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Photo: thyssenkrupp
24.06.2025

Außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrat der thyssenkrupp AG

thyssenkrupp treibt die geplante Verselbstständigung des Segments Marine Systems (TKMS) weiter konsequent voran. In einer außerordentlichen Sitzung hat der Aufsichtsrat der thyssenkrupp AG am 23.06.2025 den Pänen des Vorstands zur Abspaltung eines Minderheitsanteils von TKMS zugestimmt. Mit der Aufstellung als eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen sollen die Wettbewerbsfähigkeit und die Wachstumschancen von TKMS nachhaltig gestärkt werden.

Die Pläne sehen vor, das Marinegeschäft unter einer neuen Holding-Gesellschaft zu bündeln und 49 Prozent der TKMS-Aktien an die Aktionärinnen und Aktionäre der thyssenkrupp AG im Verhältnis ihrer Beteiligung an der thyssenkrupp AG zu übertragen. Die Aktionärinnen und Aktionäre der thyssenkrupp AG würden damit zu unmittelbaren Anteilseignern von TKMS. Mit der Abspaltung verbleiben 51 Prozent – und damit der Mehrheitsanteil – an TKMS bei der thyssenkrupp AG. TKMS ist damit weiterhin ein vollkonsolidiertes Unternehmen im thyssenkrupp-Konzern. Die Aktionärinnen und Aktionäre der thyssenkrupp AG werden bei einer außerordentlichen Hauptversammlung am 8. August 2025 um Zustimmung zu dem Vorhaben gebeten. Ziel ist es, die Notierung von TKMS an der Frankfurter Wertpapierbörse noch innerhalb des laufenden Kalenderjahres abzuschließen.

Prof. Siegfried Russwurm, Vorsitzender des Aufsichtsrats der thyssenkrupp AG:
„TKMS ist der Beweis dafür, dass Deutschland bei Spitzentechnologien weltweit Maßstäbe setzen kann. Der Aufsichtsrat der thyssenkrupp AG ist davon überzeugt, dass TKMS das enorme Wachstumspotenzial als ein globaler Vorreiter der maritimen Verteidigungsindustrie in einer eigenständigen Aufstellung am besten ausschöpfen kann. Deshalb empfehlen wir den Aktionärinnen und Aktionären der thyssenkrupp AG, bei der außerordentlichen Hauptversammlung den Plänen des Vorstands zur Verselbständigung von TKMS zuzustimmen.“

TKMS zählt als Weltmarktführer für nicht-nuklear betriebene U-Boote zu den führenden Systemanbietern in der maritimen Verteidigungsindustrie. Mit einem Auftragsbestand auf Rekordniveau von etwa 18 Milliarden Euro sind die Produktionskapazitäten des Unternehmens bis weit ins nächste Jahrzehnt ausgelastet. Die langfristigen geostrategischen Entwicklungen bieten dem Unternehmen zudem weitere Wachstumschancen, die durch die eigenständige Aufstellung bestmöglich genutzt werden sollen.

Die geplante Abspaltung steht im Einklang mit der strategischen Neuaufstellung des Konzerns. Die thyssenkrupp AG strebt im Grundsatz an, mittelfristig eine strategische Konzernführungsgesellschaft mit eigenverantwortlichen Einheiten zu werden und dabei die Mehrheitsbeteiligungen an den Geschäften zu halten. Bereits in der Vergangenheit wurden ähnliche Schritte unternommen, wie beispielsweise die Börsennotierung der Wasserstofftochter thyssenkrupp nucera.

Zukunftskonzept zur strategischen Weiterentwicklung des Konzerns vorgestellt

Im Rahmen der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats hat der Vorstand der thyssenkrupp AG dem Aufsichtsrat zudem den aktuellen Stand seines strategischen Zukunftskonzeptes für die Weiterentwicklung des Gesamtkonzerns vorgestellt, das im Mai in Teilen vorzeitig bekannt geworden war. Kern der Überlegungen ist es, alle Geschäftsbereiche von thyssenkrupp schrittweise zu verselbstständigen und für die Beteiligung Dritter zu öffnen. Mit der weit fortgeschrittenen Abspaltung eines Minderheitsanteils von Marine Systems und dem angestrebten 50/50-Joint-Venture von thyssenkrupp Steel Europe mit EPG wurden hierfür bereits wichtige Schritte in die Wege geleitet.

In den kommenden Jahren sollen sich die Segmente Materials Services und Automotive Technology ebenfalls kapitalmarktfähig aufstellen und dann in die Eigenständigkeit folgen. Auch das noch junge Segment Decarbon Technologies soll perspektivisch verselbstständigt werden, sobald die dafür nötigen Voraussetzungen geschaffen sind und der Markt für grüne Technologien dies zulässt. Dabei strebt die thyssenkrupp AG im Grundsatz an, dass sie auch nach der Herstellung der Kapitalmarktfähigkeit eine Mehrheitsbeteiligung an den Geschäftsbereichen hält. Ziel ist es, einen fokussierten, agilen und neu gegliederten Industriekonzern zu bilden: die thyssenkrupp AG als strategische Konzernführungsgesellschaft mit starken, eigenverantwortlichen Unternehmen.

Vertrag von CEO Miguel Ángel López Borrego um fünf Jahre verlängert

In der heutigen außerordentlichen Sitzung hat der Aufsichtsrat zudem die Verlängerung des Vertrags mit dem Vorstandsvorsitzenden der thyssenkrupp AG, Miguel Ángel López Borrego, um fünf Jahre bis zum 31. Mai 2031 beschlossen. Der bisherige Vertrag von Herrn López endet Ende Mai 2026.

Aufsichtsratsvorsitzender Siegfried Russwurm:
„In den vergangenen zwei Jahren hat Miguel López die strategische Neuaufstellung von thyssenkrupp mit enormer Energie sowie klarer Zielsetzung vorangetrieben und dabei wichtige Fortschritte erzielt. Das gilt insbesondere für die angestoßene Neuausrichtung und den 20-prozentigen Einstieg von EPG bei thyssenkrupp Steel Europe, für die weit fortgeschrittene Verselbstständigung von Marine Systems sowie für die Gründung des Bereichs Decarbon Technologies inklusive der Neustrukturierung von Geschäften.

Das dem Aufsichtsrat in Grundzügen vorgestellte Zukunftskonzept, das der Vorstand derzeit weiter im Detail ausarbeitet, zeigt einen in sich konsistenten Weg für die Weiterentwicklung des Konzerns auf. Es eröffnet die Chance, die Wirtschaftlichkeit der Geschäftsbereiche und deren Rolle als wichtige industrielle Arbeitgeber in der Region zurückzugewinnen. Der Konzern befindet sich in einem anspruchsvollen und dringend erforderlichen Transformationsprozess, bei dem es jetzt auf Verlässlichkeit, Führungskraft und klare Prioritätensetzung ankommt. Die Vertragsverlängerung von Miguel López ist Ausdruck unseres Vertrauens in seine Führungsstärke und unserer Überzeugung, dass klare Orientierung und Kontinuität entlang des eingeschlagenen Weges entscheidend für den weiteren Fortschritt und die Zukunft von thyssenkrupp sind.“

(Quelle: thyssenkrupp AG)

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