Unternehmen
12.06.2024

Klöckner erhält Award für Nachhaltigkeitsprojekte

Klöckner & Co wurde gestern mit dem Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte 2024 ausgezeichnet. Das Unternehmen belegt mit seiner Initiative „Nexigen® – Green Steel“ in der Kategorie „Lieferkette“ den ersten Platz. Klöckner & Co überzeugte die hochkarätig besetzte Jury aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien mit der Schaffung von Transparenz zum CO2-Fußabdruck der Produkte entlang der gesamten Lieferkette.

Damit leiste die Initiative einen Mehrwert für die Branche, aber auch für andere Sektoren, so die Jury. Nominiert wurden in diesem Jahr rund 350 Projekte in 28 Kategorien. Für die Prüfung und Bewertung war eine hochkarätig besetzte Expertenjury verantwortlich.

Dekarbonisierung ist Chanche für die Industrie

Marc Grewe, Head of Strategic Sustainability der Klöckner & Co SE:
„Wir freuen uns sehr, dass unsere Arbeit zur Transparenz von grünen Produkten in der Branche mit dieser Auszeichnung anerkannt wurde. Mit Nexigen® erleichtern wir unseren Kunden die Beschaffung von CO2-reduzierten Stahl- und Metallprodukten und geben ihnen Informationen über den CO2-Fußabdruck ihrer Materialien, auf deren Basis sie nachhaltigere Entscheidungen treffen können. Dies ist ein entscheidender Schritt in der Transformation hin zu nachhaltigen Lieferketten.“

Klöckner & Co betrachtet die Dekarbonisierung der Stahlindustrie als strategische Chance für sich und seine Kunden. Dabei liegt der Fokus auf der nachhaltigen Transformation des gesamten Produkt- und Serviceangebots sowie der eigenen Geschäftstätigkeit. Die Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle ist daher ein zentraler Pfeiler der Unternehmensstrategie.

Mit der Einführung der Marke Nexigen® bündelte Klöckner & Co sein umfassendes Angebot an nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen. Das Unternehmen bietet seinen Kunden transparente, CO2-reduzierte Lösungen an. Dies umfasst unter anderem den Aufbau eines CO2-reduzierten Werkstoffportfolios und die Einführung von Bewertungsskalen für „grünen“ Stahl und Edelstahl sowie „grünes“ Aluminium.

PCF-Berechnung durch TÜV zertifiziert

Darüber hinaus wurde mit dem Nexigen® PCF Algorithm ein innovatives Tool entwickelt, dessen PCF-Berechnungsmethode vom TÜV SÜD zertifiziert wurde. Die darauf aufbauende webbasierte Technologielösung Nexigen® Data Services macht die CO2-Emissionen der von Klöckner & Co bezogenen Stahl- und Metallprodukte für die Kunden sichtbar und bietet CO2-reduziertere Produktalternativen an.

So werden Kunden aktiv in ihren Bemühungen zur Dekarbonisierung unterstützt und können umweltbewusstere Entscheidungen treffen. Zudem wurden alle CO2-Net-Zero-Ziele von Klöckner & Co im regulären Verfahren von der Science Based Targets initiative (SBTi) als wissenschaftlich fundiert anerkannt. Das Unternehmen verpflichtet sich damit, die Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis zum Jahr 2050 gemäß SBTi-Vorgaben auf Netto-Null zu reduzieren.

Der Deutsche Award für Nachhaltigkeitsprojekte wurde erstmals im Jahr 2021 vergeben und zeichnet seither jährlich die besten Nachhaltigkeitsprojekte der deutschen Unternehmenslandschaft aus. Unter der Schirmherrschaft der ehemaligen Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries wird der Award vom Deutschen Institut für Service-Qualität (DISQ) in Partnerschaft mit dem Nachrichtensender ntv und dem DUP UNTERNEHMER-Magazin verliehen. Mit der Auszeichnung soll die Umsetzung der 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen gefördert werden.

(Quelle: Klöckner & Co)

Schlagworte

AluminiumAuszeichnungAwardBundCO2DekarbonisierungEdelstahlEmissionenEntwicklungEssenEUGreen SteelIndustrieKlöckner & CoLieferkettenNachhaltigkeitPartnerschaftServiceStahlStahlindustrieStrategieTransformationUmweltUnternehmenWerkstoffWirtschaftWirtschaftsminister

Verwandte Artikel

Im Foyer des Eingang Nord wendet sich die High Potential Area speziell an den Nachwuchs
10.03.2026

wire & Tube 2026 mit High Potential Area und ecoMetals

Das Düsseldorfer Fachmesseduo präsentiert zwei Initiativen, die es in sich haben

Draht Düsseldorf Industrie Kabel Messe Nachwuchs Rohstoffe Stabstahl Tube Unternehmen
Mehr erfahren
09.03.2026

wire 2026 mit prallem Forumsprogramm

Als Teil des Rahmenprogramms der Fachmesse für Draht und Kabel sind auf der ‚Forum Stage Cable & Wire‘ spannende Tagesforen und Diskussionsrunden geplant

Anlagen Anlagenbau Draht Entwicklung Essen EU Industrie Innovation Italien Kabel Messe Nachhaltigkeit Tube USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Rechtsanwältin Melina Jenkner von Heidemann Küthe Rechtsanwälte
09.03.2026

HOK Maschinenbau übernimmt Vermögenswerte der SCHUBERT GROUP

Mit Wirkung zum 1. März 2026 übernimmt die HOK Maschinenbau GmbH aus Hückeswagen im Rahmen einer übertragenden Sanierung die Vermögenswerte sowohl der Schubert Maschinen-...

Anlagen Anlagenbau Automation Automobil Bonn Bund Deutschland Energie Ennepetal Erfolgsfaktor Ergebnis Essen EU Gesellschaft Handel Industrie ING KI Lieferung Mannheim Maschinenbau Messtechnik Metallverarbeitung Modernisierung Optimierung Presse Pressen Reparatur Restrukturierung Sanierung Service Stabstahl Stahl Steuerung Technik TEMA Umformen Umformtechnik Unternehmen Wirtschaft
Mehr erfahren
Primetals Technologies wird eine Pelletieranlage, drei Pfannenöfen und zwei RH-Entgaser an SAIL IISCO liefern. Das Foto zeigt Vertreter beider Unternehmen bei der Vertragsunterzeichnung.
05.03.2026

SAIL IISCO kooperiert mit Primetals Technologies

Steel Authority of India Limited (SAIL), ein führender indischer Stahlproduzent, erweitert sein IISCO-Stahlwerk in Burnpur und wählte dafür Primetals Technologies als Lie...

Anlagen Antrieb Deutschland Digitalisierung Draht EU Greenfield-Projekt HZ Indien Industrie ING KI Legierungen Lieferung Ltd Ltd. Metallurgie Optimierung Partnerschaft Primetals Produktion Prozessoptimierung Sensoren Spezialstahl Stahl Stahlindustrie Stahlwerk Steuerung Temperatur Unternehmen USA Vakuumpumpe Zusammenarbeit
Mehr erfahren
David Algermissen, Abteilungsleiter Sekundärrohstoffe/Schlackenmetallurgie im FEhS – Institut für Baustoff-Forschung, welches das Projekt koordiniert hat: „Die Arbeiten mit diesem großartigen Konsortium waren sehr erfolgreich. Es konnte sowohl Basiswissen rund um die Elektroroheisenschlacke aufgebaut werden bis hin zu Pilotversuchen zur Erzeugung von Hüttensand 2.0 im Tonnenmaßstab und die Prüfung im Zement und Beton. Nächste Schritte sind die normativen und rechtlichen Rahmenbedingungen, damit das Material auch zeitnah seinen Weg in den Markt finden kann, sobald die Schlacke bei thyssenkrupp entsteht.“ Das im Jahr 2021 gestartete Forschungsvorhaben „SAVE CO2“ von thyssenkrupp Steel, Heidelberg Materials, dem Institut für Technologien der Metalle der Universität Duisburg-Essen, Fraunhofer UMSICHT und FEhS-Institut wurde im Rahmen der Fördermaßnahme KlimPro-Industrie vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie der Europäischen Union/NextGenerationEU gefördert und durch den DLR Projektträger betreut.
05.03.2026

Schlacken aus dekarbonisierter Stahlherstellung für Zement geeignet

Neue Schlacken, die bei der dekarbonisierten Stahlherstellung auf der Direktreduktionsroute im Einschmelzer entstehen, eignen sich als latent hydraulische Bindemittel in...

Bund CO2 CO2-Emissionen Direktreduktion Duisburg Einsatzstoffe Eisenschwamm Emissionen Energie Ergebnis Essen EU Forschung Forschungsprojekt Fraunhofer Hochofen Industrie ING Klima Metallurgie Produktion Roheisen Rohstoffe Schmelze Stahl Stahlherstellung Technik Thyssen thyssenkrupp Umwelt Wirtschaft
Mehr erfahren