Waelzholz treibt seine globale Wachstumsstrategie voran und baut das erste eigene Kaltwalzwerk in Mexiko. Ab Mitte 2028 wird das Unternehmen am neuen Standort bei Saltillo jährlich bis zu 50.000 Tonnen hochwertige Stahlwerkstoffe für den nordamerikanischen Markt fertigen. Damit reagiert der Weltmarktführer für kaltgewalzte Stahlwerkstoffe auf die steigende Nachfrage in der Region und sichert seinen Kunden eine lokale Versorgung nach höchsten Qualitätsstandards. Für Waelzholz stellt das Projekt einen entscheidenden Schritt zur Stärkung der globalen Wertschöpfungsketten dar.
„Mit der Investition in ein eigenes Kaltwalzwerk in Mexiko begegnen wir dem wachsenden Bedarf unserer Kunden vor Ort mit technologisch führenden Lösungen direkt in der Region. Dieser Meilenstein festigt unsere Position als verlässlicher Partner in einem der dynamischsten Märkte weltweit“, erklärt Dr. Heino Buddenberg, Vorsitzender der Geschäftsführung der Waelzholz Gruppe.
Der nordamerikanische Markt, insbesondere Mexiko als aufstrebendes Zentrum der Automobil- und Elektroindustrie, bietet großes Potential für kaltgewalzte Stahlwerkstoffe. So auch für Waelzholz. Mit dem neuen Produktionsstandort, der ca. 85 Kilometer westlich von Monterrey liegt, transformiert Waelzholz seine bisherige Vertriebspräsenz in eine vollwertige lokale Fertigung. Diese Entscheidung ist eine direkte Antwort auf die enorme Marktdynamik in der Region, in der allein im Jahr 2024 rund 16 Millionen Fahrzeuge produziert wurden, während der mexikanische Zuliefersektor seit 2019 um über 33 Prozent gewachsen ist.
„Unsere Kunden in Nordamerika fordern Planungssicherheit und technische Nähe. Mit dem Werk in Mexiko bieten wir genau das – technologische Kompetenz direkt vor Ort“, sagt Andreas Reil, Globaler Vertriebsleiter bei der Waelzholz Gruppe.
Durch diesen konsequenten „Local-for-Local“-Ansatz ist Waelzholz zudem in der Lage, die strengen Ursprungsregeln des USMCA-Abkommens vollumfänglich zu erfüllen und gleichzeitig mit maximaler Flexibilität auf spezifische regionale Kundenwünsche zu reagieren.
Hochmoderne Fertigung mit Wachstumskapazitäten
Auf einer Fläche von rund 60.000 Quadratmetern entsteht eine hochmoderne Fertigung, die ab Mitte 2028 den Betrieb aufnehmen soll und auf eine Kapazität von 50.000 Tonnen maßgeschneiderter Bandstahlprodukte pro Jahr ausgelegt ist. Der neue Standort deckt die vollständige Prozesskette der Kaltwalztechnologie ab. Das Werk wird dabei 100 neue Arbeitsplätze in der Region schaffen.
Das Konzept ist von Beginn an auf Wachstum ausgelegt und ermöglicht eine schrittweise Erhöhung der Kapazität auf bis zu 100.000 Tonnen pro Jahr. Im Fokus stehen hochwertige kaltgewalzte Bandstähle für anspruchsvolle Anwendungen, die weltweit harmonisierte Produktionsparameter garantieren. Damit stellt Waelzholz sicher, dass Kunden in Nordamerika identische Materialeigenschaften und engste Toleranzen erhalten, wie sie es von den anderen Waelzholz-Standorten gewohnt sind.
Das Produktportfolio konzentriert sich dabei vorerst auf Bandstahl und umfasst u.a. hochlegierten, niedriglegierten und hochfesten Bandstahl, sowie DC-Güten. Bandstahl wird in der Automobilindustrie unter anderem für Getriebeteile, Sitzkomponenten und in der Fahrsicherheit eingesetzt. Auch bei Werkzeugen und der Elektroindustrie kommt Bandstahl von Waelzholz zum Einsatz.
Hohe Verfügbarkeit und kurze Lieferketten
Ein zentrales Argument für den neuen Standort ist die radikale Verkürzung der Transportwege. Vor allem für Kunden im Süden der USA und Mexiko sind diese aktuell oft Tausende Kilometer lang. Durch die lokale Fertigung wird die Resilienz der Lieferketten signifikant erhöht, da sich die Lieferzeiten drastisch verkürzen und die Planungssicherheit für die Kunden vor Ort steigt.
„Hohe Verfügbarkeit und kurze Wege. Mit dem neuen Werk und unserem Service Center in Cleveland sind wir für unsere Kunden in Nordamerika so nah wie nie zuvor“, sagt Omar Chávez, kaufmännischer Geschäftsführer von Waelzholz México.
Nachhaltige Zukunftssicherung und verringerter ökologischer Fußabdruck
Waelzholz schließt damit eine Lücke in der regionalen Supply Chain für Präzisionsbandstahl.
„Internationalisierung bedeutet für Waelzholz nachhaltige Zukunftssicherung. Mit dem neuen Produktionsstandort in Mexiko erweitern wir unser globales Netzwerk gezielt in einem strategisch wichtigen Wirtschaftsraum und stärken die regionalen Lieferketten unserer global agierenden Kunden“, erklärt Dr. Heino Buddenberg.
Gleichzeitig zahlt die Reduktion der Logistikwege direkt auf die Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens und seiner Partner ein, da der verringerte ökologische Fußabdruck in der modernen Industrie einen immer wichtigeren Wettbewerbsvorteil darstellt.
(Quelle: Waelzholz Gruppe)
Schlagworte
AutomobilEUGetriebeHZIndustrieINGInvestitionKaltwalzwerkKILieferkettenLogistikNachhaltigkeitNordamerikaProduktionServiceStahlStahlwerkStrategieTransportUnternehmenUSAVertriebWalzwerkWerkstoffWerkstoffeWettbewerbWettbewerbsfähigkeitWirtschaft