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Birgit Potrafki, Finanzvorständin der Salzgitter AG - Photo: Salzgitter AG
13.05.2026

Salzgitter-Konzern mit sehr erfreulichem Start in das Geschäftsjahr 2026

Der Salzgitter-Konzern verzeichnete im ersten Quartal 2026 mit 280 Mio. € EBITDA VX sowie 179 Mio. € EBT VX ein sehr erfreuliches Resultat, das wesentlich getragen wurde vom außerordentlich hohen Beitrag der Aurubis-Beteiligung. Die geopolitischen Unsicherheiten insbesondere nach Ausbruch des Krieges in Nahost belasteten insbesondere die stahlnahen Aktivitäten, gleichwohl erwirtschafteten die Geschäftsbereiche Stahlerzeugung und Handel sowie Technologie positive Ergebnisse. Das Ergebnisverbesserungsprogramm P28 leistete mit zusätzlichen 43 Mio. € Kostensenkungseffekt einen Beitrag zum Resultat. Bei weiterhin hohen Investitionen, vor allem im Zusammenhang mit dem Umsetzungsfortschritt der ersten Stufe unseres Dekarbonisierungsprogramms SALCOS®, verbesserte sich die Nettofinanzposition per 31.03.2026 im Vergleich zum Jahresende 2025 auch aufgrund der Vereinnahmung von 253 Mio. € Fördermitteln auf – 679 Mio. €.

Der Außenumsatz des Salzgitter-Konzerns rangierte im ersten Quartal 2026 mit 2,3 Mrd. € (Q1 2025: 2,3 Mrd. €) auf einem stabilen Niveau. Das EBITDA VX stieg auf 279,7 Mio. € (Q1 2025: 78,6 Mio. €) und lag ebenso wie das EBT VX (179,1 Mio. €; Q1 2025: - 27,3 Mio. €) deutlich über dem Vergleichswert. Dieses starke Ergebnis ist maßgeblich auf den Beitrag der at-equity (IFRS-Bilanzierung) einbezogenen Beteiligung an der Aurubis AG in Höhe von 147,0 Mio. € (Q1 2025: 48,0 Mio. €) zurückzuführen. Neben dem operativ erwarteten Ergebnisanteil wurde dieser überwiegend durch hohe Bewertungs­effekte aus Metallpreisen positiv beeinflusst. Inklusive - 83,7 Mio. € Bewertungs­effekte aus der Umtauschanleihe in Aktien der Aurubis AG erwirtschaftete der Salzgitter-Konzern 195,9 Mio. € EBITDA (Q1 2025: 78,6 Mio. €) und 95,3 Mio. € Gewinn vor Steuern (Q1 2025: - 27,3 Mio. €). Aus 81,9 Mio. € Nachsteuerresultat (Q1 2025: - 34,6 Mio. €) errechnen sich 1,49 € Ergebnis je Aktie (Q1 2025: - 0,66 €). Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals ohne Ergebniseffekte im Zusammenhang mit der Bewertung der Umtauschanleihe (ROCE VX) betrug 11,6 % (Q1 2025: - 0,5 %).

Aufgrund der vielfältigen geopolitischen Unsicherheiten bleibt die Prognostizierbarkeit sowohl der weiteren konjunkturellen Entwicklung als auch der Bewertung börsennotierter Wirtschaftsgüter eingeschränkt. Die geplanten öffentlichen Investitions- und Infrastrukturprogramme führen noch nicht zu einer deutlichen konjunkturellen Belebung. Gleichwohl erwarten wir im weiteren Jahresverlauf positive Impulse aus den EU-Handelsschutzmaßnahmen. Insgesamt rechnen wir weiterhin mit einer lediglich moderaten Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und erwarten im Geschäftsjahr 2026 für den Salzgitter-Konzern:

  • einen Umsatz von rund 9,5 Mrd. €,
  • ein EBITDA VX zwischen 625 Mio. € und 725 Mio. €,
  • ein EBT VX zwischen 200 Mio. € und 300 Mio. € sowie
  • eine leicht über dem Vorjahresniveau liegende Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE VX)

In dieser Prognose sind Auswirkungen aus der möglichen Umsetzung der am 6. Februar 2026 bekanntgegebenen Eckpunkte zur Fortführung der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH unter alleiniger Verantwortung der Salzgitter AG nicht berücksichtigt.

Da die Bewertung der im Oktober 2025 platzierten Umtauschanleihe zu nicht operativ bedingten und mitunter signifikanten Ergebnisschwankungen führen kann, basiert die Konzernprognose seit dem Geschäftsjahr 2026 auf bereinigten Steuerungskennzahlen. Bei der Berechnung des EBT VX (Earnings before Taxes and Valuation Exchangeable) und EBITDA VX (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation, Amortization and Valuation Exchangeable) sowie des ROCE VX (Return on Capital Employed) werden die Ergebniseffekte, die im Zusammenhang mit der Bewertung der Umtauschanleihe stehen, eliminiert.

Birgit Potrafki, Finanzvorständin der Salzgitter AG:

„Der Start in das Geschäftsjahr 2026 war trotz der immensen Herausforderungen aus der Geopolitik ermutigend. Es ist besonders erfreulich, dass sämtliche Geschäftsbereiche zur Ergebnisverbesserung beitrugen. Eine wichtige Säule dabei war unser Performanceprogramm P28, das 43 Mio. € zusätzliche Kostensenkungseffekte lieferte. Den größten Anteil an der Ergebnisverbesserung steuerte unsere Beteiligung an der Aurubis AG bei, deren Resultat aufgrund der hohen Preise für Edelmetalle außerordentlich hoch war. Unsere Nettofinanzposition hat sich seit Jahresbeginn ebenfalls erheblich verbessert. Dieser starke Start ins Jahr 2026 stimmt uns für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich und hat uns veranlasst, unsere Gewinnprognose nach oben anzupassen."

Wie schon in den vergangenen Jahren weisen wir darauf hin, dass Chancen und Risiken aus aktuell nicht absehbaren Erlös-, Vormaterialpreis- und Beschäftigungsentwicklungen sowie Veränderungen von Währungskursen den Geschäftsverlauf des Jahres 2026 erheblich beeinflussen können.

(Quelle: Salzgitter AG)

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