Unternehmen
Mit nachhaltigen Produkten, wie den CO2-reduzierten Rohren der Marke CliMore® unterstützt Benteler seine Kunden dabei, ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. - Bild: Benteler
13.03.2025

Benteler Gruppe zieht positives Fazit für 2024

Die Benteler Gruppe hat im Jahr 2024 trotz rückläufiger Märkte in der Automobil- und Stahlrohrindustrie ein solides Geschäftsergebnis erzielt: Das Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 8,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 8,8 Mrd. Euro).

Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Adjusted EBITDA) belief sich auf 594 Mio. Euro (Vorjahr: 793 Mio. Euro). Effizienzsteigerungen und strategische Fortschritte in allen Unternehmensbereichen halfen, Rückgänge im Automobil- und Stahlrohrmarkt abzufedern.

Die größte Division des Konzerns, Benteler Automotive Components, steigerte ihr Adjusted EBITDA trotz geringerer Volumina um 27 Mio. Euro auf 365 Mio. Euro. Das Modulgeschäft von Benteler konnte das hohe Vorjahresniveau mit einem Adjusted EBITDA von 107 Mio. Euro (Vorjahr: 111 Mio. Euro) halten.

Die Division Benteler Steel/Tube hingegen verzeichnete aufgrund stark rückläufiger Mengen und Preise deutliche Umsatz- und Ergebnisrückgänge gegenüber dem Vorjahr.

Ralf Göttel, CEO der Benteler Gruppe, resümiert:
„Die Rahmenbedingungen für die Industrie in Europa – insbesondere in Deutschland – sind herausfordernd. Auch wir konnten uns diesem Trend nicht vollkommen entziehen. Gleichzeitig belegen unsere grundsoliden Jahreszahlen: Wir wissen mit Rahmenbedingungen dieser Art umzugehen.

Das vergangene Jahr hat erneut gezeigt, dass wir organisatorisch und strategisch gut aufgestellt sind. 2024 war harte Arbeit für Benteler – aber kein Drama. Bei allen Negativmeldungen um uns herum, spricht das für sich.“

Bild: Benteler
Der Vorstand der Benteler Gruppe: Ralf Göttel (links), CEO, und Dr. Tobias Braun (rechts), CFO. Bild: Benteler
Profitables Geschäft in schwierigen Märkten

Die globale Fahrzeugproduktion ging 2024 um etwa eine Million Fahrzeuge zurück (Quelle: S&P Global Mobility Forecast 02-2025) – der erste Rückgang seit dem Wiederaufschwung nach der Corona-Zeit.

Die schwierigen Bedingungen im Stahlrohrsektor äußerten sich in marktbedingten Volumenrückgängen und einem gesunkenen Preisniveau im europäischen und nordamerikanischen Markt. Dennoch arbeitete Benteler in all seinen Geschäftsbereichen profitabel.

Tobias Braun, CFO der Benteler Gruppe:
„Nach zwei Rekordjahren in Folge konnten wir das Niveau 2024 aufgrund der Marktlage nicht halten. Unter dem Strich steht dennoch das drittbeste Jahr in der Unternehmensgeschichte von Benteler – in einem Jahr mit heftigem Gegenwind für unsere Industrie.

Dies zeigt, welch hohes Profitabilitätsniveau wir durch unsere konsequente Transformation in den vergangenen Jahren erreicht haben. Wir haben auch 2024 nicht allein auf Werterhaltung gesetzt, sondern weiterhin strategische Initiativen verfolgt, in Wachstumsmärkte und Zukunftsthemen investiert.“

Strategische Erfolge in allen Geschäftsbereichen

Die erfolgreiche Umsetzung der Strategie belegen Fortschritte aus allen Bereichen des Unternehmens: In den USA baute Benteler seine Produktionskapazitäten mit einem neuen Standort in der Stadt Wyoming aus, stärkte gleichzeitig bestehende Standorte durch Investitionen in Spartanburg und Shreveport.

In Asien unterstützte das Unternehmen neue Akteure in der Automotive-Branche bei ihren Markteintritten – beispielsweise Xiaomi und Nio. Die Benteler-Tochter HOLON gewann Anfang 2024 mit TASARU Mobility Investments einen finanzstarken Partner für die Entwicklung und Industrialisierung autonomer Fahrzeuge.

Zudem wurden Pläne für den ersten Produktionsstandort in Jacksonville, USA, konkretisiert und die ersten Prototypen erfolgreich getestet. Parallel trieb Benteler die nachhaltige Transformation seiner Branchen voran – beispielsweise durch neue Partnerschaften für die nachhaltigeren Stahlrohre der Marke CliMore® von Benteler Steel/Tube sowie Produktinnovationen für die E-Mobilität, darunter warmgeformte Batterieträger und Batteriekühlplatten.

Auch seine Kennzahlen im Bereich Nachhaltigkeit konnte das Unternehmen deutlich verbessern. So sanken die produktionsbedingten Emissionen (Scope-1 & Scope-2) im Vergleich zum Vorjahr um 26 %, während die Scope-3-Emissionen um 7 % sowie die Wasserentnahme in Gebieten mit Wasserstress um 19 % reduziert werden konnten.

Ausblick 2025

Auch in Zukunft bleibt die kontinuierliche Verbesserung in allen Bereichen des Unternehmens der Schlüssel zum Geschäftserfolg des globalen Konzerns.

Benteler-CEO Ralf Göttel unterstreicht dies:
„Das Marktumfeld bleibt auch 2025 volatil. Dennoch bin ich zuversichtlich: Benteler verfügt über ein breites und ausbalanciertes Portfolio, einzigartige Expertise, hohen Pioniergeist – und über das Know-how, flexibel zu agieren.

Ich bin überzeugt: Die zahlreichen Initiativen, die wir 2024 und in den Jahren davor angestoßen haben, werden weitere Früchte tragen.“

(Quelle: Benteler Gruppe)

Schlagworte

AutomobilAutomotiveBENTELER GruppeCoronaDeutschlandEmissionenEntwicklungErgebnisEUGeschäftsjahrHZIndustrieINGInnovationInvestitionNachhaltigkeitNordamerikaPartnerschaftProduktionRohreStahlStahlrohreStrategieTransformationTubeUmzugUnternehmenUSAWirtschaftZahlen

Verwandte Artikel

Laborversuch im 1-kg-Maßstab
29.09.2026

Outokumpu stellt EvoMaterials vor

Proprietäre Technologieplattform für die Herstellung CO₂-armer hochangereicherter Metalle – auf dem Weg zur Pilotproduktion

Bund Chrom DSV Emissionen Entwicklung EU Europa Forschung HZ Industrie ING Innovation KI Klima Legierungen Lieferketten Outokumpu Patent Produktion Projektmanagement Unternehmen USA Vereinbarung Verteidigung Vorstand Werkstoff Werkstoffe Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren
28.09.2026

steelbuy: Neue Plattform von tk accelis in den USA gestartet

Die Plattform unterstützt die Strategie von tk accelis, in Nordamerika zu expandieren und die Digitalisierung von Lieferketten voranzutreiben

Aluminium Blech Bleche Coils Digitalisierung Edelstahl EU Handel Industrie ING Lieferketten Modernisierung Nordamerika Service Stahl Stahlhandel Stahlindustrie Stahlwerk Strategie Tk accelis Unternehmen USA Verkauf Verlag Vertrieb
Mehr erfahren
25.09.2026

CO₂-Rechnung für Stahl könnte sich verdoppeln

EUROFER schätzt, dass die steigenden EU-CO₂-Abgaben den konventionellen Hochofenstahl nach 2030 drastisch verteuern werden

Dekarbonisierung Emissionen Energie Entwicklung Essen EU EUROFER Europa Handel Hochofen HZ IBU Importe Industrie ING Investition Klima Klimaneutraler Stahl Messe Schrott Transformation Unternehmen Verkauf Verlag Wettbewerb Wirtschaft Zahlen Zertifikat
Mehr erfahren
24.09.2026

Rohstahlerzeugung im August 2026: Weiterhin verhaltene Erholung

Die Rohstahlproduktion in Deutschland hat im August 2026 mit einem Plus von 1,7 Prozent im Vorjahresvergleich nur leicht zugelegt.

Deutschland EU Hochofen ING Konverter Produktion Rohstahlproduktion Schrott Stahl Stahlerzeugung Stahlproduktion Wirtschaft Wirtschaftsvereinigung
Mehr erfahren
Nicklas Magnusson, Leiter Sustainability & Safety bei Ovako
23.09.2026

Erstellung von Umweltproduktdeklarationen optimieren

Mit seiner digitalen Lösung kann Ovako, ein skandinavische Stahlhersteller, Umwelt-Produkt-Deklarationen (EPD) für Stahlprodukte in nur wenige Minuten erstellen.

Emissionen Energie Ergebnis Essen EU IBU Industrie ING KI Lieferketten Ltd Nachhaltigkeit Ovako Produktion Produktionsprozess Rohstoffe Spezialstahl Stahl Transport Umwelt Umweltproduktdeklaration USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren