Unternehmen
Martti Sassi, President, business area Ferrochrome - Photo: Outokumpu
11.10.2022

Planung Ferrochromproduktion weiter einzuschränken

Verhandlungen über entsprechende Änderungen aufgenommen

Der Strompreis ist nach wie vor außergewöhnlich hoch, und die Lage auf dem Energiemarkt hat sich nicht entspannt, seit Outokumpu am 6. September seine Entscheidung bekannt gab, die Wiederinbetriebnahme eines seiner drei Ferrochromöfen nach einer Wartungspause zu verschieben. In dieser Ausnahmesituation plant das Unternehmen daher, die Wiederinbetriebnahme dieses Ofens mindestens bis zum Ende des ersten Quartals 2023 zu verschieben, und wird Verhandlungen über Änderungen im Zusammenhang mit der Einschränkung der Ferrochromproduktion aufnehmen. Diese Verhandlungen betreffen alle im Ferrochrombetrieb tätigen Mitarbeiter, und die geplanten Maßnahmen würden höchstens 70 Personen betreffen.   

"Leider hat sich die Situation auf dem Energiemarkt nicht entspannt, sondern der hohe Strompreis wirkt sich weiterhin negativ auf unsere Kostenwettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu unseren Konkurrenten, vor allem außerhalb Europas, aus. Die mögliche weitere Verzögerung der Wiederinbetriebnahme des Ofens ist eine schwierige, aber möglicherweise notwendige Maßnahme in einer absoluten Ausnahmesituation. In den Wechselverhandlungen werden wir versuchen, eine Lösung zu finden, die es uns ermöglicht, unser Ferrochrom-Personal in den anderen Betrieben in Tornio (Finnland) einzusetzen", sagt Martti Sassi, Präsident des Geschäftsbereichs Ferrochrom.

Outokumpu hat im August 2022 begonnen, seine Ferrochromproduktion zu optimieren, indem es kein Ferrochrom zu den höchsten Strompreisen produziert. Die Kapazität des stillgelegten Ofens beträgt etwa 30 % der gesamten Ferrochromkapazität. Die weitere Einschränkung der Ferrochromproduktion wird sich nicht auf die Edelstahllieferungen von Outokumpu auswirken.  

"Das Ferrochrom von Outokumpu hat den kleinsten CO2-Fußabdruck der Welt. Wir hoffen, dass die Politiker eine aktive Rolle bei der Stabilisierung des Energiemarktumfelds spielen werden, damit wir weiterhin Ferrochrom rentabel produzieren können", so Sassi weiter.

(Quelle: Outokumpu Oyj)

 

Schlagworte

CO2EdelstahlEnergieEUFinnlandInbetriebnahmeLieferungOutokumpuPolitikProduktionStahlStahllieferungenUnternehmenUSAWettbewerb

Verwandte Artikel

Ulrich Flatken, WSM-Präsident:
18.02.2026

Klares „Ja“ zum Local Content - kein Protektionismus, sondern Realismus

Ein klares „Ja“ zum „Local Content“ kommt vom Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM). Der Verband, der sich stets für freien Handel eingesetzt hat, sieht...

Bund China Essen EU Handel Handelskonflikt Industrie ING Innovation Messe Metallverarbeitung Politik Produktion Stahl Strategie Unternehmen USA Wettbewerb Wirtschaft Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V. WSM
Mehr erfahren
17.02.2026

Stahl Krebs wird Vertriebspartner von Alleima

Der Solinger Stahlhändler nimmt die Premium-Messerstähle des schwedischen Herstellers in sein Sortiment auf.

Deutschland Distribution Edelstahl EU IBU Industrie ING Legierungen Lieferung Logistik Messe Nachhaltigkeit Partnerschaft Produktion Schmieden Service Spezialstahl Stahl Stahlherstellung Stahlproduktion Unternehmen USA Vertrieb Zertifikat Zusammenarbeit
Mehr erfahren
17.02.2026

Klöckner & Co SE empfiehlt Annahme des Übernahmeangebotes von Worthington Steel

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Klöckner & Co SE haben am 13. Februar 2026  ihre gemeinsame begründete Stellungnahme zum freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot...

Anlagen Aufsichtsrat Entwicklung Essen EU Finanzierung Gesellschaft Goldman Sachs HZ Inc. ING Kartellrecht Messe Nordamerika Partnerschaft Presse Refinanzierung Service Strategie Swoctem Übernahme Unternehmen USA Vereinbarung Verkauf Vorstand Wirtschaft
Mehr erfahren
Brammen im Werk in Tornio
16.02.2026

Outokumpu: Geschäftsbereich Europa schwächelt

Für Outokumpu endete das Geschäftsjahr schwach, geprägt von Gegenwind im Geschäftsbereich Europa. Das bereinigte EBITDA im Zeitraum Januar–Dezember 2025 betrug 167 Mio. €...

ABB Beizlinie Chrom Dekarbonisierung Deutschland Edelstahl Einsparung Ergebnis EU Finnland Geschäftsjahr Handel IBU ING Investition Krefeld Kreislaufwirtschaft Legierungen Lieferung Machbarkeitsstudie Nachhaltigkeit Optimierung Produktion Restrukturierung Rohstoffe Schweden Stahl Stahlwerk Strategie Studie Unternehmen USA Verkauf Werkstoff Werkstoffe Wettbewerb Wirtschaft Zahlen
Mehr erfahren
Dr. Christian Morawetz, Chief Operating Officer (COO) bei der RATH AG
13.02.2026

Veränderung im Vorstand der Rath AG

Zum 1. Januar 2026 hat Dr. Christian Morawetz (45) die Position des Chief Operating Officer (COO) übernommen.

Aufsichtsrat Automation Dekarbonisierung Energie Energieeffizienz Entwicklung EU Feuerfest Forschung Fraunhofer Industrie ING Innovation Marktbedingungen Produktion Rath AG Schienen Stahl Stahlindustrie Temperatur Transformation Unternehmen Vorstand Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren