Mit dem Projekt „Mistral“ will Marcegaglia die eigene Wertschöpfungskette stärken und die Dekarbonisierung vorantreiben. Marcegaglia und Danieli haben eine Vereinbarung über die Errichtung eines neuen Flachstahlkomplexes in Fos-sur-Mer unterzeichnet.
Vor knapp zwei Jahren hatte Marcegalia die Produktionsstätte der früheren Ascometal erworben und umgehend einen Umbau zu einer Warmbandproduktion angekündigt. Am Standort sollen Anlagen für die Produktion von jährlich 2 Millionen Tonnen Rohstahl und bis zu 3 Millionen Tonnen Warmband aufgebaut werden, womit rund 35 % des gesamten Coil- und Brammenbedarfs der Marcegaglia-Gruppe abgedeckt wären.
Die Produkte sollen in erster Linie an den italienischen Werke der Gruppe weiterverarbeitet werden. Der neue Flachstahlkomplex soll unter anderem ein Stahlwerk mit einem hochmodernen Elektrolichtbogenofen, eine Einstrang-Stranggießanlage für dicke Brammen sowie ein konventionelles Warmbandwalzwerk umfassen.
Diese Konfiguration soll Produktionsflexibilität, einen stabilen Betrieb und eine gleichbleibende Produktqualität über ein breites Spektrum an Flachstahlsorten hinweg gewährleisten. Das Projekt wurde mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit konzipiert.
Durch den Einsatz von Schrott, CO2-arm hergestelltem HBI sowie Strom aus Kernenergie und erneuerbaren Energiequellen lassen sich die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu herkömmlichen Stahlherstellungsverfahren um bis zu 80 % senken.
Die endgültige Investitionsentscheidung wird spätestens bis Ende 2026 erwartet, abhängig vom Abschluss des Genehmigungsverfahrens und anderer Bedingungen, die sich derzeit in einem fortgeschrittenen Verhandlungsstadium mit den zuständigen französischen Behörden befinden.
(Quelle: Danieli & C. Officine Meccaniche SpA)
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