Trendthema
Der IBU setzt mit seinen Mitgliedertagen auf einen Mix aus Information und Netzwerken. - Foto: : Industrieverband Blechumformung (IBU)
31.05.2023

IBU-Mitgliedertage 2023: KI und Standort Deutschland stehen im Fokus

Viele Teilnehmer der IBU-Mitgliedertage nutzen das Event zur Information, aber auch zum Netzwerken und Erfahrungsaustausch.

IBU-Geschäftsführer Bernhard Jacobs freut sich:
„Wir setzen bewusst auf den Mix und bekommen dazu viele positive Rückmeldungen. Zu den Vorträgen bieten wir passende Diskussionsgruppen an, in denen unsere Mitglieder die Themen praxisnah vertiefen. Dazu kommen eine Unternehmensbesichtigung – dieses Mal waren wir bei der Continental Automotive Technologie – und eine Abendveranstaltung.“  

Einsatzmöglichkeiten von KI in der Produktion

Für die Schwerpunktthemen hatte der IBU Experten nach Frankfurt eingeladen. Justus Benning vom FIR e. V. an der RWTH Aachen stellte KI-Einsatzmöglichkeiten in der Produktion vor. Unter den Headlines „Warum KI, KI verstehen, KI-Anwendungsbeispiele, KI umsetzen“ präsentierte er das breite Nutzungsspektrum: von der Qualitätssicherung über die Fehlerreduzierung bis zu Kunden-Selbst-Service und Prozessautomatisierung. Aus dem passenden Workshop nahmen die Teilnehmer nützliche Aspekte mit nach Hause.

Berhard jacobs sagt:
„Der IBU plant dazu künftig weitere Veranstaltungen.“

Das Thema Wissenstransfer – ein mögliches Feld für die Umsetzung von KI – vertieften Ralph Lange und Susanne Beckmann vom Beratungsunternehmen faktor4. Sebastian Brunkow referierte über Perspektiven für mittelständische Zulieferer. Die Zahlen des VDA-Fachgebietsleiters Mittelstandspolitik und Wertschöpfungsketten alarmieren: Neun von zehn Unternehmen halten den Standort Deutschland nicht mehr für wettbewerbsfähig, zwei Drittel halten geplante Investitionen zurück.

Standort Deutschland: Vorteile stärker nutzen

Um die belastenden Kostenstrukturen ging es auch im Workshop zum Standort Deutschland. „Welche Kompensationsmaßnahmen gibt es? Welche Wertschöpfungsaktivitäten sind rentabel umsetzbar? Wie kann der Mittelstand Standortvorteile – wie duale Ausbildung, Hochschulstandorte, Forschung und Entwicklung, eingespielte Lieferketten, etablierte Netzwerke – stärker für sich nutzen?“ Über diese drängenden Fragen diskutierte Hanni Koch, Geschäftsführerin der VIA Consult, mit den Teilnehmern.  

IBU lenkt Blick auf mittelständische Bedürfnisse

Die brennenden Standortprobleme hat auch der IBU ganz oben auf der Agenda. „Weniger Kostendruck, mittelstandsfreundlichere Förderprogramme, einfachere Investitionsverfahren, mehr Fachkräfte. Davon hängt die Zukunft des industriellen Mittelstands ab“, unterstrich Bernhard Jacobs.

Das Fazit des IBU-Geschäftsführers Jacobs lautet:
„Die Vielzahl der Themen zeigt einmal mehr, dass es am Standort Deutschland an allen Ecken und Enden brennt. Umso wichtiger ist es für unsere Verbandsarbeit, den Blick auf die mittelständischen Bedürfnisse zu lenken.“

(Quelle: Industrieverband Blechumformung e. V.)

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