jahresbilanz 2025 bei SSAB

Das Betriebsergebnis des SSAB-Konzerns für das Gesamtjahr 2025 belief sich auf 6.116 (2024: 7.860) Millionen SEK und wurde durch schwächere Märkte negativ beeinflusst.

Die Strategie von SSAB, den Anteil des Premiumangebots zu erhöhen, hat sich ausgezahlt und die Gewinnmargen im Jahr 2025 gestützt, als der Stahlmarkt schwach war. Die Alleinstellungsmerkmale der Produkte von SSAB Special Steels und das globale Vertriebsmodell trugen trotz eines schwächeren Marktes zu stabilen Preisen bei, und die Lieferungen von hochfestem Stahl von SSAB Europe an die Automobilbranche lagen auf einem relativ guten Niveau. Die starke Position von SSAB auf dem US-amerikanischen Markt für Grobblech, wo die Gewinnmargen besser waren als in Europa, war ein weiterer Faktor, der das Ergebnis im Laufe des Jahres stützte.

Angesichts des schwachen europäischen Marktes ergriff SSAB im Jahr 2025 verschiedene Maßnahmen, um das Kostenniveau anzupassen, darunter Zeitkonten, Kurzarbeit sowie ein restriktiver Kostenansatz.

Bislang gab es nur begrenzte direkte Auswirkungen der US-Stahlzölle, da SSAB mit seiner Premium-Strategie und seiner bedeutenden lokalen Produktion in den USA gut positioniert ist. Nur ein begrenztes Volumen an Spezialprodukten, insbesondere hochfeste Stähle für die Automobilindustrie, wird aus den skandinavischen Ländern exportiert.

Die Transformation von SSAB hin zu einer modernen, klimaneutralen Stahlproduktion schreitet voran, und die strategischen Investitionen im Jahr 2025 wurden planmäßig umgesetzt. Der Umbau am Standort Oxelösund (Schweden) wird fortgesetzt, der Bau des neuen Elektrolichtbogenofens (EAF) ist im Gange. Am Standort Luleå begann im Sommer 2025 der Bau eines hocheffizienten Elektrostahlwerks. Die Transformationsprojekte sind Schlüsselelemente der Strategie von SSAB, die Führungsposition im Premiumsegment weiter auszubauen.

Anfang Oktober 2025 schlug die Europäische Kommission neue Handelsmaßnahmen vor, die bestehende Safeguards ersetzen und die Widerstandsfähigkeit der europäischen Stahlindustrie stärken sollen. Der nächste Schritt besteht darin, dass das Europäische Parlament und der Ministerrat den Vorschlag prüfen und darüber entscheiden. Darüber hinaus wurde im Januar 2026 der CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) der EU mit dem Ziel, gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, vollständig in Kraft gesetzt. SSAB geht davon aus, dass diese Maßnahmen das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem europäischen Markt verbessern werden.

Die langfristigen Bemühungen von SSAB zur Verbesserung der Sicherheit am Arbeitsplatz haben zu guten Ergebnissen geführt, und die Häufigkeit von Arbeitsunfällen mit Ausfallzeiten (LTIF) sank im Jahr 2025 auf einen historischen Tiefstand von 0,56 (2024: 0,75). Auch die Gesamtzahl der meldepflichtigen Unfälle (TRIF) erreichte mit 5,6 (2024: 6,7) einen historischen Tiefstand.

Quelle: SSAB

Schlagworte

AutomobilBetriebsergebnisBlechCO2ElektrolichtbogenofenElektrostahlwerkErgebnisEUFinnlandGeschäftsjahrGrobblechHandelIndustrieInvestitionKlimaKurzarbeitLichtbogenofenLieferungProduktionSchwedenSSABStahlStahlindustrieStahlmarktStahlproduktionStahlwerkStrategieTransformationUSAVertriebWettbewerb

Verwandte Artikel

Das Tata Steel Kalinganagar und das SMS group Team feiern die erfolgreiche Inbetriebnahme der Anlage
06.11.2026

Tata Steel nimmt Brammengießanlage in Betrieb

Tata Steel und SMS group haben im Stahlwerk Nr. 1 von Tata Steel Kalinganagar die dritte Zweistrang-Brammengießanlage in Betrieb genommen. Nach kurzer Zeit erreichte sie...

2016 ABB Anlagen Automatisierung Bramme Entwicklung Ergebnis EU Inbetriebnahme ING KI Ltd Ltd. Partnerschaft Produktion Schmelze Schmelzen SMS SMS group Stahl Stahlwerk USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Feier zur Inbetriebnahme JSW
06.11.2026

Zweite Säureregenerationsanlage bei JSW Steel Coated Products in Betrieb

Die Anlage wurde bei JSW Steel Coated Products Limited am Standort Vasind im indischen Bundesstaat Maharashtra vom Technologiekonzern Andritz erfolgreich in Betrieb genom...

ANDRITZ AG Anlagen Beizlinie Bund EU Gesellschaft Inbetriebnahme Indien Industrie Säureregenerationsanlage Stahl Umwelt Unternehmen Verkauf Zink
Mehr erfahren
Von links: Jacobus Steyn, Leiter des Geschäftsbereichs Energie bei Alleima; Hanhee Lee, Vizepräsidentin der Abteilung Wachstum/Beschaffung bei Doosan Enerbility; Göran Björkman, Geschäftsführer bei Alleima; Alistair Black, Vizepräsident für den Geschäftsbereich Großbritannien bei X-Energy; Robert Leone, leitender Direktor für die Lieferkette bei X-Energy; und Carl von Schantz, Leiter des Geschäftsbereichs Rohre bei Alleima.
05.11.2026

Alleima erhält ersten Auftrag für Rohrleitungen für Kernreaktoren

Alleima hat von Doosan Enerbility seinen ersten Auftrag über Dampferzeugerrohre für einen heliumgekühlten kleinen modularen Reaktor (SMR) der nächsten Generation erhalten...

Elektrifizierung Energie Entwicklung EU Getriebe Industrie Investition Kernenergie Produktion Rohre Sandvik Schweden Temperatur Tube Unternehmen USA Werkstoff Werkstoffe Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Mitarbeiter von Nucor Steel Berkeley, Primetals Technologies und Clecim an der neuen Kontinuierlichen  Verzinkungsanlage in Huger, South Carolina, nach der erfolgreichen Produktion des ersten  Premiumklasse-Coil.
05.11.2026

Nucor produziert ersten Bund auf Durchlaufverzinkungsanlage

Die Anlage produziert Automobil-Außenstähle in Sichtqualität und höchstfeste Stähle (AHSS). Die firmeneigenen Technologien Rapid Cooling und Querfeld-Induktionserwärmung...

Aluminium Anlagen Automatisierung Automobil Brenner Brennertechnik Bund Entwicklung Ergebnis EU HZ Inbetriebnahme Indien ING Japan Lieferung Montage Nordamerika Primetals Produktion Service Stahl Strategie Technik Unternehmen USA Walzwerk Zink Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Visualisierung der Direktreduktionsanlage von thyssenkrupp Steel in Duisburg: Der angepasste Förderbescheid schafft eine verlässliche Grundlage für die weitere Umsetzung des Dekarbonisierungsprojekts tkH2Steel.
03.11.2026

Förderung stärkt Dekarbonisierungsprojekt tkH2Steel

thyssenkrupp Steel hat den Änderungsbescheid zur Förderung seines Dekarbonisierungsprojekts tkH2Steel erhalten. Diese bereits angekündigte Anpassung der Förderauflagen is...

Anlagen Anpassung CO2 Dekarbonisierung Direktreduktion Duisburg Emissionen Entwicklung Erdgas EU EU-Kommission Europa Förderung Hochofen IBU Industrie ING Klima Klimaziel Klimaziele Lieferketten Marktbedingungen Produktion Schmelze Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Stahlwerk Thyssen thyssenkrupp Thyssenkrupp Steel Europe Thyssenkrupp Steel Europe AG Transformation Transport Unternehmen Vorstand Wasserstoff Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren