Wirtschaft
Karte ausgewählter Stahlwerke in der Golf-Region - Picture: Earth-i
12.05.2026

Stahlproduktion in der Golf-Region erholt sich vom Einbruch Anfang April

Laut dem „SAVANT Global Monitoring“ von Earth-i erholt sich die Stahlproduktion im Nahen Osten, nachdem der Anteil der aktiven Produktionskapazitäten von über 80 % Anfang März auf unter 40 % einen Monat später dramatisch gesunken war. Aktuelle Daten aus dem Stahlproduktionsaktivitätsindex von Earth-i, der das Aktivitätsniveau anhand von Satellitendaten signalisiert, zeigen, dass die aktive Kapazität Anfang Mai auf fast 60 % gestiegen war.

Militärische Angriffe auf die beiden größten Stahlhersteller des Iran (Mobarakeh Steel und Khouzestan Steel) haben die Betriebsanlagen schwer beschädigt und die Stahlproduktion drastisch eingeschränkt. Diese beiden Werke produzieren zusammen bis zu 13 Millionen Tonnen pro Jahr und werden sich voraussichtlich erst in Monaten, wenn nicht sogar erst in über einem Jahr wieder erholen.

Auch andere Werke im Iran hatten ihre Produktion im April gedrosselt, haben sie seitdem jedoch wieder hochgefahren – insbesondere Mobarakeh Steel Hormuzgan (Nennkapazität 1,5 Mio. t/Jahr) und Kish South Kaveh Hormuzgan (2,4 Mio. t/Jahr), das den gesamten April über stillstand. Beide verzeichnen laut den beobachteten Betriebsdaten eine Erholung. Esfahan Steel (4,6 Mio. t/Jahr) arbeitet mit etwa der Hälfte seiner normalen Kapazität.

An anderen Standorten am Persischen Golf war United Steel Industrial Kuwait (1,2 Mio. t/Jahr) im März und in der ersten Aprilhälfte stillgelegt, während im saudischen Hadeed-Werk in Al Jubail (SABIC) (6 Mio. t/Jahr) Ende März eine reduzierte Stahlproduktion zu beobachten war. Industries Qatar Steel Mesaieed (2,6 Mio. t/Jahr) verzeichnete im März und in der zweiten Aprilhälfte Produktionspausen, während GHC Emirates Steel Industries Abu Dhabi (3,5 Mio. t/Jahr) seine Produktion nach einem kurzen Rückgang Anfang April weitgehend aufrechterhalten konnte.

Das saudische Werk Al Ittefaq Arab Steel in Dammam (2,6 Mio. t/Jahr) und das iranische Werk Natanz Steel in Isfahan (1 Mio. t/Jahr) bleiben weiterhin inaktiv.

Earth-i ist ein Geodaten-Analyseunternehmen und stellt fortschrittliche Analysen bereit, die auf der automatisierten Auswertung einer Reihe von geografischen Erdbeobachtungsdatenquellen basieren, darunter Farbbilder, Farbvideos, Infrarot- und Radardaten aus verschiedenen Quellen wie Satelliten, Drohnen, Luft- und bodengestützten Sensoren. Diese Daten werden mit zusätzlichen Datenquellen zusammengeführt, um fundierte Erkenntnisse zu gewinnen und vorausschauende Einblicke für eine Reihe von Märkten wie Rohstoffe, Lieferketten, Landwirtschaft, Infrastruktur und Verteidigung zu generieren.

(Quelle: Earth-i)

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AnlagenEmirateIndustrieIranKILieferkettenProduktionRohstoffeSaudi-ArabienSensorenStahlStahlwerkUnternehmenVerteidigungWirtschaft

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