Statement
Photo: WV Stahl
13.04.2026

WV Stahl-Hauptgeschäftsführerin zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses

Am 13. April 2026 hat die Bundesregierung konkrete Maßnahmen zur Stärkung des Industriestandorts und Entlastungen bei den Energiepreisen bekanntgegeben.

Dazu Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl:
„Es ist gut, dass sich die Bundesregierung heute auf eine einheitliche und klare Position beim EU Automotive Package verständigt hat. Wir begrüßen insbesondere das Bekenntnis zum Anrechnungsmechanismus für emissionsarmen Stahl, der von der EU-Kommission vorgeschlagen worden war. Denn damit werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: die Automobilindustrie erhält auf ihrem Weg in die Klimaneutralität mehr Flexibilität.

Zugleich wird die Nachfrage nach klimafreundlicherem Stahl gezielt gestärkt. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu einem Leitmarkt für grünen Stahl – bei dem für uns entscheidend ist, dass dieser emissionsarme Stahl auch in der EU produziert worden ist.

Zu bedauern ist, dass die Koalitionspartner beim Energiesofortprogramm die Industrie ausgeklammert haben. Gerade für energieintensive Branchen wie die Stahlindustrie führt die jüngste Energiekrise zu erheblichen Zusatzbelastungen, die die ohnehin international nicht wettbewerbsfähigen Energiepreise noch weiter erhöhen.

Umso wichtiger ist jetzt, die bereits angekündigten Maßnahmen umgehend umzusetzen: vor allem bei der Strompreiskompensation brauchen wir schnell Planungssicherheit!

Die aktuelle Krise bestätigt einmal mehr, wie wichtig verlässliche politische Rahmenbedingungen sind. Um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Industrie- und Stahlstandorts langfristig sicherzustellen, braucht es eine mutige industriepolitische Entscheidung, die einen Strompreis für die Industrie von 50 Euro pro Megawattstunde sicherstellt – und das all in, also inklusive Netzentgelte, Abgaben und Umlagen.“

(Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl)

Schlagworte

AutomobilAutomotiveAutomotive PackageBundEnergieErgebnisEUEU-KommissionIndustrieINGKlimaLeitmarktStahlStahlindustrieUSAWettbewerbWirtschaftWirtschaftsvereinigung

Verwandte Artikel

Mit Hilfe der Atomsonde untersuchte Xizhen Dong, eine der Erstautorinnen der Studie und Postdoktorandin am Max-Planck-Institut für Nachhaltige Materialien, wie sich Wasserstoff bei erhöhten Temperaturen auf Nickelbasis-Superlegierungen auswirkt. Solche Legierungen werden unter anderem für Turbinenschaufeln in Gasturbinen und Flugzeugen eingesetzt.
10.08.2026

Forschung zu Wasserstoffeinfluss auf Turbinenwerkstoffe

Ziel ist es zu erforschen, wie Wasserstoff die Nickelbasis-Superlegierungen – der Werkstoff für Turbinenschaufeln – unter den extremen Bedingungen beeinflusst.

Bund China CO2 CO2-Emissionen Deutschland Emissionen Energie Ergebnis EU Forschung HZ IMU ING Legierungen Max-Planck-Institut Studie Temperatur Umwelt Wasserstoff Werkstoff Werkstoffe Wirtschaft
Mehr erfahren
Beispiel für Nachhaltiges Wirtschaften: Aus der Schlacke von EAFs können Metalle zurückgewonnen werden
07.08.2026

EcoVadis: Silber für Salzgitter AG

Wie bereits im Vorjahr hat der Konzern eine Silbermedaille im aktuellen EcoVadis-Rating für seine Leistungen im Bereich Nachhaltigkeit erhalten

Auszeichnung EU ING Nachhaltigkeit Salzgitter Salzgitter AG Stahl Umwelt Unternehmen
Mehr erfahren
voestalpine Headquarter
06.08.2026

voestalpine zeigt solide Entwicklung im 1. Quartal 2026/27

Die voestalpine hat im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 (1. April 2026 – 30. Juni 2026) ein solides Ergebnis erwirtschaftet.

ABB Aufsichtsrat Automobil Automotive Betriebsergebnis Bund Deutschland Donawitz Energie Entwicklung Ergebnis EU Europa Finanzierung Geschäftsjahr HZ Industrie ING Innovation Investition Kanada Lagertechnik Logistik Maschinenbau Metallurgie Nordamerika Produktion Schienen Schrott Stahl Stahlproduktion Strategie Technik USA Vereinbarung Verkauf Voestalpine AG Vorstand Werkstoff Werkstoffe Wirtschaft
Mehr erfahren
Jennifer Weihs
05.08.2026

Neue Chief Human Resources Officer bei tk accelis

Der Aufsichtsrat der tk accelis Management AG hat Jennifer Weihs mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 zur Chief Human Resources Officer (CHRO) bestellt.

Aufsichtsrat Entwicklung EU ING KI Tk accelis USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Matthieu Jehl, neuer Präsident der Business Area Europe bei Outokumpu
04.08.2026

Outokumpu verändert Führung für Europa

Matthieu Jehl wurde zum President der Business Area Europe ernannt. Die Business Lines Stainless Europa und Advanced Materials werden zusammengeführt.

Energie EU Europa Industrie ING KI Krefeld Legierungen Stahl Stahlindustrie Strategie Unternehmen USA Vertrieb Wettbewerb
Mehr erfahren