Wirtschaft
Photo: © unsplash
27.03.2026

Globale Stahl-Überkapazitäten sind ernsthafte Gefahl für Europas Industrie

Der Europäische Stahlverband (EUROFER) hat darauf hingewiesen, dass die jüngsten in Paris veröffentlichten OECD-Daten eine sich verschärfende globale Stahlkrise bestätigen. EUROFER fordert die EU daher auf, rasch zu handeln und ihre neuen Maßnahmen im Stahlhandel zu verabschieden.

Laut OECD beliefen sich die weltweiten Überkapazitäten im Stahlsektor im Jahr 2025 auf rund 640 Millionen Tonnen, was mehr als 200 Millionen Tonnen über der gesamten Stahlproduktion der OECD liegt, und sie werden voraussichtlich weiter steigen. Gleichzeitig ist die weltweite Stahlproduktionskapazität auf einen Rekordwert von 2,4 Milliarden Tonnen gestiegen.

Axel Eggert, Generaldirektor von EUROFER, sagte:
„Die Ergebnisse der OECD sind eindeutig: Die weltweiten Überkapazitäten im Stahlsektor sind nicht nur enorm, sie nehmen auch weiter zu. Dies ist eine existenzielle Bedrohung für die europäische Stahlproduktion, Investitionen und Arbeitsplätze.“

Vor diesem Hintergrund betonte EUROFER, dass die derzeit verhandelte neue EU-Maßnahme zum Stahlhandel dringend erforderlich sei, um eine weitere Destabilisierung des Marktes zu verhindern.

Das vorgeschlagene System sieht ein Zollkontingent (TRQ) vor, das kontrollierte Importmengen ermöglicht und gleichzeitig den EU-Markt vor den Auswirkungen globaler Überkapazitäten und Handelsumlenkungen schützt. EUROFER warnte, dass jede Abschwächung des Vorschlags dessen Wirksamkeit mindern würde. EUROFER betonte, dass die Zeit knapp werde.

EUROFER-Generaldirektor Axel Eggert fügte hinzu:
„Die derzeit auf dem Tisch liegenden neue Handelsschutzmaßnahmen dürfen von den EU-Beauftragten nicht verwässert werden, sondern müssen stark und durchsetzbar bleiben. Die neuen Regelungen müssen in Kraft treten, bevor die bestehende Schutzmaßnahmen im Juni auslaufen. Jeder zeitliche Verzug würde den EU-Stahlmarkt in einem für Europa kritischen Moment ungeschützt lassen.“

(Quelle: EUROFER)

Schlagworte

ErgebnisEssenEUEUROFERHandelHZIndustrieINGInvestitionParisProduktionStahlStahlhandelStahlmarktStahlproduktion

Verwandte Artikel

10.07.2026

Salzgitter AG übernimmt die HKM zu 100 Prozent

Hüttenwerke Krupp Mannesmann werden zu einer 100-prozentigen Tochter der Salzgitter AG

ABB CO2 CO2-Emissionen DSV Duisburg Elektrolichtbogenofen Emissionen Ergebnis Essen EU Gesellschaft HKM Hüttenwerk HZ Industrie ING Investition Lichtbogenofen Lieferung Partnerschaft Produktion Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Strategie Thyssen thyssenkrupp Thyssenkrupp Steel Europe Thyssenkrupp Steel Europe AG Transformation Tube USA Vallourec Vereinbarung Verwaltungsrat Vorstand Wirtschaft Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Eine 5MW-PEM-Elektrolyseanlage wird jährlich bis zu 750 Tonnen grünen Wasserstoff liefern
09.07.2026

Wolfram-Produktion künftig mit grünem statt grauem Wasserstoff

Die österreichische Wolfram Bergbau und Hütten AG erhält regional aus Windstrom erzeugten grünen Wasserstoff von Energie Steiermark

Bergbau Bund Dekarbonisierung Deutschland Elektrolyse Emissionen Energie EU Inbetriebnahme Industrie Klima Lieferung Nachhaltigkeit Österreich Partnerschaft Produktion Produktionsprozess Pulver Sandvik Strategie Unternehmen Vereinbarung Wasserstoff Windpark Wirtschaft Wolfram Zusammenarbeit
Mehr erfahren
(von li n. rechts: Nicolas Fritzen (Geschäftsführer Plakoma GmbH), Dr. Christian Redl (stellvertrender Geschäftsführer INTECO), Ing. Roland Kristl (Geschäftsführer INTECO), Michael Jost (Prokurist Plakoma GmbH)
08.07.2026

Inteco Gruppe übernimmt Plakoma

Die Inteco Gruppe (Inteco Holding GmbH) freut sich bekanntzugeben, dass sie die Plakoma GmbH mit Sitz in Nalbach-Körprich im Saarland zu 100 Prozent übernommen hat.

Adjustage Anlagen Anlagenbau Entwicklung Essen EU Inbetriebnahme Industrie ING Innovation INTECO melting and casting technologies GmbH Montage Produktion Saarland Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Stahlwerk Unternehmen USA Walzwerk
Mehr erfahren
Geert Van Poelvoorde
08.07.2026

Geert Van Poelvoorde wechselt in den Aufsichtsrat von ArcelorMittal Europe

Der CEO für Europa und Mitglied des Konzernvorstands geht Ende Juli in den Ruhestand und gibt die operative Führung des Europa-Segments ab

ArcelorMittal Bremen Bund DSV Energie EU EUROFER Europa Industrie ING Karriere Produktion Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Unternehmen USA Vorstand Walzwerk Warmband Werkstoff Zertifikat
Mehr erfahren
08.07.2026

Feralpi Group auf dem Weg zu Netto-Null bis 2050

Der Einsatz für emissionsarmen Stahl geht weiter: Der eingeschlagene Kurs bleibt konsequent auf die Reduzierung der Umweltauswirkungen ausgerichtet.

CDP Dekarbonisierung Elektrifizierung Emissionen Energie Energieeffizienz Entwicklung Erdgas Essen EU HZ ING Klima Klimastrategie Klimaziel Klimaziele Messe Partnerschaft Produktion Recycling Rohstoffe Stahl Strategie Transformation Transformationsprozess Transport Umwelt Unternehmen USA Verkauf Vertrieb Wirtschaft Zusammenarbeit
Mehr erfahren