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Frank Koch, CEO, Swiss Steel Group - Photo: Swiss Steel Group
10.11.2022

Swiss Steel Group verzeichnet erwarteten Rückgang der Aktivität im Q3 2022

Swiss Steel Group, ein weltweit führender Anbieter von Speziallangstahl, gab am 10.11.0222 für das dritte Quartal 2022 einen Umsatz von EUR 946,8 Mio. bekannt, verglichen mit EUR 765,0 im Vorjahresquartal. Dies entspricht einem Anstieg von 24 %. Die Absatzmenge sank um – 11 % auf 364 Kilotonnen von 410 Kilotonnen im Q3 2021. Das bereinigte EBITDA belief sich auf EUR 9,6 Mio., gegenüber EUR 41,8 Mio. im Vorjahresquartal.

Die Nettoverschuldung belief sich auf EUR 913,2 Mio., was einem Rückgang von EUR 23,1 Mio. von EUR 936,3 Mio. gegenüber dem Stand am
Ende des zweiten Quartals 2022 entspricht. Geschäftsentwicklung im dritten Quartal 2022.

Mit 364 Kilotonnen wurde im dritten Quartal 2022 – 11,2 % weniger Stahl verkauft als im gleichen Quartal des Vorjahres (Q3 2021: 410 Kilotonnen). Der Rückgang erstreckte sich über alle Produktgruppen, wobei der stärkste Rückgang bei RSH-Stahl (– 17,6 %) zu verzeichnen war, aber auch bei Edelbaustahl (– 10,2 %) und Werkzeugstahl (– 6,3 %) sank die Absatzmenge.

Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Tonne Stahl lag im dritten Quartal 2022 bei EUR 2’604 und damit deutlich über dem Vorjahresquartal mit EUR 1’868 pro Tonne. Basispreiserhöhungen und die Weitergabe höherer Rohstoff- und Energiepreise an unsere Märkte hatten insgesamt höhere Verkaufspreise zur Folge.

Aufgrund dieser höheren durchschnittlichen Verkaufspreise stieg der Umsatz im dritten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 23,8 % auf EUR 946,8 Mio. Der Umsatzanstieg erstreckte sich über alle Produktgruppen. Nach Regionen aufgeschlüsselt ist der Umsatz in allen unseren Absatzmärkten gestiegen, wobei der stärkste Anstieg auf dem amerikanischen Markt (+54,3 %) zu verzeichnen war.

Das bereinigte EBITDA belief sich im dritten Quartal 2022 auf EUR 9,6 Mio. im Vergleich zu EUR 41,8 Mio. im Vorjahresquartal, da der Konzern seine Produktion deutlich an die geringere Marktnachfrage angepasst hat.

Der Free Cash Flow (Cash Flow aus Betriebstätigkeit nach Abzug des Cash Flow aus Investitionstätigkeit) belief sich im dritten Quartal 2022 auf EUR 52,2 Mio. (Q3 2021: EUR – 18,2 Mio.), da das Nettoumlaufvermögen entsprechend der geringeren Aktivität reduziert wurde.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022
Die geopolitische Lage ist nach wie vor instabil, es wird weiterhin mit zahlreichen Lieferengpässen gerechnet
und es droht eine mögliche Konjunkturabschwächung, vor allem in Europa. Die erheblichen Unsicherheiten in
Bezug auf die Preisentwicklung und Verfügbarkeit von Energie sowie den rechtlichen Rahmen für mögliche
politische Gegenmassnahmen können derzeit nicht abschliessend beurteilt werden. Deshalb rechnen wir mit
einer weiterhin gedämpften Marktnachfrage und einem damit verbundenen Margenrückgang. Unter der
Annahme, dass keine weiteren negativen Einflüsse eintreten, erwarten wir ein bereinigtes EBITDA am unteren
Ende der unveränderten Spanne zwischen EUR 220 und 260 Mio.

CEO Frank Koch kommentiert:
"Die Aktivitäten verlangsamten sich saisonal bedingt in den Sommermonaten. In den aktuell herausfordernden Zeiten kam eine geringere Marktnachfrage hinzu, die wir im Rahmen unserer Produktionsplanung bereits antizipiert hatten. Der konstante Aufwärtstrend unseres Umsatzes auf EUR 946,8 Mio. im dritten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahresquartal war hauptsächlich auf einen Anstieg des durchschnittlichen Verkaufspreises um fast 40 % auf EUR/t 2’604 zurückzuführen, während die Absatzmenge im gleichen Zeitraum um 11 % zurückging. Diese Faktoren führten zu einem bereinigten EBITDA von EUR 9,6 Mio.

Die stark schwankende Marktnachfrage und die anhaltend hohen Kosten für Inputfaktoren werden in den kommenden Monaten weitere Massnahmen zur Anpassung unserer Produktion und Kostenpositionen erfordern.

Dennoch erzielen wir gute Fortschritte bei unserem strategischen Programm SSG 2025. Am 1. September 2022 haben wir den ersten wichtigen Schritt getan und den Betrieb unserer neuen Vertriebsdivisionen Stainless Steel, Engineering Steel und Tool Steel aufgenommen. Unterstützt durch die konzernweite Vereinheitlichung von Produktionsprozessen können wir mit dem umfassenden Marktansatz der neuen Organisation in Zukunft einen effizienteren und massgeschneiderten Kundendienst anbieten.

Angesichts der aktuellen Energiekrise wird deutlich, wie wichtig und notwendig es ist, unsere Position in der nachhaltigen Stahlherstellung weiter zu stärken. Unsere Roadmap zur Erfüllung unserer Verpflichtung im Rahmen der Science Based Target Initiative (SBTi) und zur Verringerung unserer CO2-Emissionen um 42 % in den nächsten zehn Jahren ist fertiggestellt. Wir gehen dabei von unserem derzeitigen CO2-Fussabdruck aus, der etwa 78 % unter dem weltweiten Branchendurchschnitt liegt."

(Quelle: Swiss Steel)

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