Statement
Photo: © pixabay
04.06.2026

NKWS-Aktionsprogramm beschlossen: Industriefragen bleiben offen

Zum heutigen Kabinettsbeschluss zum Aktionsprogramm zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) erklärt Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl:

„Es ist gut, dass sich die Bundesregierung nun endlich, nach monatelanger Verzögerung, auf ein Aktionsprogramm zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie verständigt hat. Denn für die Stahlindustrie ist Kreislaufwirtschaft kein Zukunftsversprechen, sondern gelebte industrielle Praxis – und zugleich ein Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit, Rohstoffsicherheit und Klimaschutz. Entscheidend ist nun, dass aus strategischen Zielen konkrete Rahmenbedingungen werden.

Das Aktionsprogramm setzt wichtige Schwerpunkte, etwa bei der Umsetzungsplattform NKWS, in der öffentlichen Beschaffung, bei kritischen Rohstoffen oder der Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Zugleich bleibt es bei diesen zentralen Punkten unverbindlich. Aus Sicht der Stahlindustrie wurde damit eine große Chance vertan, um weitere Potenziale der Kreislaufwirtschaft zu heben. Nötig gewesen wäre, ein verbindliches Monitoringsystem für Stahlschrottexporte einzuführen, die Investitionsbedingungen für moderne Sortierinfrastrukturen und zirkuläre Produktionskapazitäten gezielt zu verbessern und eine nachhaltige öffentliche Beschaffung ‚Made in EU‘ zu verankern.

Deutschland täte besser daran, mit konkreten Forderungen für den Circular Economy Act auf die EU-Kommission zuzugehen, statt abzuwarten, was Brüssel vorgibt. Was wir brauchen, sind mutige nationale Weichenstellungen, damit Kreislaufwirtschaft und industrielle Wettbewerbsfähigkeit auch auf EU-Ebene zusammenwirken können.“

(Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl)

 

Schlagworte

BundDeutschlandEUEU-KommissionIndustrieINGInvestitionKlimaKlimaschutzKreislaufwirtschaftProduktionRohstoffeSchrottStahlStahlindustrieStrategieUSAWettbewerbWirtschaftWirtschaftsvereinigung

Verwandte Artikel

Eisenerzmine und Pelletieranlage von Mesabi Metallics in Minnesota, USA
05.10.2026

Mesabi Metallics plant den Bau eines Elektrostahlwerks in Iowa, USA

Investition in Höhe von 18 Milliarden US-Dollar zur Schaffung eines vollständig integrierten amerikanischen Stahlunternehmens, das das Bergwerk in Minnesota und den Stahl...

Bund Direktreduktion Energie Essen EU Indien Industrie Innovation Investition Lichtbogenofen Logistik Produktion Produktionsprozess Schrott Sinter SSAB Stahl Stahlunternehmen Stahlwerk Unternehmen USA
Mehr erfahren
Visualisierung der ersten Direktreduktionsanlage von thyssenkrupp Steel am Standort Duisburg
02.10.2026

Jacobs Solutions hat weiter die Bauleitung für die neue Direktreduktionsanlage in Duisburg

Der Vertrag des US-Industriedienstleisters für Aufgaben beim Bau der Direktreduktionsanlage von thyssenkrupp Steel in Duisburg wurde erweitert

Dekarbonisierung Deutschland Direktreduktion Duisburg Eisenerze Energie Energiewende Ergebnis EU Industrie ING Klima Logistik Montage Produktion Projektmanagement Rahmenvertrag Stahl Stahlproduktion Thyssen thyssenkrupp Transformation Umwelt USA Wasserstoff Wasserstoffbasiert Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Mit der Neuausrichtung werden die Kompetenzen für Lenkung, Dämpfung sowie Achs- und Systemlösungen gebündelt
02.10.2026

thyssenkrupp Automotive Technology richtet Fahrwerksgeschäft neu aus

Neue Aufstellung verbindet globale Technologiekompetenz mit stärkerer regionaler Verantwortung.

Anpassung Automobil Automotive Bund China Ennepetal Entwicklung Essen EU Europa Forschung Industrie ING Nordamerika Produktion Steuerung Unternehmen Verlag Wettbewerb Zulieferindustrie
Mehr erfahren
02.10.2026

Vorläufige Netzentgelte: Haushaltszuschuss zu den Übertragungsnetzkosten darf nicht gekürzt werden

Die Wirtschaftsvereinigung Stahl warnt vor den Folgen der geplanten Kürzung des Haushaltszuschusses und fordert, die erst Anfang des Jahres erreichten Entlastungen dauerh...

Deutschland Energie EU Industrie Stahl Stahlindustrie Unternehmen Wettbewerb Wirtschaft Wirtschaftsvereinigung Zahlen
Mehr erfahren
Dr. Tim M. Schwarz erhält einen DGM-Nachwuchspreis 2026 für seine Arbeiten zur atomgenauen Untersuchung von flüssig-fest Grenzflächen und Flüssigkeiten. Diese sind unter anderem für biologische, Batterie- und Katalysatormaterialien relevant. Überreicht wurde ihm der Preis von Prof. Gunther Eggeler (links) und Prof. Till Schneiders, Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM).
01.10.2026

Deutsche Gesellschaft für Materialkunde zeichnet Tilmann Hickel und Tim Schwarz aus

Max-Planck-Wissenschaftler erhalten DGM-Pionier- und DGM-Nachwuchspreis 2026

ABB Auszeichnung Automatisierung Bund Digitalisierung Eisenforschung Entwicklung Essen EU Forschung Gesellschaft HZ IMU Industrie ING Legierungen Materialforschung Max-Planck-Institut Nachwuchs Optimierung Stahl Strategie Studie USA Wasserstoff Werkstoff Werkstoffe
Mehr erfahren