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Der Standort in Dünkirchen - Bild: ArcelorMittal
13.02.2026

ArcelorMittal baut Elektrolichtbogenofen in Dünkirchen

ArcelorMittal bestätigt den Bau eines Elektrolichtbogenofens (EAF) an seinem Stahlstandort in Dünkirchen – eine strategische Investition von 1,3 Mrd. €, die einen großen Schritt in der Dekarbonisierung der Stahlproduktion von ArcelorMittal in Frankreich darstellt.

ArcelorMittal freute sich dazu, den französischen Präsidenten Emmanuel Macron am Standort Dünkirchen begrüßen zu dürfen. Präsident Macron, begleitet von Roland Lescure, Minister für Wirtschaft, Finanzen sowie industrielle, energie- und digitale Souveränität, und Sébastien Martin, beigeordneter Industrieminister, wird von Reiner Blaschek, CEO ArcelorMittal Europe – Flat Products, Anne van Ysendyck, Leiterin Government Affairs & Environment, Alain Le Grix de la Salle, Vorsitzender von ArcelorMittal France, sowie Bruno Ribo, CEO von ArcelorMittal France, empfangen.

Die Inbetriebnahme dieses EAF mit einer Kapazität von 2 Millionen Tonnen ist für 2029 geplant. Er wird Stahl mit dreimal weniger CO₂ im Vergleich zu einem Hochofen produzieren (0,6 t CO₂ pro Tonne Stahl im EAF auf Basis eines Einsatzmixes aus Schrott, HBI/DRI und Roheisen). Die Finanzierung wird durch Energieeffizienzzertifikate (CEE) unterstützt – einen regulatorischen Mechanismus zur Förderung von Energieeinsparungen und CO₂-Reduktion. Die Förderung wird 50 % der Investitionssumme von 1,3 Mrd. € ausmachen.  

Vertrauen in politische Entwicklungen

In den letzten Monaten hat die Europäische Kommission wichtige regulatorische Vorschläge veröffentlicht, insbesondere hinsichtlich der Begrenzung unfairer Importe durch den Zollkontingent-Mechanismus (Tariff Rate Quota, TRQ), der die Importmenge beschränkt und zusätzliche Abgaben für Importe oberhalb der Grenzen vorsieht, und der Reform des CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (Carbon Border Adjustment Mechanism, CBAM).

ArcelorMittal begrüßt die Fortschritte der Europäischen Kommission beim besseren Schutz der europäischen Stahlindustrie. Nun ist es wichtig, den TRQ umzusetzen und den CBAM schnellstmöglich anzupassen, um verbleibende Schlupflöcher zu schließen. Unter der Annahme einer vollständigen Umsetzung erwartet ArcelorMittal die Wiederherstellung fairer Wettbewerbsbedingungen im europäischen Stahlmarkt und damit die Sicherung einer nachhaltigen Zukunft der Stahlproduktion innerhalb der Europäischen Union.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist der kürzlich unterzeichnete Vertrag mit EDF zur langfristigen Sicherung einer wettbewerbsfähigen, CO₂-armen Stromversorgung. Dies stellt einen wichtigen Schritt in der Energiestrategie von ArcelorMittal France dar. Diese drei Entwicklungen zusammen schaffen das Vertrauen, um diese Investition nun zu bestätigen.

Notwendige Rahmenbedingungen sind gegeben

Aditya Mittal, CEO von ArcelorMittal, sagte:
„Ich freue mich sehr, dass wir diese Investition von 1,3 Mrd. € in Dünkirchen nun starten können, die das langfristige Engagement unseres Konzerns in Frankreich unterstreicht. Ich danke Präsident Macron und der französischen Regierung, die die Herausforderungen der europäischen Stahlindustrie sehr früh erkannt haben. Ihre Unterstützung – insbesondere bei der Anpassung der Schutzmechanismen für den Stahlmarkt – wird der gesamten Stahlindustrie in Europa zugutekommen, beginnend hier in Dünkirchen.“

 

Bild: ArcelorMittal
Geert van Poelvoorde, CEO von ArcelorMittal Europe Bild: ArcelorMittal

Geert van Poelvoorde, CEO von ArcelorMittal Europe, sagte:
„Die Entscheidung zum Bau eines EAF bei ArcelorMittal Dünkirchen zur Produktion von CO₂-armem Stahl im industriellen Maßstab für unsere Kunden wurde möglich, weil nun die notwendigen Rahmenbedingungen gegeben sind. Das neue Zollkontingent wird unfaire Importe in die EU begrenzen, während der CBAM für gleiche Wettbewerbsbedingungen für europäische Produzenten sorgt. In Frankreich war die Unterstützung von Regierung und Behörden entscheidend.

Nun konzentrieren wir uns darauf, das EAF-Projekt in Dünkirchen erfolgreich umzusetzen und wirtschaftlich erfolgreich zu betreiben. Wir werden zudem prüfen, ob weitere EAFs anderswo in Europa gebaut werden können – mit einer vorsichtigen Haltung, die unserem wirtschaftlichen Dekarbonisierungsansatz entspricht.

Eine starke Stahlindustrie in jedem europäischen Land, in dem wir tätig sind, ist eine zentrale Grundlage für eine prosperierende Industrie, und ich hoffe, dass die in Frankreich geschaffenen Bedingungen anderswo wiederholt werden können, damit wir künftig weitere Investitionen tätigen können.“ 

Erweiterung des Produktangebots zielt auch auf den Automobilsektor

Reiner Blaschek, CEO ArcelorMittal Europe – Flat Products, sagte:
„Heute markiert einen wichtigen Meilenstein für ArcelorMittal mit dem Start dieser großen Dekarbonisierungsinvestition in Dünkirchen. Die effektive Umsetzung der angekündigten Maßnahmen ist entscheidend für den Erfolg des Projekts. ArcelorMittal investiert und transformiert seine Anlagen, um die langfristige Zukunft der Stahlproduktion im Herzen der Europäischen Union und die Versorgung seiner europäischen Kunden zu sichern.“ 

In seinem Werk Mardyck nahe Dünkirchen nimmt ArcelorMittal zudem in diesem Quartal eine neue Produktionseinheit für Elektrobandstahl in Betrieb. Mit einer Investition von 500 Mio. € stellt diese mit modernster Technologie ausgestattete Anlage – abgesehen von Dekarbonisierungsprojekten – die größte Investition des Konzerns in Europa in den letzten zehn Jahren dar. ArcelorMittal erweitert damit sein Produktangebot in Europa zur Unterstützung der Elektrifizierung in Industrie- und Automobilsektor.

(Quelle: ArcelorMittal)

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